Heizung richtig ablesen: Tipps für alle Arten von Zählern

Auch wenn einmal im Jahr der Ableseservice kommt, ist es für euch sinnvoll, selbst den Zählerstand eurer Heizung abzulesen. So vermeidet ihr, dass falsche Werte festgestellt werden, und könnt Kosten sparen. Erfahrt hier, wie ihr den Heizungszähler, auch Heizkostenverteiler genannt, richtig ablest.


Heizungszähler ablesen

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Heizkostenverteiler ablesen: Alles, was ihr wissen müsst

Auch wenn der Messdienst ins Haus kommt, kann es für euch gleich mehrere Vorteile haben, selbst den Heizkostenverteiler bzw. den Wärmezähler für die Heizung abzulesen. Wo ihr diesen findet und was die Werte bedeuten, erfahrt ihr im Ratgeber.

Das Wichtigste beim Ablesen des Heizungszählers

Ihr habt es eilig? Dann findet ihr hier eine Kurzzusammenfassung. Weiter unten könnt ihr im Detail nachlesen, wie das Ablesen der Heizung gelingt.

  • Der Heizungszähler zeigt euch immer die tagesaktuellen Messwerte an.

  • Die Heizung selbst abzulesen, hilft euch, die Abrechnung zu prüfen und eure Heizkosten im Blick zu behalten.

  • Es gibt verschiedene Arten von Heizkostenverteilern, die unterschiedlich genau sind. 

  • Eine professionelle Ablesung ist immer nötig, auch wenn ihr selbst ablest.

Darum solltet ihr eure Heizung selbst ablesen

Die Werte, die euer Heizungszähler anzeigt, dienen als Grundlage für eure Heizkostenabrechnung. Daher ist es sinnvoll, euren Heizkostenverteiler selbst abzulesen – idealerweise am Stichtag. So könnt ihr nach dem Vier-Augen-Prinzip Fehler bei der Ablesung und damit zu hohe Kosten in eurer Abrechnung vermeiden.

Es lohnt sich aber auch, in regelmäßigen Abständen die Heizung abzulesen, um euren Verbrauch im Blick zu haben. So könnt ihr euren Energieverbrauch mit dem Vorjahr vergleichen und im Voraus berechnen, wie hoch eure Abrechnung ungefähr sein wird. Auch ein ungewöhnlich hoher Verbrauch – zum Beispiel wegen eines undichten Fensters – fällt euch schnell auf. Hier könnt ihr unter Umständen ebenfalls Geld sparen.

Wo befindet sich der Heizkostenverteiler?

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Heizungszählern: Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip, elektronische Heizungszähler und Wärmezähler. Die ersten beiden Arten werden direkt am Heizkörper angebracht. Der Wärmezähler befindet sich dort, wo die Wasserleitungen in die Wohnung oder in das Haus gelangen – oft im Keller, manchmal aber auch in der eigenen Wohnung.

Mehr zu Heizkostenverteilern

Die drei Arten von Heizungszählern im Detail

Heizungszähler, auch Heizkostenverteiler genannt, arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Darum geht ihr beim Ablesen der Heizung unterschiedlich vor – je nachdem, um welche Art es sich handelt.

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Diese Art von Zähler besteht aus einem kleinen Glasröhrchen, das nach oben hin offen ist. Im Inneren befindet sich eine Flüssigkeit, die unter Wärmeeinwirkung langsam verdunstet. Eine Skala zeigt an, wie viel Flüssigkeit bereits verdunstet ist. Auf dieser Basis wird der Verbrauch berechnet. Verdunstungszähler sind die ungenaueste Art, die Heizung abzulesen. Gerade an heißen Tagen verdunstet Flüssigkeit auch dann, wenn nicht geheizt wird.

elektronischer Heizungszähler

Elektronische Heizungszähler

Genauer sind elektronische Heizungszähler. Sie sind auch für Fachfremde deutlich leichter abzulesen. Die meisten Modelle haben zwei Sensoren: Der eine misst die Raumtemperatur, der andere die Temperatur des Heizkörpers. Aus der Differenz wird der Verbrauch berechnet. Das könnt ihr zwar nicht selbst tun, aber ihr könnt trotzdem die Heizung ablesen und so eure Verbrauchswerte mit denen aus dem Vorjahr vergleichen.

