Suche
KontaktMein Konto

Mit dem Durchlauferhitzer Kosten und Energie sparen

Ein Durchlauferhitzer zur Warmwasserbereitung kann hohe Stromkosten verursachen – wenn er falsch genutzt wird. Wie ihr euren Durchlauferhitzer in Bad oder Küche richtig einsetzt, und wie ihr damit eure Energiekosten senken könnt, erfahrt ihr im folgenden Ratgeber.


aktualisiert am28.09.26
LichtBlick
LichtBlick
8 MinutenLesezeit
Frau in der Badewanne

Was ist ein Durchlauferhitzer?

Ein Durchlauferhitzer ist ein Gerät zur Warmwasserbereitung. Es erhitzt das Wasser erst dann, wenn es am Waschbecken oder in der Dusche benötigt wird. Durchlauferhitzer findet man heutzutage oft in Altbauten, in denen es noch keine zentrale Warmwasserbereitung gibt. In den meisten Fällen werden Durchlauferhitzer mit Strom betrieben, es gibt aber auch gasbetriebene Varianten.

Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?

Je nach Modell eures Durchlauferhitzers benötigt ihr entweder Strom oder Gas für den Betrieb. Neuere elektronische Geräte arbeiten energieeffizienter als ältere hydraulische Varianten, die rund 30 Prozent mehr Strom verbrauchen.¹ Damit erhöhen sich auch eure Kosten im laufenden Betrieb. Je nach Modell, Leistung und Höhe der Strompreise müsst ihr im Jahr mit ungefähr 70 bis 2.100 Euro² Stromkosten rechnen.  

Ein Beispiel: Ihr verwendet einen Durchlauferhitzer mit 20 kW Leistung für rund 30 Minuten pro Tag zum Händewaschen, Duschen und Abwaschen. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh sähe die Rechnung dann wie folgt aus: 

Wie senkt ihr trotz Durchlauferhitzer euren Stromverbrauch?

Aussuchen könnt ihr euch die Warmwasserbereitung in einer Mietwohnung normalerweise nicht. Die gute Nachricht: Auch einen Durchlauferhitzer könnt ihr so smart nutzen, dass er möglichst wenig Energie verbraucht – und ihr damit eure Kosten senken könnt.

Drei Tipps, wie ihr mit eurem Durchlauferhitzer Kosten spart

Nicht nur in Zeiten steigender Strom- und Gaspreise wird es immer wichtiger, Energie und damit Kosten einzusparen: Ihr tragt so zu einem bewussteren Umgang mit Energie im Alltag bei. Die drei besten Tipps hat LichtBlick für euch zusammengestellt.

Illustration Durchlauferhitzer entkalken

Durchlauferhitzer regelmäßig entkalken

Wenn ihr in einer Gegend mit sogenanntem „harten“ Wasser wohnt, werdet ihr das Problem bereits kennen: Elektronische Geräte wie Wasserkocher, Spül- oder Waschmaschinen müssen regelmäßig entkalkt werden, damit sie richtig funktionieren. Auch beim Durchlauferhitzer ist das – je nach Härtegrad des Wassers – alle sechs Monate bis zwei Jahre sinnvoll. Denn Kalkablagerungen können dazu führen, dass das Wasser im Gerät nicht mehr richtig erwärmt wird. Achtung: Diese Aufgabe solltet ihr unbedingt einem Profi überlassen, denn anders als bei kleineren Haushaltsgeräten ist das Entkalken eines Durchlauferhitzers anspruchsvoller. Dies ist natürlich mit Zusatzkosten verbunden, die jedoch in der Regel dadurch aufgewogen werden, dass das Wasser im Gerät wieder effektiver aufgeheizt wird.
Illustration Durchlauferhitzer Temperatur einstellen

Die richtige Temperatur einstellen

Für den herkömmlichen Wasserbedarf in Waschbecken oder Dusche und beim Geschirrspülen reicht eine Wassertemperatur von durchschnittlich 39 Grad Celsius in der Regel aus. Die Temperatur stellt ihr direkt am Gerät ein. Damit verhindert ihr, dass das Wasser erst zu sehr erhitzt wird und später mit kaltem Wasser abgekühlt werden muss. Ob euch die festgelegte Temperatur reicht, stellt ihr direkt beim Duschen fest: Müsst ihr nicht nachregulieren, passt es. Habt ihr einen älteren Durchlauferhitzer, bei dem ihr die Temperatur nicht genau einstellen könnt, richtet sie am besten ungefähr auf mittlerer Position ein.
Symbolgrafik Durchlauferhitzer Energieeffizienzklassen

Auf Energieeffizienzklasse achten

Ältere Durchlauferhitzer funktionieren größtenteils hydraulisch, neuere Modelle elektronisch. Hydraulische Geräte erfordern eine Mindestdurchflussmenge an Wasser, bevor sie sich einschalten und das Wasser erwärmen. Elektronische Varianten hingegen verbrauchen bis zu 30 Prozent weniger Strom³ und arbeiten weitaus effizienter, da sie die gewünschte Temperatur sofort auf das Grad genau einstellen. 

Falls ihr ein altes Modell besitzt, bittet eure Vermietung darum, euren Durchlauferhitzer gegen ein neueres Modell auszutauschen. So könnt ihr gegebenenfalls euren Energieverbrauch senken und damit auch Kosten sparen.

Strom sparen? So geht’s!

Ihr wollt Strom sparen, wisst aber nicht, wie? LichtBlick hilft euch dabei, mit effektiven Tipps Energie und damit Kosten einzusparen.Stromsparstipps entdecken

Weitere Tipps zum Stromsparen mit einem Durchlauferhitzer

Damit ihr während der Nutzung des Durchlauferhitzers so viel Energie und so viele Kosten wie möglich spart, könnt ihr an vielen Stellschrauben drehen. Hier einige zusätzliche Tipps zum Stromsparen:

Frau sitzt am Laptop auf ihrem Balkon in der Sonne

Wechsel zu ÖkoStrom – 100 % aus Sonne und Wind.*

Durch den Wechsel zu LichtBlick entscheidet ihr euch für Strom aus 100 % erneuerbarer Energie mit Herkunftsnachweisen. Zudem könnt ihr von bis zu 24 Monaten Energiepreisgarantie profitieren. 

Noch Fragen? Hier gibt’s Antworten!

Seid ihr noch unsicher, ob ein Durchlauferhitzer für euch das Richtige ist? Im Folgenden findet ihr ein paar Antworten auf die häufigsten Fragen.

Weitere Artikel zu diesem Thema

Stromvergleich und passenden Ökostrom-Tarif* mit 100 % erneuerbarer Energie finden So einfach der geht der Stromvergleich mit LichtBlick. Postleitzahl und Haushaltsgröße angeben und Stromtarife vergleichen.Zum Artikel
Stromverbrauch berechnen: So ermittelt ihr euren EnergieverbrauchWisst ihr eigentlich, wie hoch der Strom­verbrauch in eurem Haus­halt ist? Berechnet ihn einfach mit dem Strom­verbrauchs­rechner von LichtBlick. Jetzt testen!Zum Artikel
Stromanbieter wechseln: Anleitung & Tipps für 2026Den Stromanbieter zu wechseln, dauert in Deutschland 2026 online nur wenige Minuten – der neue Anbieter übernimmt die Kündigung. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 37,20 Cent¹ pro Kilowattstunde lohnt sich ein Tarifvergleich. Hier erfahrt ihr Schritt für Schritt, wie der Wechsel funktioniert.Zum Artikel
4

Quelle: nuernberg.de, NDR

*

„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix