Windenergie: Mit Wind zukunftsfähige Energie erzeugen
Wind steckt voller Energie, die in Strom umgewandelt werden kann. Diese wichtige Aufgabe übernehmen Windkraftanlagen. Doch zum Glück braucht ihr kein eigenes Windrad im Garten, um energiebewussten Strom zu beziehen: Mit ÖkoStrom* von LichtBlick – 100% aus erneuerbarer Energie mit Herkunftsnachweis – habt ihr ganz mühelos Zugang dazu.



Was ist Windenergie?
Bereits seit vielen Jahrhunderten nutzen Menschen die Kraft des Windes, um mit Windmühlen Mahlwerke anzutreiben. Dabei ging es nicht nur darum, Korn zu Mehl zu mahlen, sondern Windmühlen trieben durch Windkraft auf mechanische Weise auch Maschinen an und wurden beispielsweise in Sägewerken eingesetzt. Die Erzeugung von Strom mit Windanlagen macht Windkraft zu einer der bedeutendsten Quellen erneuerbarer Energien. Die Windkraft war im Jahr 2026 mit 30 % die stärkste Kraft bei der Nettostromerzeugung in Deutschland, insgesamt liegt die Nettostromerzeugung von Erneuerbaren Energien bei 62 Prozent.¹

So wird aus Windkraft Strom
Windräder funktionieren nach dem sogenannten „Auftriebsprinzip“: Ihre Rotorblätter sind so gewölbt, dass der auftreffende Wind auf einer Seite der Blätter einen längeren Weg zurücklegen muss als auf der anderen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der den Rotor in Bewegung setzt. Mithilfe eines Generators wird diese Windenergie in elektrischen Strom umgewandelt – ganz ohne die Verbrennung fossiler Energieträger.
Auch wenn bei der direkten Stromproduktion keine Treibhausgasemissionen entstehen, fallen bei der Produktion und beim Bau der Anlagen sowie bei Netzverlusten Emissionen an. Die bei Herstellung und Errichtung einer Windenergieanlage verursachten Treibhausgasemissionen können – abhängig von Standort, Anlagentyp und Vergleichsstrommix – bereits nach wenigen Monaten durch vermiedene Emissionen ausgeglichen werden.
Vor- und Nachteile der Windenergie
Die Windkraft trägt in Deutschland derzeit mit über 30 % zur Nettostromerzeugung bei – Tendenz steigend.¹ Aber klar ist auch, jede Energieerzeugungsart hat Vor- und Nachteile. Hier erhaltet ihr einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Windkraft:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| • Wind ist unerschöpflich An Standorten mit konstantem Wind kann Strom zu niedrigeren Kosten erzeugt werden als mit Kohle- oder Kernkraftwerken. Dadurch zählt Windenergie heute zu den wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Formen der Stromerzeugung.² | • Wind nur teilweise verlässlich Windkraftwerke erzeugen nicht ständig Strom – je nach Wetterbedingungen. Moderne Anlagen können je nach Standort bis zu 4.500 Volllaststunden pro Jahr (offshore) und bis zu 3000 Volllaststunden pro Jahr (onshore) erreichen, wodurch besonders windstarke Standorte hohe Effizienzvorteile bieten.³ |
| • Fast überall verfügbar Die Energie des Windes ist fast überall auf der Erde nutzbar – und damit unabhängig von örtlichen Besitzansprüchen, die bei fossilen Rohstoffen immer wieder Thema sind. | • Windräder sind hörbar Im Gegensatz zu Solaranlagen sind Windräder nicht lautlos und können Menschen und Tiere stören. Mindestabstände helfen, die Belastung zu reduzieren. |
| • Windkraft wird effizienter Dank konstanter Forschung erzeugen Windkraftanlagen immer mehr Strom. Zugleich werden die Anlagen immer günstiger. Gute Voraussetzungen für die Zukunft. | • Natur wird beeinträchtigt Jede Form der Energieerzeugung hat Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb werden Standorte sorgfältig geprüft und Naturschutzauflagen kontinuierlich weiterentwickelt. Windenergieanlagen können für Vögel ein Kollisionsrisiko darstellen – sie sind jedoch nicht der wesentliche Faktor für das Vogelsterben. Andere menschliche Einflüsse wie der Straßen- und Bahnverkehr sowie Kollisionen mit verglasten Gebäuden fordern deutlich mehr Vogelopfer. |
| • Strom aus Wind ohne fossile Brennstoffe Windenergie erzeugt Strom, ohne dabei fossile Brennstoffe zu verbrennen. Zwar entstehen bei der Herstellung, dem Bau, beim Trabsport, Wartung und Rückbau der Anlagen Treibhausgasemissionen. Bei der Stromerzeugung selbst werden jedoch keine Treibhausgase direkt freigesetzt. | • Schwierige Speicherung Windstrom lässt sich speichern – bisher fehlen jedoch wirklich wirtschaftliche Verfahren. Vielversprechend wirkt derzeit das Power-to-Gas-Verfahren. |
| • Windkraft stärkt die Energieunabhängigkeit Steigende Strompreise, Gaskrise und Rohstoffe, die zur Neige gehen – dem gegenüber steht die Energie des Windes: eine Option für mehr Unabhängigkeit. |
Gut zu wissen
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Das klassische Windrad mit horizontaler Achse
Die Windräder, die ihr vermutlich kennt, sind in der Regel so aufgebaut, dass die Rotorblätter sich um eine horizontale Achse drehen. Sie benötigen mindestens eine Windgeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde, um aus dem Wind wirklich nutzbaren Strom erzeugen zu können. Denn eine Nennleistung wird meist erst bei 12–15 m/s erreicht.⁴ Allerdings steigt die Leistung mit zunehmender Windstärke stark an – bei doppelter Geschwindigkeit bereits um das Achtfache.

