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  • Welche Wärmepumpe passt zu meinem Haus?

    Im Neubau sind Wärmepumpen heute die am häufigsten installierten Heizungen. Nicht ohne Grund, denn sie sind sparsam und klimafreundlich. Aber auch in Bestandsbauten lassen sich Wärmepumpen effizient einsetzen. Wie ihr die passende Wärmepumpe findet, erfahrt ihr hier. 


    8 MinutenLesezeit
    gebäudeenergiegesetz

    Die richtige Wärmepumpe wählen

    Damit ihr bei euch zuhause effizient heizen könnt, müssen Art und Größe eurer Wärmepumpe genau zu eurer Immobilie passen. Bei der Auswahl der richtigen Wärmepumpe solltet ihr sowohl den Zustand eurer Immobilie, die Gegebenheiten vor Ort, eure finanzielle Situation sowie den Dämmstandard eures Hauses in eure Überlegungen einbeziehen. Doch keine Sorge, ihr müsst das nicht allein entscheiden: LichtBlick unterstützt euch bei der Wahl der richtigen Wärmepumpe. Im Folgenden lest ihr, was ihr beachten solltet, bevor ihr eine Entscheidung trefft.

    So viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe

    Im Überblick: Arten von Wärmepumpen und ihre Funktion

    Wärmepumpen nutzen die Energie der Umwelt, um wohlige Wärme für euer Zuhause zu erzeugen. Als Energiequellen stehen die Luft, das Erdreich und das Grundwasser zur Verfügung. Je nachdem, welche Wärmequelle die Wärmepumpe anzapft, unterscheidet man drei verschiedene Arten:  

    • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme, verdichtet diese und gibt sie anschließend an das Heizungswasser ab. Wie das genau funktioniert, lest ihr im Ratgeber über Luftwärmepumpen. Auch im Winter erzeugen Luftwärmepumpen noch Wärme. In Ausnahmefällen kann es an besonders kalten Tagen notwendig sein, einen zweiten Wärmeerzeuger zuzuschalten, etwa einen elektrischen Heizstab. Damit dieser möglichst wenig läuft, sollte das Haus gut gedämmt sein.  

    • Sole-Wasser-Wärmepumpe: Sole ist eine frostsichere Flüssigkeit, die die im Erdreich gespeicherte Wärme aufnehmen kann. Zur Wärmegewinnung kommen entweder oberflächennah verlegte Erdkollektoren oder Erdsonden, die bis zu 100 m tief in die Erde reichen, zum Einsatz. Die Wärmepumpe selbst wird im Haus aufgestellt. Ausführliche Infos zur Funktionsweise einer Erdwärmepumpe erhaltet ihr in einem separaten Ratgeber. 

    • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe bezieht ihre Energie aus dem Grundwasser. Das Grundwasser ist ein hervorragender Energiespeicher – es weist das ganze Jahr über Temperaturen von mehr als 10 °C auf. Deshalb arbeiten Grundwasser-Wärmepumpen sehr effizient. Sie lohnen sich vor allem dann, wenn ein hoher Wärmebedarf gedeckt werden muss, beispielsweise in einem Zweifamilienhaus. Voraussetzung für die Nutzung dieser Wärmepumpe ist, dass das Grundwasser in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist. Zur Installation der Wärmepumpe müssen zwei Brunnen gebohrt werden, für die ihr eine Genehmigung benötigt. 

    Klimafreundlich heizen mit der Wärmepumpe

    Wärmepumpen arbeiten im Prinzip wie Kühlschränke – nur umgekehrt. Sie entziehen der Umwelt Wärme und machen diese zum Heizen nutzbar. Ihr fragt euch, wie das geht?

    So funktioniert eine Wärmepumpe

    Wärmepumpen im Neubau

    Im Neubau kommen häufig Luft-Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz. Das liegt vor allem daran, dass die Außenluft als Wärmequelle sofort zur Verfügung steht und nicht erst durch aufwendige Erdarbeiten erschlossen werden muss. Neubauten bieten dank des hohen gesetzlich vorgeschriebenen Dämmstandards ideale Voraussetzungen für den effizienten Betrieb einer Luftwärmepumpe. Zudem lassen sie sich bereits von vornherein mit passenden Heizkörpern ausstatten. 