Wärmezähler

Wärmezähler

Wärmezähler für die Heizung erfassen die aktuellen Werte genau. Sie befinden sich nicht am Heizkörper, sondern sind in den Wasserkreislauf integriert. Sie erfassen, wie viel Wasser durch die Heizungsrohre fließt, und messen beim Ein- und Ausfließen die Temperatur. Die Differenz dient auch hier zur Berechnung des Verbrauchs. Da der Temperaturunterschied recht exakt festgestellt werden kann, entstehen hier kaum Ungenauigkeiten.

Elektronische Heizkostenverteiler ablesen: Was bedeuten die Werte?

Je nach Hersteller fallen die Anzeigenwerte von elektronischen Heizungszählern etwas anders aus. Auf den meisten Anzeigen werdet ihr aber einige oder alle der folgenden Kennzeichnungen finden. Mit ihrer Hilfe könnt ihr eure Heizung einfach selbst ablesen:

elektronischen Heizkostenverteiler ablesen
  • A: Dieser Buchstabe steht für den aktuellen Verbrauchswert. Jedes Mal, wenn eine Ableseperiode (meist von einem Jahr) vorüber ist, wird dieser Wert auf null zurückgesetzt.  

  • K: Dieses Datum gibt den Stichtag an, an dem die Ableseperiode endet. An diesem Tag werden die gesamten Werte des Zeitraums gespeichert und schließlich abgelesen. 

  • M und C: Diese beiden Buchstaben decken zusammen alle Bereiche der Anzeige ab. Damit wird sichergestellt, dass alle Zahlen korrekt angezeigt werden und es nicht zu Ablesefehlern kommt. 

  • M: Hier könnt ihr den Gesamtverbrauch des kompletten vergangenen Ablesezeitraums sehen. Ihr könnt den Wert nutzen, um euren aktuellen Verbrauch zu vergleichen.  

  • C: Hierbei handelt es sich um eine Prüfzahl. Sie wird aus dem Verbrauch des Vorjahres berechnet und stellt sicher, dass die Erfassung der Werte korrekt abgelaufen ist.

Achtung, Ablesefehler! Darauf solltet ihr achten

Fehler beim Ablesen können dazu führen, dass euer Verbrauch in der Heizkostenabrechnung höher angegeben wird, als er tatsächlich war. Allein deshalb solltet ihr regelmäßig selbst eure Heizung ablesen. Achtet auch darauf, dass Zähler am Heizkörper korrekt montiert sind: Sie müssen sich im oberen Drittel und dort in der Mitte des Heizkörpers befinden. Außerdem muss das Modell für eure Heizung geeignet sein – fragt im Zweifel beim Hersteller nach. 

Heizungszähler nach dem Verdunstungsprinzip sind für Fachfremde schwer abzulesen. Die Skala muss genau im rechten Winkel abgemessen werden – zumindest darauf könnt ihr am Ablesetag achten. Bei elektronischen Heizkostenverteilern passieren am häufigsten Fehler, weil die Messwerte falsch notiert werden. Daher empfiehlt es sich, selbst die Heizung abzulesen und anschließend die Werte zu vergleichen.

Verbrauch zu hoch? So spart ihr Energie.

Wenn alles korrekt abgelesen wurde und die Werte dennoch hoch sind, bleibt nur eines: Energie sparen. Diese Tipps helfen euch dabei.

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Noch Fragen? Hier gibt's Antworten

Ihr wollt noch mehr über das korrekte Ablesen der Heizung erfahren? Hier findet ihr Antworten auf häufig gestellte Fragen.

  • Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Auch Ablesedienste machen nicht immer alles richtig. Wenn ihr selbst euren Heizungszähler ablest, fallen Fehler auf und ihr könnt gegebenenfalls eine Korrektur der Abrechnung anfordern. Aber auch im Alltag ist es hilfreich, die Heizung abzulesen: So merkt ihr sofort, wenn euer Verbrauch ansteigt, und könnt bei Bedarf Tipps zum Energiesparen umsetzen.

  • In der Heizkostenverordnung ist genau festgelegt, wie Heizkosten berechnet werden. Dort steht zum Beispiel, in welchen Räumen Zähler angebracht werden müssen und wo darauf verzichtet werden kann. Außerdem regelt die Heizkostenverordnung, dass mindestens die Hälfte eurer Heizkosten auf eurem tatsächlichen Verbrauch basieren muss – der restliche Anteil darf nach Wohnfläche berechnet werden.

  • Beide Wörter stehen für das gleiche: Ein Gerät, das bestimmte Werte eurer Heizung erfasst. Auf diesen Werten basierend wird dann der Energieverbrauch ermittelt, der wiederum Grundlage für die Heizkostenabrechnung ist. Es gibt unterschiedliche Arten von Heizkostenverteilern bzw. -zählern.