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Photovoltaik für den Eigenverbrauch: Lohnt es sich?

Wenn ihr Solarstrom produziert und ihn selbst im eigenen Haushalt nutzt, könnt ihr eure Stromkosten senken und euch unabhängiger von steigenden Energiepreisen machen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier findet ihr einen Überblick über die wichtigsten Optionen für den Eigenverbrauch.Es gibt mehrere Möglichkeiten, Photovoltaik für den Eigenverbrauch zu nutzen und dadurch noch mehr zu sparen. Hier bekommt ihr einen Überblick. 


aktualisiert am06.10.26
Felix Zündorf
Felix ZündorfSolar-Experte
8 MinutenLesezeit
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Photovoltaik für den Eigenverbrauch nutzen: eine gute Idee

Nutzt den Strom vom eigenen Dach genau dort, wo er gebraucht wird: in eurem Zuhause für Kühlschrank, Waschmaschine und Co. Und auch für eure Brieftasche ist ein hoher Eigenverbrauch mit eurer PV-Anlage eine gute Idee. Informiert euch hier über wichtige Begriffe und findet heraus, wie ihr eure Photovoltaikanlage am besten an eure Anforderungen und Möglichkeiten anpasst.

Was genau ist der Eigenverbrauch bei einer Photovoltaikanlage?

Der Eigenverbrauch ist der Anteil des produzierten Solarstroms, den ihr selbst für euren Haushalt nutzt, während der nicht im Haushalt verbrauchte Anteil ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Der Eigenverbrauch einer Solaranlage wird in Prozent angegeben. Ein Beispiel: Eure Anlage hat 1.000 Kilowattstunden Strom produziert. Habt ihr davon 600 Kilowattstunden selbst verbraucht und 400 Kilowattstunden eingespeist, liegt der Eigenverbrauch eurer PV-Anlage bei 60 %.

Aufgepasst: Eher selten wird Photovoltaik nur für den Eigenbedarf genutzt. Selbst wenn ihr mit eurer Photovoltaikanlage einen Eigenverbrauch von 100 % erreicht, heißt das noch nicht, dass ihr euch allein mit eurer Anlage versorgen könnt. Eigenverbrauch ist nicht gleich Autarkie.

Autarkie durch Solarstrom – der Unterschied zum Eigenverbrauch

Auch der Autarkiegrad wird in Prozent angegeben. Er drückt aus, welchen Anteil eures Strombedarfs ihr allein mithilfe eurer Solaranlage decken könnt. Ein Autarkiegrad von 100 % bedeutet also, dass ihr keinen Strom aus dem Stromnetz kaufen müsst. Das heißt allerdings nicht, dass euer Photovoltaik-Eigenverbrauch ebenfalls bei 100 % liegt. Bei einem so hohen Autarkiegrad produziert eure Anlage vermutlich deutlich mehr Strom, als ihr selbst benötigt, und ihr speist einen Teil ins Stromnetz ein. Der Eigenverbrauch mit eurer PV-Anlage liegt dann vielleicht nur bei beispielsweise 60 %.

Was ist die Einspeisevergütung?

Den Solarstrom, den ihr nicht für den Eigenverbrauch nutzt, speist ihr in das öffentliche Stromnetz ein. Dafür erhaltet ihr eine Vergütung, die sogenannte Einspeisevergütung. Sie wird zu dem Zeitpunkt festgelegt, an dem ihr eure Anlage in Betrieb nehmt, und bleibt dann über 20 Jahre konstant. Seit ihrer Einführung ist die Einspeisevergütung Jahr für Jahr gesunken, sodass Photovoltaik für den Eigenverbrauch immer attraktiver wurde. 

Aktuell liegt die Einspeisevergütung bei einer Teileinspeisung bei 7,70 Cent pro Kilowattstunde für Solaranlagen mit einer Leistung bis zu 10 Kilowatt-Peak und 6,66 Cent pro Kilowattstunde bei größeren Anlagen. Wichtig: Bei einer größeren Anlage gilt der niedrigere Wert nicht für die gesamte Anlage, sondern nur für den jeweils oberhalb der Leistungsgrenze liegenden Anteil. Wenn ihr eure Solaranlage gar nicht für den Eigenverbrauch nutzt, sondern den gesamten erzeugten Solarstrom einspeist, erhaltet ihr pro Kilowattstunde sogar 12,22 Cent, bei größeren Anlagen 10,24 Cent. 

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So berechnet ihr den Eigenverbrauch mit Photovoltaik

Ihr wollt errechnen, wie hoch euer Eigenverbrauch bei der Nutzung einer PV-Anlage wäre und wie viel Stromkosten ihr dadurch sparen könntet? Und ihr wollt ermitteln, ob es sich lohnt, einen Stromspeicher zu kaufen, um euren Eigenverbrauch zu erhöhen? Geht alles ganz fix mit ein paar einfachen Formeln:

Was wollt ihr berechnen?So geht’s:
Eigenverbrauch für Photovoltaik berechnenEigenverbrauch = produzierter Strom − eingespeister Strom
Ersparnis durch Eigenverbrauch berechnenErsparnis = Eigenverbrauch × aktueller Strompreis

Strom aus der Solaranlage bestmöglich für den Eigenbedarf nutzen

Bis 2012 nutzten Anlagenbetreibende den Strom aus PV-Anlagen meist gar nicht selbst, sondern speisten ihn vorrangig ins öffentliche Stromnetz ein, denn dafür gab es sehr viel mehr Geld pro Kilowattstunde als heute. Aktuell kann der Eigenverbrauch wirtschaftlich vorteilhafter sein als die Einspeisung, denn Anlagenbetreibende erhalten nur 7,70 Cent pro Kilowattstunde für ihren eingespeisten Strom (Stand: Oktober 2026). Setzt man für den Eigenverbrauch einen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde an, ergibt sich eine Ersparnis von ca. 22 Cent pro Kilowattstunde gegenüber der Einspeisevergütung. 