    Trotzdem ist es sinnvoll, vorab zu prüfen, ob eine Erd- oder eine Wasserwärmepumpe umsetzbar ist. Geothermie und Grundwasser sind als Wärmequellen ergiebiger als die Außenluft. Im Gegensatz zu Luftwärmepumpen müssen Erd- und Wasserwärmepumpen geringere Temperaturdifferenzen überbrücken. Dadurch verbrauchen sie weniger Strom. Zudem ist die Geräuschentwicklung geringer. Die notwendigen Erdarbeiten lassen sich meist im Rahmen der Grundstückserschließung ohne großen Mehraufwand durchführen. Welche Wärmepumpe ihr wählt, ist natürlich auch eine finanzielle Frage, denn die Erschließung der Wärmequelle kann teuer sein. Förderungen für Wärmepumpen unterstützen bei der Finanzierung. 

    Wärmepumpen im Altbau

    Grundsätzlich können Wärmepumpen auch im Altbau installiert werden. Für einen wirtschaftlichen Betrieb muss das Gebäude aber einige Bedingungen erfüllen. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur des Heizungswassers. Es gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter kann eine Wärmepumpe arbeiten. Dazu aber später mehr. 

    Damit die Wärmepumpe eine möglichst hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) bzw. Effizienz erreicht, braucht ihr zum einen eine gute Dämmung und zum anderen bestenfalls Heizkörper mit einer großen Oberfläche. Ideale Partner für eine Wärmepumpe sind Fußbodenheizungen. Diese lassen sich im Altbau jedoch nur mit großem Aufwand nachrüsten. Als Alternativen bieten sich Wand- und Deckenheizungen, große Plattenheizkörper oder spezielle Niedertemperaturheizkörper an, die auf den Betrieb mit einer Wärmepumpe ausgelegt sind. 

    Wenn ihr euren Altbau mit einer Wärmepumpe beheizen möchtet, stehen euch alle Wärmequellen offen. Am einfachsten lassen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Außenaufstellung installieren. Der Aufwand für den Umbau ist gering: Ihr braucht lediglich eine dünne Durchführung in der Gebäudehülle für die Leitung, die die Wärme in den Heizungskeller transportiert. 

    Wärmepumpen als Heizung für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser

    Einfamilienhaus

    Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kann prinzipiell jede Art von Wärmequelle nutzen, wenn es die Gegebenheiten vor Ort zulassen. Welche Heizleistung die Wärmepumpe im Einfamilienhaus erbringen muss, hängt von dessen Größe und vom Dämmstandard ab. In der Regel kommen Wärmepumpen mit einer Leistung bis zu 15 Kilowatt (kW) zum Einsatz. Die kostengünstigste Variante für das Einfamilienhaus ist die Luftwärmepumpe.

    Mehrfamilienhaus

    Mehrfamilienhäuser besitzen einen deutlich höheren Wärmebedarf als Einfamilienhäuser. Deshalb nimmt bei der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Wärmepumpen-Typ die Effizienz einen höheren Stellenwert ein. Am effizientesten arbeiten Wasserwärmepumpen. Luftwärmepumpen sind aufgrund ihres höheren Stromverbrauchs für Mehrfamilienhäuser eher ungeeignet.

    Zusammenfassung: Welche Wärmepumpe für welches Haus?

    Für die Auswahl der passenden Wärmepumpe spielen vor allem die individuellen Gegebenheiten eine Rolle. Dazu zählen neben dem Dämmstandard und der Größe des Hauses auch die Voraussetzungen am Standort sowie der Installationsaufwand. 

    NeubauAltbauEinfamilienhausMehrfamilienhaus
    Geeignete Wärmepumpen Wo es der Standort zulässt, sind Erd- und Wasserwärmepumpen die bevorzugte Wahl. Für die Nachrüstung empfehlen sich vor allem Luftwärmepumpen. Es eignen sich alle Arten von Wärmepumpen. Häufig werden Wasserwärmepumpen installiert.
    Besonderheiten des Gebäudetyps Besitzt einen hohen Dämmstandard aufgrund der gesetzlichen Vorgaben. Eine Wärmepumpe ist nur mit Dämmung und großen Heizkörpern empfehlenswert. Je besser die Dämmung, desto niedriger kann die Heizlast sein. Sie haben einen hohen Wärmebedarf.
    Wichtige Auswahlkriterien geringer Stromverbrauchgeringer Umbauaufwand Leistung bis 15 kW hohe Effizienz

    Wärmepumpen für unterschiedliche Vorlauftemperaturen

    Wie bereits beschrieben, hat die Vorlauftemperatur einen entscheidenden Einfluss auf die Jahresarbeitszahl, also auf die Effizienz einer Wärmepumpe. Mit der Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers gemeint, nachdem es durch eine Wärmequelle erhitzt wurde. Je höher die Vorlauftemperatur ist, desto mehr Energie muss die Heizung letztendlich aufwenden, um diese zu erreichen. Wenig gedämmte Altbauten mit kleinen Heizkörpern haben hohe Vorlauftemperaturen von 50 bis 90 °C. Zum Vergleich: Im gut gedämmten Neubau mit Flächenheizung liegen die Vorlauftemperaturen bei 35 bis 45 °C. 