Windkraftanlagen mit anderem Aufbau
Es gibt auch Windräder, die mit einer vertikalen Achse arbeiten. Diese haben jedoch meist einen geringeren Wirkungsgrad und sind daher sehr selten. Auch im Aufbau gibt es Unterschiede: Windenergieanlagen mit einem zusätzlichen Getriebe zwischen Rotor und Generator erhöhen die Drehzahl – andererseits macht der Verschleiß des Getriebes eine intensivere Wartung nötig.

Offshore-Windkraft: Windkraftwerke auf hoher See
Die sogenannten Offshore-Windkraftanlagen werden vor den Küsten im Meer errichtet. Dort weht der Wind besonders stark und regelmäßig. Allerdings gestalten sich Installation und Wartung schwieriger. Auch der Naturschutz des Meeres muss unter Biodiversitätsaspekten bedacht werden. Offshore-Windanlagen machen bereits im ersten Halbjahr 2026 etwa 6,5% der installierten Windkraftleistung in Deutschland aus und liefern durch konstanten Wind besonders zuverlässig Strom. Die nötige Installation auf hoher See ist jedoch recht kostenintensiv.¹

Onshore-Windenergieanlagen: stabil an Land
Das Gegenstück zu Offshore-Windenergieanlagen an Land sind die Onshore-Anlagen. Sie haben den Vorteil, dass sie leichter zu errichten und in der Wartung sowie bei Reparaturen weniger aufwändig und kostenintensiv sind. Weltweit werden Windräder häufig zu großen Windparks zusammengefasst, die dann große Mengen Windstrom erzeugen können. Die Onshore-Windkraft in Deutschland macht bei Weitem den größten Teil aus und lag im Jahr 2026 bei 23,5% der gesamten Stromerzeugung in Deutschland.¹
Ein Vorteil der Windkraftanlagen an Land ist der geringe Flächenverbrauch. Fast 99 % der Flächen um ein Windrad können weiter für Landwirtschaft oder andere Zwecke genutzt werden.⁵
So geht der Ausbau von Windkraftanlagen in Deutschland voran
Die Windenergie ist eine der wichtigsten Quellen erneuerbarer Energien. Insgesamt werden etwa 30 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt.¹
Der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland hat sich zwar verbessert, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund ist, dass es an noch unbesetztem Platz mangelt, der die Kriterien für Windkraftanlagen erfüllt. So müssen und sollten zum Beispiel Natur- und Artenschutz gewahrt sein und eine ausreichend hohe Windgeschwindigkeit ist notwendig. Manche Bundesländer haben zusätzliche Regeln aufgestellt, die den Ausbau der Windkraft noch schwieriger machen. Zum Beispiel gilt in Bayern die 10-H-Regel. Sie besagt, dass ein Windrad das Zehnfache seiner Höhe an Abstand zur nächsten Ortschaft haben muss – das schränkt die Platzwahl erheblich ein. Diese Regel wurde jedoch 2022 etwas gelockert, um den Ausbau zu erleichtern.⁶
So unterstützt LichtBlick den Ausbau der Windkraft
Deutschland hat sich gesetzlich verpflichtet, bis 2045 Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dieses Vorhaben ist eine Riesenaufgabe. Windenergie spielt dabei eine Schlüsselrolle. LichtBlick bietet Strom aus 100 % erneuerbaren Energien an, der auch aus Windenergie stammt. Mit langfristigen Stromabnahmeverträgen, sogenannten Power Purchase Agreements (PPAs), schafft LichtBlick Planungssicherheit für Betreiber von Windenergieanlagen und trägt so zum Weiterbetrieb bestehender sowie zur Finanzierung neuer Anlagen bei. Jetzt ÖkoStrom von LichtBlick entdecken!Weitere Artikel zu diesem Thema



Quelle: energy-charts.info
Quelle: Quarks
Quelle: BDEW
Quelle: renovables.blog
Quelle: windturbine.com
Quelle: bayern.de
„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix