Gaspreiszusammensetzung: Wie entstehen die Kosten?
Grundsätzlich erhaltet ihr einmal im Jahr von eurem Energieanbieter eine Gasabrechnung, die sich aus eurem Verbrauch und dem aktuellen Gaspreis ergibt. Doch wie setzt sich der Gaspreis genau zusammen? In diesem Beitrag erfahrt ihr alles über die Gaspreiszusammensetzung und die einflussnehmenden Faktoren.


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Wie setzt sich der Gaspreis in Deutschland zusammen? Gas Grundpreis und Arbeitspreis erklärt.
Üblicherweise setzt sich der Preis aus dem Grundpreis und dem Arbeitspreis für Gas zusammen. Mit dem Gas-Grundpreis werden die Kosten wie die Entgelte für den Messstellenbetrieb und Messung und die Netzentgelte Grundpreis gedeckt. Er ist deshalb unabhängig von eurem Verbrauch. Der Arbeitspreis für Gas bleibt pro kWh gleich. Da er jedoch für jede verbrauchte kWh berechnet wird, können die Gesamtkosten je nach Verbrauch unterschiedlich hoch ausfallen. Je mehr Gas ihr verbraucht, desto höher wird eure Rechnung.
Deshalb wird er auch Verbrauchspreis genannt.
Aber was genau ist im Gaspreis enthalten? Auf die meisten der Bestandteile des Gaspreises habt ihr als Verbraucher*innen keinen Einfluss. Der Preis setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen: Dabei beträgt der Aufwand für die Energiebeschaffung und den Vertrieb anteilig etwa 47 Prozent, die Steuern, Umlagen und Abgaben an den Staat in etwa 31 Prozent und die Netzentgelte für einen sicheren Betrieb und die Nutzung der Gasnetze rund 22 Prozent (Stand: August 2026).⁴
Der Gaspreis: ein Rückblick⁵
In den vergangenen 15 Jahren war der Gaspreis relativ stabil. In 2022 mit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine stieg der Gaspreis stark. Anfang September 2022 erreichte er mit 40,41 Cent pro Kilowattstunde seinen Höchststand. Im Vergleich dazu kostete Gas zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr 5,83 Cent pro Kilowattstunde.
Was bestimmt die Gaspreis Zusammensetzung im Wesentlichen?
Wie ihr anhand der Zusammensetzung des Gaspreises erkennen könnt, entfällt der wesentliche Anteil des Gesamtpreises auf die Kosten für die Energiebeschaffung. Und der Energiemarkt ist ein europäischer. Deutschland exportiert und importiert auch Energie in europäische Nachbarländer. Seit dem Jahresende 2021 sind die Großhandelspreise für Erdgas allerdings massiv gestiegen, sodass Energielieferanten seitdem wesentlich mehr Geld für die Beschaffung des Gases ausgeben müssen. Je länger also so eine angespannte Marktlage andauert, desto mehr sind Energieanbieter gezwungen, die gestiegenen Kosten im Energieeinkauf an Kund*innen weiterzugeben. In Zahlen bedeutet das: Für die Beschaffung und den Vertrieb mussten die Energieversorger im Jahr 2022 rund 65 Prozent Mehrkosten aufwenden.
Im Jahr 2023 hat sich die Lage zunehmend entspannt.⁶ Neue Tarife waren günstiger als im Vorjahr. Zudem lag die Umsatzsteuer für Gas bis Februar 2024 bei nur 7 statt 19 Prozent. Wie hoch der Gaspreis in 2026 sein wird, lässt sich nicht exakt vorhersagen. Der CO₂-Preis stieg in 2026 weiter bis auf 65 Euro an⁷ und auch die Netznutzungsentgelte können sich vielerorts erhören – abhängig vom jeweiligen Netzbetreiber. In 2026 reagieren die Energiepreise aktuell vor allem im kurzfristigen Handel auf die Lage im Nahen Osten. Für mittel- und langfristige Zeiträume bleiben die Preise bislang stabil (Stand: August 2026).
