Strom sparen im Haushalt: die besten Tipps

Die Strompreise steigen in letzter Zeit unerbittlich. Allein im Jahr 2021 sind die Stromkosten für das zweite Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr um 4,7 % gestiegen.¹ Im Folgenden erfahrt ihr, wie ihr eure Kosten senken könnt.


Frau mit Kind

Warum sich das Stromsparen lohnt

Durch konsequentes Stromsparen lassen sich eure Kosten – je nach aktuellem Verbrauch – um mehrere Hundert Euro im Jahr senken. Viele Maßnahmen kosten kein Geld und so gut wie keine Zeit. Außerdem ist das Energiesparen im Haushalt prima fürs Klima: Hier entstehen nämlich rund 40 % unseres gesamten CO₂-Ausstoßes, wenn auch die Bereiche Stromverbrauch und Verkehr dazugerechnet werden.

Erfahrt hier, wie ihr mit einfachen Tipps Strom sparen, so eure Stromrechnung reduzieren und zugleich einen Beitrag zum Umweltschutz leisten könnt.

Stromsparen im Haushalt mit energieeffizienten Geräten

Oft ist es uns gar nicht bewusst, wenn wir unsere Wäsche in die Maschine und anschließend in den Trockner stecken. Aber die typischen großen Haushaltsgeräte sind für den Löwenanteil unseres Stromverbrauchs verantwortlich. Hier seht ihr, warum sich mit energieeffizienten Geräten im Alltag viel Strom sparen lässt:²

Energiefresser im Haushalt

Gut zu wissen

Fast alle dieser Geräte könnt ihr in einer energieeffizienteren Variante erwerben und dadurch im Alltag kräftig Energie sparen. Um herauszufinden, wo sich Strom sparen lässt, solltet ihr die sogenannten Energieeffizienzklassen kennen.

Energieeffizienzklassen

So helfen Energieeffizienzklassen beim Stromsparen

Bis März 2021 gab es noch das „alte“ System der Energieeffizienzklassen mit einer Kennzeichnung von A (beste Klasse) bis G (schlechteste Klasse). Da die Kennzeichnung A nicht mehr ausreichte, um neue, energieeffizientere Standards zu bezeichnen, kamen außerdem die Klassen A+, A++ und A+++ hinzu. Mittlerweile gibt es immer neue Möglichkeiten, Strom zu sparen und Geräte energieeffizienter zu entwickeln.

Um das System übersichtlich zu halten und Raum für weitere Entwicklungen zu lassen, gilt seit März 2021 wieder das alte Kennzeichnungssystem mit den Klassen A bis G – allerdings mit neuen Standards, die es zu erfüllen gilt. A ist also wieder die beste Energieeffizienzklasse. Die Klassen A+, A++ und A+++ gibt es nicht mehr.

Mann öffnet Kühlschrank

Wichtig: Das System der Energieeffizienzklassen ist sehr komplex und basiert unter anderem auf Durchschnittswerten dazu, wie häufig ein Gerät im Haushalt genutzt wird. Daher lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel Strom ihr sparen könnt, indem ihr in ein Gerät mit besserer Energieeffizienzklasse investiert. Der Konsens ist jedoch, dass die Investition sich fast immer lohnt, insbesondere wenn ein Gerät über viele Jahre genutzt werden soll – wie es zum Beispiel bei einem Herd oder Kühlschrank der Fall ist. Oft rentiert sich der etwas höhere Kaufpreis sogar schon nach dem ersten Jahr.

Wie kann man Energie sparen? 6 Sofort-Tipps für den Alltag

Ihr wollt im Haushalt Strom sparen und eure Stromkosten senken – am besten ohne Haushaltsgeräte auszutauschen? Diese Energiespar-Tipps helfen euch, ab sofort täglich Strom und Energie in der Wohnung zu sparen. Übers Jahr macht sich das auf jeden Fall bemerkbar.

