Checkliste für euren Umzug: Fristen, Tipps und Vorbereitung

Euer Umzug steht an, doch bei aller Vorfreude kann er auch ganz schön stressig werden. Mit der richtigen Planung könnt ihr das vermeiden. Auf dieser Seite findet ihr eine ausführliche Anleitung für die komplette Umzugsplanung von A bis Z. Und dazu gibts noch eine praktische Checkliste zum Abhaken. Damit fällt es euch viel leichter, euren Umzug zu organisieren und an alles zu denken.


zwei Frauen beim Karton packen für den Umzugzwei Frauen beim Karton packen für den Umzug

Auf einen Blick: Umzugsplanung im Schnelldurchlauf

Manchmal kommt so ein Umzug doch schneller als gedacht. Gut, wenn ihr dann einen Plan zur Hand habt, der die wichtigsten Schritte bei der Umzugsplanung festhält. Nachfolgend findet ihr die wichtigsten Tipps für euren Umzug übersichtlich nach Zeitplan sortiert. Die Checkliste könnt ihr euch auch als PDF herunterladen – einfach abhaken und entspannt umziehen!

Checkliste herunterladen

Schritt für Schritt den Umzug planen: die kurze Checkliste

Hier eure grundlegende To-do-Liste für den Umzug:

ZeitplanWas ist für den Umzug zu beachten?
2–4 Monate vor dem Umzug: erste Vorbereitungen• alten Mietvertrag kündigen
• eventuelle Renovierungsarbeiten planen
• Strom ummelden und ggf. den Stromanbieter wechseln
• Umzugsmitteilung an die Deutsche Post senden
• Telefon-, Kabel- und Internetanschluss ummelden
1 Monat vor dem Umzug: konkrete Umzugsplanung• Umzugsunternehmen beauftragen oder geeignete Helfer*innen finden
• Umzugskartons und Verpackungsmaterial organisieren
• alte Möbel verkaufen bzw. Sperrmüll entsorgen
• Termin für die Wohnungsübergabe vereinbaren
• Einrichtung für die neue Wohnung planen
1–2 Wochen vor dem Umzug: auf den Umzugstag vorbereiten• Umzugskisten packen und mit vorgesehenem Zimmer beschriften
• Möbel abbauen und Werkzeuge für den Umzugstag bereitlegen
• Renovierungsarbeiten (ggf. in beiden Wohnungen) durchführen
• persönliche Unterlagen, Wertgegenstände und Notfallkoffer packen
• Schlüssel auf Vollständigkeit prüfen
am Tag vor dem Umzug: letzte Vorbereitungen• Verpflegung für Umzugshelfer*innen einkaufen
• persönliche Unterlagen und Wertgegenstände bereitlegen
• Notfallkoffer bereitstellen
• Schilder für Halteverbotszonen aufstellen
• aufzeichnen, wo die Möbel in der neuen Wohnung stehen sollen
am Umzugstag: den Überblick behalten• Umzugshelfer*innen einweisen und Verpflegung sicherstellen
• Briefkasten leeren
• Kühlschrank abtauen und geöffnet lassen
• Gas-, Wasser- und Stromzähler ablesen
• Kontrollgang durch die Wohnung machen
nach dem Umzug: in der neuen Wohnung ankommen• Ummeldungen vornehmen
• Endreinigung und Übergabe der alten Wohnung
• innerhalb von zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt melden
• an die Mietkaution der alten Wohnung denken
• Hausratversicherung anpassen

Neue Wohnung oder neues Haus? Eure detaillierte Checkliste für den Umzug

Nutzt die folgende Umzugsliste als Vorlage, damit ihr wirklich nichts vergesst. Hier findet ihr jede Menge Tipps zum Umzug – und der Zeitplan hilft euch, rechtzeitig alle Vorbereitungen zu treffen.