Häufige Fragen zur Zusammensetzung des Gaspreises
„Emissionsreduziert“ bedeutet, dass durch die Einspeisung von Biogas (je nach vereinbartem Tarif 10 %, 30 % oder 100 % eures Verbrauchs) in das Gasnetz die mit eurem Gasverbrauch verbundenen Emissionen bilanziell reduziert werden. Die konkreten Emissionsfaktoren (in g CO₂e/kWh) sowie die daraus resultierende prozentuale Emissionsreduktion gegenüber reinem Erdgas hängen von eurer Tarifwahl ab und sind in den jeweiligen Tarifdetails transparent ausgewiesen. Ergänzend gilt der Hinweis zur bilanziellen Beimischung (siehe Fußnote 2).
Die Beimischung von Biogas erfolgt bilanziell: In Höhe des in eurem Tarif ausgewiesenen Biogas-Anteils (10 %, 30 % oder 100 % eures Jahresverbrauchs) wird Biogas aus erneuerbaren Quellen (z. B. Reststoffen) erzeugt und in das deutsche bzw. europäische Erdgasnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt über zertifizierte Biogas-Herkunftsnachweise, die in einem anerkannten Register (Biogasregister der dena bzw. Herkunftsnachweisregister für Gas beim Umweltbundesamt) entwertet werden. Die tatsächliche Gaslieferung erfolgt physikalisch über das allgemeine Gasnetz, in dem sich Gase unterschiedlicher Herkunft mischen. Es kann daher nicht sichergestellt werden, dass das konkret bei euch ankommende Gas physisch aus Biogas besteht. Durch Einkauf und Entwertung der Herkunftsnachweise wird jedoch sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Quellen erzeugte und ins Netz eingespeiste Gasmenge auch nur einmal unter dieser Eigenschaft entnommen und beworben werden kann.
LichtBlick bietet je nach Tarif für die Erstvertragslaufzeit unterschiedliche Arten von Preisgarantien an. Die Energiepreisgarantie sichert feste Preise für Beschaffungs- und Vertriebskosten. Ausgenommen sind Abgaben, Umlagen und Steuern und die Entgelte für die Netznutzung und den Messstellenbetrieb sowie die Konzessionsabgabe und die Kosten für die Emissionszertifikate oder neue staatlich veranlasste Preisbestandteile. Die eingeschränkte Preisgarantie sichert euch feste Preise für Beschaffungs- und Vertriebskosten sowie Netznutzungs- und Messentgelte. Ausgenommen sind Abgaben, Umlagen und Steuern, die Konzessionsabgabe und die Kosten für die Emissionszertifikate oder neue staatlich veranlasste Preisbestandteile. Die Preisgarantie sichert dir feste Preise. Ausgenommen von der Preisgarantie sind Umsatz- und Energiesteuer und die SLP-Bilanzierungsumlage sowie neue staatlich veranlasste Preisbestandteile. Weitere Informationen zur Preisgarantie sind in den Tarifdetails zu finden.
Quelle: BDEW
Quelle: verivox.de
Quelle: zdf.de
Quelle: ADAC
Bei LichtBlick BioGas wird bilanziell Biogas in Höhe von 100 % eures Jahresverbrauchs eingesetzt. Daraus ergibt sich rechnerisch ein CO₂e-Fußabdruck von rund 68 g CO₂e/kWh. Gegenüber fossilem Erdgas entspricht das nach unserer Berechnung einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um ca. 68 %. Grundlage sind die Emissionsfaktoren des LichtBlick-Biogasportfolios sowie ein definierter Vergleichswert für fossiles Erdgas. Die bilanzielle Zuordnung erfolgt über Herkunftsnachweise, die physische Lieferung über das allgemeine Gasnetz.