1. Wasserkocher nutzen

Wasserkocher verbrauchen weniger Strom als ein Herd. Wenn also ein großer Topf Nudeln ansteht, kocht das Wasser im Wasserkocher vor und spart täglich ein bisschen Strom.

2. Essensreste richtig kühlen

Ihr habt was vom Kochen übrig? Lasst es erst in Ruhe abkühlen. So verhindert ihr, dass der Kühlschrank sich unnötig aufheizt und dadurch mehr Strom verbraucht.

3. Backofen richtig nutzen

So spart ihr bis zu 20 % Energie. Die allermeisten Gerichte können einfach langsam erhitzt werden. Am besten mit Umluft – die verbraucht bis zu 40% weniger Energie.³

4. Deckel drauf

Jeder Topf findet seinen Deckel. Der ist durchaus effizient und hilft Energie zu sparen. Der Grund ist einfach: Die heiße Luft im Inneren kühlt sich nicht so schnell ab.

5. Auf LEDs umsteigen

Dieser Tipp zum Stromsparen lohnt sich besonders: Denn wie ihr oben gesehen habt, gehört die Beleuchtung zu den größten Stromfressern im Haushalt.

6. Bye-bye, Standby

Schließt eure Geräte besser an Mehrfachsteckdosen mit Ein-/Ausschalter an. So könnt in einem 3-Personen-Haushalt circa 8 % der Jahresstromrechnung sparen.

Frau mit Hund am Tablet

Gut fürs Klima und den Geldbeutel: Wechsel zu ÖkoStrom

Durch den Wechsel auf ÖkoStrom könnt ihr in einem 3-Personen-Haushalt durchschnittlich rund 1.085 Kilogramm CO₂ einsparen. Und teuer muss das Ganze auch nicht sein – im Gegenteil.

Mehr zu ÖkoStrom

So spart ihr im Alltag Energie in jedem Zimmer

Frau mit Föhn und Bürste

Tipps zum Stromsparen im Badezimmer

Es müssen keine großen Investitionen sein: Schon viele kleine Gewohnheiten helfen beim Energiesparen im Haushalt. Das könnt ihr beispielsweise im Badezimmer tun:

  • Schließt elektrische Zahnbürsten, Rasierer etc. an eine Mehrfachsteckdose mit Schalter an, um den Standby-Modus zu umgehen.

  • Schaltet den Fön nur so heiß an, wie er wirklich sein muss. Jede Stufe weniger Hitze spart ein wenig Strom.

  • Wenn ihr statt bei 40 bei 30 °C wascht, könnt ihr bereits ein Drittel des Stroms sparen. Mit Fleckenvorbehandlung genügt für den Großteil der Wäsche eine Temperatur für 30 oder 40 statt 60 oder 90 °C. Ihr habt ein Öko-Programm? Super ‒ einfach nutzen und mühelos Energie sparen!

  • Wenn ihr euer Wasser mit Strom aufheizt, zahlt sich eine Sparbrause richtig aus. Ganze 40 % weniger Wasser verbraucht ihr damit – und das kann ein Ersparnis von über 200 € im Jahr bedeuten.⁴

  • Wenn ihr auf den Wäschetrockner nicht verzichten wollt, stellt zumindest sicher, dass er innerhalb der vorgesehenen Grenzen gut beladen ist. Wenn ihr die Wäsche vorher gründlich schleudert, muss weniger getrocknet werden. Viele Trockner haben ein Kurzprogramm, mit dem sich Strom sparen lässt.

Frau in der Küche am Waschbecken

Tipps zum Energiesparen in der Küche

Auch in der Küche könnt ihr mit ganz einfachen Tipps Strom sparen. Dafür müsst ihr nicht mal zusätzliche Geräte anschaffen oder viel Geld ausgeben:

  • Ideal ist natürlich die Investition in einen modernen Gas- oder Induktionsherd, der gegenüber älteren Geräten deutlich Energie spart. Es hilft aber auch schon, wenn ihr Töpfe und Pfannen wählt, die von der Größe her zur Platte passen, oder wenn ihr euch einen Dampfkochtopf gönnt, der ebenfalls energieeffizient ist. Deckel nicht vergessen!