  • Es geht los mit der Planung für euren Umzug: Legt jetzt vor allem Termine für wichtige To-dos fest, um euren Umzug so zu organisieren, dass alles stressfrei abläuft.  

    • Legt den genauen Umzugstermin fest. 

    • Kündigt den Mietvertrag für die alte Wohnung. Tipp: Ladet euch hier ein Musterkündigungsschreiben herunter.  

    • Prüft anhand des Mietvertrags, welche Renovierungsarbeiten ihr noch durchführen müsst, und plant diese mit festem Termin ein. 

    • Überweist die Mietkaution für die neue Wohnung und klärt, ob und wann ihr die Kaution für die alte Wohnung zurückerhaltet.  

    • Berechnet die ungefähren Umzugskosten.  

    • Beantragt Urlaub für den Umzugstag und stellt eine Kinder- und/oder Haustierbetreuung sicher. Tipp: Es ist leider ein Mythos, dass ihr Anspruch auf Sonderurlaub bei einem Umzug habt. Manche Unternehmen haben aber interne Regelungen dazu – es lohnt sich also nachzufragen.  

    • Kümmert euch um die Ummeldung des Stroms. Vielleicht ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, den Stromanbieter zu wechseln und auf ÖkoStrom umzusteigen?

    • Stellt einen Nachsendeantrag bei der Deutschen Post.  

    • Kündigt die Verträge für Kabel-, Telefon- und Internetanschluss oder nehmt die notwendigen Anpassungen vor.  

    • Holt Angebote von Umzugsunternehmen ein oder haltet nach geeigneten Umzugshelfer*innen Ausschau.  

    • Messt Transportwege aus. So stellt ihr sicher, dass Möbel durch die Türen passen, im Fahrstuhl oder im Treppenhaus transportiert werden können.  

    • Beginnt mit der Entrümpelung, insbesondere im Keller, auf dem Dachboden und in Abstellkammern.

  • Damit der Umzug so leichtgewichtig wie möglich wird, beginnt ihr am besten schon jetzt mit dem Ausmisten. Was nicht mehr gebraucht wird, kann auch schon in erste Umzugskisten wandern. 

    • Beauftragt jetzt das Umzugsunternehmen oder vereinbart feste Termine mit euren Umzugshelfer*innen. 

    • Besorgt euch Umzugskartons und Verpackungsmaterial wie Klebeband, Luftpolsterfolie, Zeitungen etc. 

    • Hebt alle Belege über Kosten auf, die für Transport, Renovierung, Kartons etc. anfallen. Manche Umzugskosten könnt ihr von der Steuer absetzen, zum Beispiel bei einem berufsbedingten Umzug. 

    • Verkauft eure nicht mehr benötigten Möbel, spendet sie an soziale Einrichtungen oder beantragt Sperrmüll. 

    • Beschafft die notwendige Einrichtung für die neue Wohnung. Tipp: Haltet auf Flohmärkten oder im Internet nach gebrauchten Möbeln Ausschau. Wenn ihr eure Konsumausgaben um 50 % senkt, spart ihr damit bis zu 2 Tonnen CO₂ ein – ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben.

    • Fangt an, die ersten Umzugskisten mit Gegenständen zu füllen, die ihr bis zum Umzug erstmal nicht mehr braucht.  

    • Beantragt eine Halteverbotszone vor beiden Wohnungen für den Tag des Umzugs. 

    • Vereinbart Termine für die Wohnungsübergaben mit beiden Vermieter*innen.  

    • Beauftragt eventuell eine Reinigungsfirma für die Endreinigung der alten Wohnung.  

  • Das große Packen geht los! Bestimmt steigt auch schon die Vorfreude auf die neue Wohnung. Jetzt geht es auch um konkrete Vorbereitungen, damit am Umzugstag alles glatt läuft. 

    • Braucht langsam alle Lebensmittelvorräte auf, damit sie nicht weggeworfen werden müssen bzw. ihr sie beim Umzug nicht mitnehmen müsst.  