Tipp: Mit dem StromWallet von LichtBlick optimiert ihr euren Photovoltaik-Eigenverbrauch und könnt bis zu 89 % eurer Stromkosten sparen. 

Solaranlage mit hohem Eigenverbrauch: Vorteile auf einen Blick

Geld sparen, zukunftsorientierter handeln und unabhängiger vom Strommarkt werden – so geht’s: und unabhängiger werden – so geht’s: 

Sofort Stromkosten sparen
Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde könnt ihr mit jeder selbst genutzten Kilowattstunde Solarstrom fast 20 Cent sparen.
Mehr Strom selbst nutzen
Mit dem StromWallet von LichtBlick habt ihr noch mehr von eurem selbst produzierten Strom.
Langfristig bewusst handeln
Euer selbst produzierter Solarstrom wird direkt dort genutzt, wo er erzeugt wird: auf eurem Dach und in eurem Haushalt.
Unabhängiger werden
Preisschwankungen an der Strombörse betreffen euch immer weniger – ihr produziert einen Teil eures Stroms einfach selbst.
Stromnetze entlasten
Der Strombedarf schwankt im Tagesverlauf. Wenn ihr einen Teil eures Solarstroms selbst nutzt, wird weniger Strom aus dem Netz benötigt. Das kann die Stromnetze entlasten.

So steigert ihr den Eigenverbrauch eurer Photovoltaikanlage

Um euren Eigenverbrauch zu erhöhen, könnt ihr noch viel mehr tun. Hier ein Überblick über unterschiedliche Szenarien:

Rechenbeispiel: Dieser Eigenverbrauch ist realistisch

Hier seht ihr an einem Beispiel, welchen Eigenverbrauchsanteil und welchen Autarkiegrad ihr mit einer kleinen Solaranlage erreichen könnt. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt verbraucht im Jahr etwa 4.000 Kilowattstunden Strom. So sieht die Rechnung für eine Photovoltaikanlage mit 8 Kilowatt-Peak Leistung aus, die jährlich 6.870 Kilowattstunden Strom produziert:

Rechenbeispiel: Solaranlage ohne Speicher

Solaranlage ohne Speicher

Von den 6.870 Kilowattstunden Strom speist der Haushalt 5.150 Kilowattstunden ins Stromnetz ein. Der Eigenverbrauch liegt also bei 6.870 − 5.150 = 1.720 Kilowattstunden. Das entspricht einem Eigenverbrauch von 25 %. Damit deckt der Haushalt 43 % seines Strombedarfs – das ist der Autarkiegrad.

Rechenbeispiel: Solaranlage mit Speicher

Solaranlage mit Speicher

Der Batteriespeicher erhöht den Autarkiegrad auf insgesamt 76 %. Eingespeist werden noch 3.830 Kilowattstunden Strom, den Rest verbraucht der Haushalt selbst. Das entspricht einem Eigenverbrauch von 6.870 − 3.830 = 3.040 Kilowattstunden. Der Eigenverbrauchsanteil liegt bei 44,3 %.

Fallen für den Eigenverbrauch bei PV-Anlagen Steuern an?

Erzeugt ihr mit eurer Photovoltaikanlage Strom, werdet ihr automatisch Unternehmer*innen. Für kleine Anlagen, wie sie meist auf Ein- oder Zweifamilienhäusern installiert werden, fallen allerdings weder Umsatz- noch Einkommensteuer an. Im Detail bedeutet das:

Umsatzsteuer: Auf Photovoltaikanlagen, die ab dem 1. Januar 2023 installiert wurden und unter einer Leistung von 30 Kilowatt-Peak bleiben, muss keine Umsatzsteuer gezahlt werden. Das betrifft auch andere Komponenten wie etwa einen Batteriespeicher.

Einkommensteuer: Kleine Solaranlagen bis 30 Kilowatt-Peak Leistung (auf Ein­familien­häusern) bzw. 15 Kilowatt-Peak Leistung (pro Wohneinheit auf Mehr­familien­häusern) sind seit dem 1. Januar 2023 von der Einkommensteuer befreit. Mehr zu Steuerbefreiung von PV Anlagen

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Mit LichtBlick könnt ihr eure PV-Anlage flexibel um Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox erweitern. Zusammen mit StromWallet Dynamic Pro entsteht ein vernetztes System, das eure Energie intelligent steuert – und euren selbst produzierten Strom optimal nutzt.Jetzt Energielösung entdecken

Noch Fragen? Hier gibt’s Antworten

Hier findet ihr weitere Informationen rund um das Thema Photovoltaik für den Eigenverbrauch:

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Quelle: co2online.de

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Quelle: finanztip.de

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Quelle: heizsparer.de

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Quelle: gruenes.haus

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*Der Strommarktpreis verändert sich fortlaufend – darauf haben Energielieferanten keinen Einfluss. Gründe hierfür können unter anderem Wetterereignisse oder politische Entwicklungen sein. Steigt der Börsenpreis, können auch die Stromkosten entsprechend zunehmen; eine Preisabsicherung besteht nicht. Liegt der Börsenpreis dagegen unter dem eines Festpreistarifs, sind je nach individuellem Verbrauch und Verbrauchszeitpunkt (ggf. erhebliche) Einsparungen möglich.

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„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix