Dezemberhilfe, Preisbremsen & Co: Entlastungen für Kund*innen


Das Wichtigste im Überblick

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Kein Dezemberabschlag für Gas

LichtBlick zieht kein Geld von eurem Konto ein bzw. ihr könnt eure Überweisung pausieren. Ihr habt schon überwiesen? Eine Rücküberweisung erfolgt nicht. Die Entlastung wird in der nächsten Rechnung gut geschrieben. In jedem Fall: Kein To Do für euch. LichtBlick kümmert sich um alles.

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Strompreisbremse

80 % eures Stromverbrauchs kosten euch nächstes Jahr 40 Ct/kWh, auch wenn euer Tarif (Arbeitspreis) höher ist.¹ Hier gilt die Verbrauchsmenge aus 2022 als Referenz. Noch ein Grund fürs Energiesparen zu Hause.

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Gaspreisbremse

80 % eures Gasverbrauchs kosten euch nächstes Jahr 12 ct/kWh, auch wenn euer Tarif (Arbeitspreis) höher ist.² Als Referenz dient der im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch. Energiesparen lohnt sich also auch bei Gas.

Der Entlastungsrechner

Ihr wollt wissen, wie viel ihr mit der von der Bundesregierung geplanten Strom- bzw. Gaspreisbremse 2023 spart? Hier könnt ihr's durchrechnen:

Wichtig

Sobald die Strom- und Gaspreisbremse in den nächsten Wochen gesetzlich beschlossen sind, werden sie natürlich in eurem Abschlag berücksichtigt. Aktueller Stand ist, dass die Preisbremsen – und damit auch die Entlastungen – ab März 2023 rückwirkend für Januar und Februar gelten.

Das bedeutet: Dein Entlastungsbetrag für Januar und Februar wird mit deinem Märzabschlag verrechnet. Ab März werden dann die monatlichen Entlastungen für den jeweiligen Monat berücksichtigt. Heißt: Ab dann reduziert sich auch dein Abschlag entsprechend.

Bei Gaskund*innen ist uns aktuell ein Fehler in der Berechnung des Abschlags ab 01.01.2023 unterlaufen. Ihr erhaltet noch in diesem Jahr eine Aktualisierung. Es ist davon auszugehen, dass der neue Abschlag (deutlich) geringer ausfällt. Die Entlastung durch die Gaspreisbremse folgt ab März.

handshake

Aufgrund der Energiekrise und gestiegener Energiepreise hat die Bundesregierung einige rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen, die Bürger*innen entlasten sollen. Dazu gehört auch die Soforthilfe Dezember für Gaskund*innen.

Die Soforthilfe schafft einen Ausgleich für die gestiegenen Energierechnungen im Jahr 2022 und überbrückt die Zeit bis zur geplanten Einführung der Gaspreisbremse im Frühjahr 2023. Auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)³ findet ihr dazu weitere Informationen.

  • Ihr müsst keinen Dezemberabschlag bezahlen. LichtBlick wird euch diesen Abschlag also nicht abbuchen.

  • In der nächsten Turnusabrechnung, die den Monat Dezember umfasst, wird euch der sogenannte endgültige Entlastungsbetrag gutgeschrieben. Dieser kann vom Abschlagsbetrag abweichen. Aber wie wird er genau ermittelt? Die Antwort und weitere konkrete Infos zu kommenden Entlastungen, bekommt ihr in den unten stehenden FAQ.

Ihr habt Fragen? Wir haben das Wichtigste für euch zusammengefasst:

Dezemberabschläge Gas

  • Preisanpassungen und Preisbremsen sind zwei unterschiedliche Maßnahmen. Die Preisanpassungen muss LichtBlick aufgrund der gestiegenen Marktpreise für Energie vornehmen. Eine solche, turnusgemäße Maßnahme benötigt monatelange Vorlaufzeiten, Berechnungen, technische Anpassungen usw. Diese Prozesse laufen bei LichtBlick immer jährlich ab.