    • Fangt an, die Umzugskartons zu packen. Beachtet dabei die Tipps zum richtigen Packen von Umzugskisten.  

    • Beginnt damit, Möbel abzubauen und so zu lagern, dass sie am Umzugstag leicht transportiert werden können. 

    • Tragt das passende Werkzeug zusammen, das ihr am Umzugstag für den Ab- und Aufbau der letzten Möbel braucht. 

    • Führt – falls notwendig – die Renovierungsarbeiten in der alten und in der neuen Wohnung durch. 

    • Überprüft, ob alle Schlüssel vollständig sind – Wohnung, Briefkasten, Keller, Garage etc. 

    • Sammelt alle persönlichen Unterlagen und Wertgegenstände an einem Platz. 

    • Stellt einen Notfallkoffer zusammen, der alles Wichtige für die Tage vor und nach dem Umzug bereithält: ein Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel, Kleidung für eine Nacht, Messer, Schere, Kugelschreiber, Ladegerät für das Handy, Mülltüten, Flaschenöffner etc.

  • Morgen ist es soweit! Die letzten Vorbereitungen auf der Umzugscheckliste stellen sicher, dass ihr am großen Tag alles zur Hand habt und der Transport reibungslos klappt.  

    • Bereitet Verpflegung für eure Umzugshelfer*innen vor. Denkt auch an Getränke! 

    • Legt alle persönlichen Unterlagen und Wertgegenstände so bereit, dass ihr sie am nächsten Tag schnell zur Hand habt. 

    • Taut Kühlschrank und Tiefkühltruhe ab. 

    • Richtet vor der alten und vor der neuen Wohnung die Halteverbotszonen ein, indem ihr die Schilder aufstellt und/oder die Zonen mit Flatterband markiert. 

    • Zeichnet genau auf, wo in der neuen Wohnung die Möbel platziert werden sollen, damit eure Umzugshelfer*innen Bescheid wissen.  

    • Deckt die Fußböden ab, etwa mit Vlies, um sie vor Schäden zu schützen.

  • Habt ihr die Checkliste für euren Umzug bisher sorgfältig abgearbeitet, wird heute alles leicht von der Hand gehen und ihr könnt entspannt umziehen. Hier die letzten To-dos dafür: 

    • Bringt Kinder und Haustiere unter.  

    • Überprüft, ob die Halteverbotszonen noch abgesteckt sind.  

    • Weist eure Umzugshelfer*innen ein und stellt deren Verpflegung sicher.  

    • Haltet in beiden Wohnungen die wichtigsten Dinge wie Toilettenpapier, ein paar Handtücher, Seife etc. bereit.  

    • Leert den Briefkasten.  

    • Lest in beiden Wohnungen die Zählerstände für Gas, Wasser und Strom ab. 

    • Trennt Kühlschrank und Gefriertruhe vom Netz und lasst sie offen stehen.  

    • Macht zuletzt einen Kontrollgang durch die gesamte Wohnung.  

    • Nehmt alle Unterlagen, Wertgegenstände und den Notfallkoffer mit, wenn ihr die Wohnung verlasst. 

    • Notiert eventuell beim Umzug entstandene Schäden, damit ihr sie der Versicherung melden könnt.  

    • Denkt daran, Namensschilder zu entfernen bzw. in der neuen Wohnung anzubringen.

  • Willkommen im neuen Zuhause! Jetzt ist etwas Zeit zum Verschnaufen. Trotzdem gibt es noch ein paar Tipps, damit ihr den Umzug wirklich sauber abschließt. 

    • Reinigt die alte Wohnung gründlich. 

    • Haltet den Termin zur Wohnungsübergabe ein und bringt dazu ein Übergabeprotokoll, eine Kamera und ggf. Zeug*innen mit.

    • Meldet den neuen Wohnsitz innerhalb von zwei Wochen dem Einwohnermeldeamt/Bürgeramt. 

    • Informiert wichtige Stellen und Vertragspartner über den Umzug, zum Beispiel euren Arbeitgeber, die Krankenkasse, Banken, Versicherungen, die GEZ, das Finanzamt, die Kfz-Zulassungsstelle, den Hausarzt, die Kindertagesstätte bzw. die Schule der Kinder, Vereine, Vertragspartner bei Abonnements etc.  

    • Klärt mit der*dem ehemaligen Vermieter*in, wann die Kaution zurückgezahlt wird.  

    • Passt die Daueraufträge für die Mietzahlungen an.  

    • Denkt daran, die Hausratversicherung an die neue Wohnung anzupassen.  

    • Prüft, ob ihr Umzugskosten von der Steuer absetzen könnt.  

    • Und zu guter Letzt: Plant eure Einweihungsparty

Tipp:

Ihr mögt es möglichst einfach? Holt euch kostenlos die Checkliste für euren Umzug im PDF-Format zum Abhaken!

Zum Download
Frau beim Karton packen für Umzug

So packt ihr Umzugskisten richtig

„Unten schwer, oben leicht“ – so lautet das Mantra beim Packen von Umzugskisten. Damit alles unbeschadet bleibt, solltet ihr die Kisten mit maximal 20 Kilo beladen. Füllt sie am besten nur zur Hälfte mit schwerem Material und nutzt als Füllmaterial Bettwäsche, Handtücher, Kleidung und andere weiche, flexible Materialien. So stellt ihr auch sicher, dass die Grifflöcher der Kartons frei bleiben. Wichtig: Für manche Gegenstände wie Bücher und Gläser gibt es spezielle Kartons, die zusätzlich geschützt oder verstärkt sind. Vorsicht vor alten Zeitungen als Packmaterial: Die Druckerschwärze kann abfärben!

Was muss ich beim Umzug beachten?

Hier findet ihr die Antworten auf eure Fragen.

  • Wie viel ein Umzug kostet, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie viel muss transportiert werden? Beauftragt ihr ein Unternehmen oder „nur“ Freund*innen? Wie weit zieht ihr weg? Werden neue Möbel benötigt? Wie umfangreich ist die Renovierung? Eine Liste hilft euch, die Umzugskosten zu kalkulieren.

  • Für Kinder ist ein Umzug besonders aufregend. Damit sie entspannt im neuen Zuhause ankommen, organisiert ihr am besten eine Betreuungsperson für den Umzugstag, die mit ihnen einen aktiven Tag verbringt, sodass die Kids abends gut schlafen können. Das neue Bett sollte dem alten möglichst ähnlich sein – dabei sind vertraute Gegenstände oder auch Gerüche zur Eingewöhnung wichtig. Denkt ans Lieblingskuscheltier!

  • Der Umzug selbst ist problemlos an einem Tag zu erledigen. Damit an diesem Tag wirklich alles glatt geht, solltet ihr aber schon mehrere Monate bzw. Wochen vorher mit der Umzugsplanung beginnen. Ladet euch die Checkliste für euren Umzug in die neue Wohnung herunter und hakt einfach ab, was schon erledigt ist.

  • Wenn ihr umzieht, müsst ihr den Stromanbieter nicht wechseln. Allerdings ist es wichtig, die Zählerstände am Umzugstag abzulesen und eurem Anbieter mitzuteilen. Ihr bekommt dann eine Abschlussrechnung für die alte Wohnung.

  • In Deutschland gibt es leider keinen gesetzlich geregelten Anspruch auf Sonderurlaub für einen Umzug. Das heißt: Ihr müsst euren Umzug auf einen arbeitsfreien Tag legen oder „normalen“ Urlaub beantragen. Allerdings sind manche Arbeitgeber*innen da sehr kulant oder haben sogar Sonderurlaub als Benefit im Vertrag. Warum also nicht mal nachfragen?

Alles zum Abhaken: die Checkliste für euren Umzug

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