  • Ihr verzichtet schon aufs Vorheizen? Super! Noch mehr Energie spart ihr, wenn ihr den Ofen ein paar Minuten früher ausschaltet und so die Restwärme perfekt ausnutzt. Noch ein Tipp: Brötchen lieber auf dem Toaster aufbacken, das spart gegenüber dem Aufbacken im Ofen Energie. Zum Aufwärmen ist grundsätzlich auch die Mikrowelle eine günstige Alternative.

  • Eine Eisschicht hat im Kühlschrank nichts zu suchen – also im Zweifel lieber die Temperatur ein bisschen höherstellen. Jedes Grad spart Strom, und 7 °C im Kühlschrank sind völlig ausreichend. Achtet darauf, dass ihr den Kühlschrank nicht überfüllt und dass er möglichst kühl und schattig steht – nicht neben Geräten, die Wärme abgeben (z. B. Waschmaschine). Entfernt außerdem regelmäßig den Staub auf dem Wärmetauscher an der Rückseite, um noch mehr Strom zu sparen. Außerdem gilt: Je kleiner der Kühlschrank, desto weniger Strom verbraucht er auch. Ungefähr 100–140 Liter Volumen sind für einen Single-Haushalt ausreichend, für jede weitere Person sollten etwa 50 Liter Volumen hinzukommen.

  • Idealerweise steht dieser im Keller oder zumindest schattig und fern von anderen warmen Geräten. Auch hier solltet ihr eine Eisschicht vermeiden. Eine Gefriertruhe spart Strom gegenüber einem Gefrierschrank, und das Gerät sollte nur so groß wie nötig sein. Faustregel: etwa 20–30 Liter Volumen pro Person.

  • Der Espressokocher für den Herd ist ein echter Stromfresser. Deutlich Stromsparen könnt ihr im Alltag mit einer French Press oder einem Handfilter.

  • Die Spülmaschine ist energiesparender als das Abwaschen mit der Hand. Noch mehr Strom spart ihr, wenn ihr sie nur voll beladen einsetzt, das Öko-Programm nutzt und, soweit möglich, auf die Vorwäsche verzichtet.

Frau macht Yoga im Wohnzimmer

Tipps zum Stromsparen in Wohn- und Schlafzimmer

Habt ihr schon LED oder schaut ihr noch in die Röhre? Und wie siehts beim Heizen aus? Erfahrt hier, wie ihr die größten Stromfresser im Zaum haltet:

  • Der größte Stromfresser im Wohn- oder Schlafzimmer ist der Fernseher. Der wichtigste Tipp zum Energiesparen lautet hier: Alte Röhren- oder auch Plasmageräte am besten durch LED-Fernseher austauschen. Diese steuern die LEDs nämlich einzeln an und schalten sie sogar ab, sobald sie nicht benötigt werden. Spätestens ab einer Bilddiagonale von 120 cm solltet ihr euch ein Gerät der besten Effizienzklasse gönnen. Außerdem gilt: Ein großes Gerät verbraucht mehr Strom als ein kleines. Per Faustregel könnt ihr die ideale Bilddiagonale mit etwa einem Drittel der Distanz zwischen Sofa und Fernseher berechnen.

  • Wer derzeit elektrisch heizt, kann durch eine Komplettumstellung auf ein anderes Heizsystem viel Strom sparen. Das ist aber nicht ohne Weiteres möglich. Wenn ihr eine Elektroheizung habt, achtet daher zumindest darauf, dass die Fenster beim Heizen geschlossen sind und dass ihr durch Stoßlüften möglichst wenig Wärme beim Heizen entweichen lasst.  

    Ihr habt eine alte Gas- oder Ölheizung? Dann prüft, ob eine Wärmepumpe nicht eine nachhaltigere Alternative sein könnte. Diese benötigt zwar auch Strom, produziert aber weitaus weniger CO₂.