    Aber welche Wärmepumpen haben eine niedrige, welche eine hohe Vorlauftemperatur? Es gibt drei verschiedene Arten von Wärmepumpen mit unterschiedlichen Werten: 

    • Niedertemperatur-Wärmepumpen: eignen sich für Temperaturen bis 55 °C. Sie sind sehr energieeffizient und finden üblicherweise im Neubau verwendet. 

    • Mitteltemperatur-Wärmepumpen: können bei Temperaturen bis 65 °C eingesetzt werden. Mitteltemperatur-Wärmepumpen arbeiten weniger energieeffizient als Niedertemperatur-Wärmepumpen. Sie kommen hauptsächlich für Altbauten infrage. 

    • Hochtemperatur-Wärmepumpen: arbeiten mit Systemtemperaturen bis 75 °C. Dies geht mit einem hohen Energieaufwand einher. Der Einsatzbereich ist breit gefächert. Hochtemperatur-Wärmepumpen lassen sich beispielsweise in unsanierten bzw. nur teilweise sanierten Altbauten einsetzen. Zudem können sie Prozesswärme in der Industrie bereitstellen. 

    Stromverbrauch einer Wärmepumpe

    Um die Wärme aus der Umwelt auf ein nutzbares Niveau zu bringen, benötigt eine Wärmepumpe elektrische Energie. Wie hoch der Stromverbrauch ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Art der Wärmepumpe, der Jahresarbeitszahl und dem Wärmebedarf ab. So viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe

    Der perfekte Standort für die Wärmepumpe

    Wärmepumpen lassen sich – je nach Bauweise – entweder im Außen- oder im Innenbereich aufstellen.  

    Vaillant Wärmepumpe

    Außenaufstellung von Wärmepumpen

    Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Außenaufstellung werden auch als Monoblock- oder Kompakt-Wärmepumpen bezeichnet. Sie bieten sich vor allem dann an, wenn kein geeigneter Keller- oder Technikraum zur Verfügung steht, denn sie müssen dann nicht durch enge Türen oder über verwinkelte Treppen transportiert werden. Die Wärme selbst gelangt über eine dünne Leitung ins Haus. Damit möglichst wenig Energie auf dem Weg verloren geht, sollten die Leitungen kurz gehalten werden. Ein Standort nahe der Hauswand ist ideal. Es gibt auch sogenannte Split-Wärmepumpen, bei denen eine Einheit außen und eine innen aufgestellt wird.

    Innenaufstellung von Wärmepumpen

    Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden in der Regel im Innenbereich aufgestellt. Wie herkömmliche Heizkessel finden die Geräte im Heizungskeller oder im Technikraum Platz. Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es hingegen für die Innen- und für die Außenaufstellung, wobei ein (kleiner) Teil des Geräts immer innen aufgestellt werden muss. Die verschiedenen Wärmepumpen unterscheiden sich vor allem im Geräuschpegel für euch und eure Nachbar*innen. Letztendlich ist die Standortwahl eine Frage der baulichen Gegebenheiten. Im Neubau werden Luftwärmepumpen meist innen aufgestellt, da die Gefahr einer möglichen Lärmbelästigung geringer ist. Für die Abluft- und oft auch die Zuluft sind Durchbrüche in der Wand erforderlich. 

    SolarAnlage und WärmePumpe im Kombipaket

    Mit dem Solar-Komplettpaket kombiniert ihr SolarAnlage und WärmePumpe miteinander: Die SolarAnlage liefert nicht nur kostenlose und saubere Energie für euren Haushalt, sondern auch für den Betrieb eurer WärmePumpe. Überschüssige Energie fließt in den StromSpeicher und steht euch zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.

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    Noch Fragen zur Auswahl der Wärmepumpe? Hier gibt’s Antworten

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    Quelle: BWP