    Die Gas- bzw. Strompreisbremse ist eine Maßnahme der Bundesregierung und losgelöst von der turnusgemäßen Preisanpassung. Dass und in welchem Umfang Preisbremsen kommen, war zum Zeitpunkt der Preisanpassung noch nicht klar. Beschlossen werden diese Maßnahmen auch erst Mitte Dezember. LichtBlick hat also keine Preisanpassung durchgeführt, um mit den kommenden Preisbremsen Gewinn zu machen, sondern um das neue Marktgeschehen seit Anfang des Jahres abzubilden.

    Wir begrüßen die Maßnahmen der Bundesregierung sehr und halten euch über alle Entlastungen hier auf dem Laufenden.

  • Die Dezemberhilfe gilt für alle Kund*innen mit einem Standartlastprofilzähler sowie für Kund*innen mit registrierender Leistungsmessung bei einem Verbrauch von unter 1,5 Millionen Kilowattstunden, die am 01.12.2022 durch LichtBlick beliefert werden.

  • Um schnell für Entlastung zu sorgen, finanziert der Staat im Dezember eine Abschlagszahlung für Gaskund*innen (sog. „Vorläufige Leistung“). Sofern deine Abschläge per Lastschriftverfahren eingezogen werden, wird dieses für Dezember ausgesetzt. Wenn du deinen Abschlag selbst überweist, kannst du ihn entweder einmalig aussetzen oder trotzdem überweisen. Dann verrechnet LichtBlick das mit der nächsten Turnusabrechnung.

  • Der endgültige Entlastungsbetrag, den die Bundesregierung übernimmt, entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs. Dabei wird der Gaspreis im Dezember berücksichtigt.

    Denn überspitzt formuliert hat der monatliche Abschlag nichts damit zu tun, wie viel ein*e Kund*in diesem Monat wirklich heizt – beispielsweise im heißen August. Der Abschlag legt lediglich die Jahresrechnung gleichmäßig auf alle Monate um. Deswegen wird streng genommen ein Zwölftel dessen, was der Gas-Anbieter als voraussichtlichen Jahresverbrauch für den Anschluss festgestellt hatte, übernommen. In der Jahresendabrechnung wird das schließlich mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnet.

    Wichtig: Der Entlastungsbeitrag darf nicht mit anderen Ansprüchen verrechnet werden. Die Idee des Gesetzgebers ist eine konkrete finanzielle Entlastung für den Dezember zu schaffen.

  • Der Entlastungsbetrag wird in der nächsten Turnusabrechnung entsprechend ausgewiesen.

  • Der Gesetzgeber sieht vor, dass sich die Entlastung auf Grundlage des prognostizierten Jahresverbrauchs im September berechnet. Danach auftretende Veränderungen im Jahresverbrauch werden – Stand jetzt – nicht berücksichtigt.

  • Wenn es keine Verbrauchsprognose von LichtBlick aus dem September als Grundlage gibt, wird die des Vorversorgers berücksichtigt.

  • Auf unseren Ratgeberseiten haben wir viele nützliche Tipps zum Energiesparen zusammengefasst. Zum einen, wie du generell Gas im Haushalt einsparen kannst, aber auch - und das ist gerade jetzt im Winter wichtig - zum Thema Richtig heizen.

Gaspreisbremse

  • Die eigentliche Gaspreisbremse soll von März 2023 bis mindestens Ende April 2024 greifen. Kund*innen wird dann für eine Grundmenge an Gas (80 Prozent des Verbrauchs) ein staatlicher Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde (inklusive aller staatlicher Preisbestandteile) garantiert. Der Verbrauch, der über diese Grundmenge hinaus geht, wird zum gültigen Tarif des Kunden bzw. der Kundin abgerechnet.

    In unserem Entlastungsrechner auf dieser Seite könnt ihr selbst ausrechnen, was das für euren Verbrauch und euren Tarif bedeutet.

  • 80 Prozent eures im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs kosten euch nächstes Jahr 12 Ct/kWh*, auch wenn euer Tarif (Arbeitspreis) höher ist. Sobald die Gaspreisbremse in den nächsten Wochen gesetzlich beschlossen ist, berücksichtigt LichtBlick das entsprechend.

  • Alle Menschen, die mehr als 12 Cent pro Kilowattstunde zahlen, fallen mit ihrem Tarif unter die Gaspreisbremse.

  • Ein Rechenbeispiel:
    Ihr habt als vierköpfige Familie einen Jahresverbrauch von 15.000 kWh Gas. Früher habt ihr nur 12 Cent für eine Kilowattstunde gezahlt. Wegen der gestiegenen Energiekosten sind es jetzt 22 Cent.

    Ohne die Gaspreisbremse wären das für euch 275 Euro pro Monat. 125 Euro mehr als bisher.

    Mit der Gaspreisbremse sind es 175 Euro pro Monat – eine Ersparnis um rund 100 Euro. Pro Monat.

    Und: Die Bremse belohnt Energiesparen. Wenn ihr als Familie 20 Prozent Gas einspart, werden 120 Euro pro Monat fällig. Das sind sogar 30 EUR weniger als bisher. Obwohl sich der Gaspreis nahezu verdreifacht hat.

  • Sofern Kund*innen über den 80% ihres prognostizierten Jahresverbrauchs liegen, zahlen sie für den darüber hinaus gehenden Verbrauch ihren regulären Gastarif. In unserem Entlastungsrechner könnt ihr selbst ausrechnen, was das für euren Verbrauch und euren Tarif bedeutet.

  • Ja, der staatliche garantierte Bruttopreis gilt auch nach Preisanpassungen für 80 Prozent des Verbrauchs. Alles, was darüber hinaus geht, kostet dann so viel wie der neue Tarif.

Strompreisbremse

  • Ähnlich wie bei der Gaspreisbremse soll auch hier ein festgelegter gesetzlicher Strompreis für einen bestimmten Basisverbrauch greifen. Das soll durch die Abschöpfung von „Zufallsgewinnen“ bei Stromerzeugern – möglicherweise auch rückwirkend – finanziert werden.

  • 80 Prozent eurer Stromverbrauchsmenge 2022 kosten euch nächstes Jahr 40 Ct/kWh*, auch wenn euer Tarif (Arbeitspreis) höher ist. Sobald die Strompreisbremse in den nächsten Wochen gesetzlich beschlossen ist, berücksichtigt LichtBlick das entsprechend.

    In unserem Entlastungsrechner auf dieser Seite könnt ihr ganz konkret selbst ausrechnen, was das für euren Verbrauch und euren Tarif bedeutet.

  • Auch hier ein Rechenbeispiel:
    Ihr verbraucht als vierköpfige Familie 4.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Früher habt ihr nur 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Aufgrund der hohen Preise auf dem Energiemarkt zahlt ihr jetzt in eurem Tarif 50 Cent.

    Ohne Energie zu sparen, zahlt ihr dank der Strompreisbremse statt der eigentlich fälligen 188 Euro pro Monat nur 158 Euro.

    Und: Wenn ihr Energie spart, belohnt das die Strompreisbremse sogar! Bei 20 Prozent weniger Verbrauch zahlt ihr nur 120 Euro. Das sind gerade mal 7 Euro mehr als bisher.

  • Sofern Kund*innen über den 80% ihres prognostizierten Jahresverbrauchs liegen, zahlen sie für den darüber hinaus gehenden Verbrauch ihren regulären Stromtarif. In unserem Entlastungsrechner könnt ihr selbst ausrechnen, was das für euren Verbrauch und euren Tarif bedeutet.

  • Ja, der staatliche garantierte Bruttopreis gilt auch nach Preisanpassungen für 80 Prozent des Verbrauchs. Alles, was darüber hinaus geht, kostet dann so viel wie der neue Tarif.

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nach aktuellem Gesetzesentwurf

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nach aktuellem Gesetzesentwurf