Frau am Laptop vor dem Fenster

Energie sparen im Arbeitszimmer

Was bringt es, einen Laptop statt einer großen Kiste zu nutzen? Und wie könnt ihr smarter und energiesparender laden? Hier erfahrt ihr es:

  • Im Arbeitszimmer ist es vor allem der Computer, der viel Strom zieht. Wenn ihr vom Desktop-PC auf einen Laptop umsteigt, könnt ihr dadurch jede Menge Strom im Alltag sparen. Auch auf den Bildschirmschoner solltet ihr verzichten und stattdessen lieber den Energiesparmodus nutzen. Seht ihr noch gut, wenn ihr die Helligkeit etwas verringert? Auch das ist ein einfacher und effizienter Energiespar-Tipp.

  • Ob Smartphone oder Laptop: Alle Geräte, die regelmäßig geladen werden, solltet ihr nur dann aufladen, wenn sie mindestens zur Hälfte leer sind, und vom Netz trennen, sobald sie vollständig geladen sind. Auf diese Weise könnt ihr nicht nur Energie sparen, sondern auch die Lebensdauer des Akkus verlängern.

Auf einen Blick: So viel Strom könnt ihr pro Zimmer sparen

Mit nur wenigen Stromspar-Tipps könnt ihr einen echten Unterschied auf der Jahresabrechnung machen. Und nebenbei was Gutes für die Umwelt tun. Schaut mal, was ihr mit kostenfreien oder einmalig bezahlten Maßnahmen und minimalem Zeitaufwand erreichen könnt:⁵

ZimmerMaßnahmeKosten pro Jahr gespart (in einem 3-Personen-Haushalt)CO₂-Ausstoß pro Jahr reduziert
KücheBacken ohne Vorheizen und mit Restwärme20 €30 kg
Kochen nur mit Deckel20 €30 kg
Energieeffizienten Kühlschrank einsetzen70 €105 kg
Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig abtauen8 €12 kg
Küche gesamt118 €177 kg
BadezimmerWaschen ohne Vorwäsche7 €11 kg
Bei 30 °C statt bei 40 °C waschen17 €25 kg
Wäsche auf der Leine trocknen55 €85 kg
Öko-Programme nutzen33 €48 kg
Sparduschkopf (wenn Wasser mit Strom erwärmt wird)250 €365 kg
Temperatur beim Duschen oder Baden leicht absenken37 €55 kg
Badezimmer gesamt399 €589 kg
ArbeitszimmerLaptop statt PC nutzen18 €27 kg
Geräte erst laden, wenn es notwendig ist, und anschließend vom Netz trennen11 €16 kg
Arbeitszimmer gesamt29 €43 kg
Wohn- und SchlafzimmerAuf Standby-Modus verzichten115 €170 kg
LED-Lampen nutzen80 €120 kg
Geräte nur so groß wählen, wie es nötig ist30 €42 kg
Wohnzimmer gesamt225 €332 kg
Haushalt gesamt771 €1.081 kg
Haus mit Solaranlage in ländlicher Umgebung

Der beste Stromspar-Tipp für den Haushalt: eine Solaranlage

In Zeiten von steigenden Strompreisen entscheiden sich mehr und mehr Menschen dafür, sich unabhängig(er) vom Strommarkt zu machen. Mit einer Solaranlage könnt ihr Strom aus einer der wichtigsten Quellen erneuerbarer Energie beziehen: dem Sonnenlicht. Die Installation einer Solaranlage ist nicht nur für Eigentümer*innen, sondern auch für Mieter*innen möglich. In Kombination mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch an Strom, den ihr über eine Solaranlage decken könnt, noch steigern. Hier gibts mehr Infos zum LichtBlick Solar-Komplettpaket aus Solaranlage, Speicher und 100% ÖkoStrom.

Mehr zum Solar-Komplettpaket
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Quelle: Statista

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Quelle: Heizsparer

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Quelle: co2online

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Quelle: co2online

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Quelle: co2online

Hier ist alles gut fürs Klima – und für euch

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