Strom aus Wasserkraft: sauber und wichtig.
Wie die Stromerzeugung mit Wasserkraft funktioniert und warum sie so wichtig ist? Hier erfahrt ihr es.

- Was ist Wasserkraft?
- Strom durch Wasser: eine Energiequelle ohne fossile Energieträger
- Von der fließenden Strömung zum fließenden Strom: So entsteht Strom aus Wasserkraft
- Wie viel Strom aus Wasserkraft entsteht in Deutschland?
- Bei der Umwandlung der Wasserenergie in elektrische Energie findet keine Verbrennung fossiler Energieträger statt
- Strom aus Wasserkraft ist zuverlässig
- Häufig gestellte Fragen zu Wasserkraft und Strom aus Wasser
Was ist Wasserkraft?
Strom aus Wasserkraft – schön und gut, aber was ist eigentlich Wasserkraft? Sie zählt zu den erneuerbaren Energiequellen und wird seit langem zur Stromerzeugung genutzt. Die Strömungsenergie von fließendem Wasser wird genutzt, um in einem Wasserkraftwerk elektrischen Strom zu erzeugen. Vor der Entdeckung der Elektrizität verwendete man Wasser als mechanischen Energiespender, der beispielsweise Geräte antrieb.

Strom durch Wasser: eine Energiequelle ohne fossile Energieträger
Neben anderen natürlichen Energiequellen wie Sonne und Wind wird auch die Kraft des Wassers genutzt, um Strom zu erzeugen. Und das nicht erst seit gestern: Wasserkraft ist die älteste erneuerbare Energie der Welt. Zudem wird das Wasser nach der Nutzung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt und kann somit immer wieder für die Stromerzeugung genutzt werden.Von der fließenden Strömung zum fließenden Strom: So entsteht Strom aus Wasserkraft
Wie entsteht eigentlich Wasserkraftstrom?



Es gibt verschiedene Methoden und Technologien zur Nutzung von Wasserkraft:
Laufwasserkraftwerke: Diese Wasserkraftwerke kommen am häufigsten vor. Sie nutzen die Energie aus Flüssen und Bächen. Das fließende Wasser lässt Turbinen rotieren, die wiederum Generatoren antreiben. So lässt sich kontinuierlich Strom aus Wasser erzeugen.
Speicherkraftwerke: Bei dieser Form handelt es sich um Energieerzeugung nach Bedarf. Wasser wird in höher gelegenen Reservoirs oder Stauseen gespeichert. Wenn es bergab fließt, treibt es im Kraftwerk die stromerzeugenden Turbinen an.
Pumpspeicherkraftwerke: Sie funktionieren ähnlich wie Speicherkraftwerke, mit dem Zusatz, dass sie Wasser aus einem unteren Reservoir auch in ein höher gelegenes Haltebecken pumpen können. In der Regel wird diese Funktion zu Zeiten genutzt, in denen Strom günstig und reichlich vorhanden ist. Bei hoher Stromnachfrage wird das Wasser dann freigesetzt, um mit der Energie aus Wasserkraft wiederum Turbinen anzutreiben und Strom zu erzeugen.
Wellenkraftwerke: Sie setzen die kontinuierliche Bewegung von Meereswellen in Energie um, um Strom zu erzeugen. Je nach Anlage bzw. Forschungsprojekt kommen unterschiedliche Prinzipien zum Tragen, etwa pneumatische Kammern, hydraulische Systeme oder Lineargeneratoren, Dämpfungsglieder oder die Höhenenergie von Wellen.
Gezeitenkraftwerke: Anders als Wellenkraftwerke nutzen sie den Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, also die kinetische Energie der Gezeiten, um Strom zu erzeugen. Dazu steht eine Turbine beispielsweise auf dem Meeresboden oder an einem Mast in der Strömung.
Wie viel Strom aus Wasserkraft entsteht in Deutschland?
Im Jahr 2023 wurden rund 4 % des in Deutschland erzeugten Stroms aus Wasserkraft gewonnen. Das entspricht 18,7 Terawattstunden Strom aus deutscher Wasserkraft. Je mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist wird, desto stärker kann ihr Anteil am Strommix wachsen – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.²

Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft findet keine Verbrennung fossiler Energieträger statt
Bei der Stromerzeugung mit Wasser werden rund 90 % der Energie in Elektrizität umgewandelt. Bei der Umwandlung der Wasserenergie in elektrische Energie findet keine Verbrennung fossiler Energieträger statt. Das genutzte Wasser fließt anschließend wieder in die Gewässer zurück.

Strom aus Wasserkraft ist zuverlässig
Die Stromprodukte von LichtBlick basieren auf Strom aus erneuerbaren Energien mit Herkunftsnachweisen. Wasser, Wind und Sonne stehen als Energiequellen langfristig zur Verfügung und unterscheiden sich damit von fossilen Brennstoffen. Wasserkraft weist einen hohen Wirkungsgrad auf: Bis zu 90 % der Wasserenergie können in elektrische Energie umgewandelt werden. Dadurch zählt Wasserkraft zu den effizientesten Formen der Stromerzeugung.

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In Wasserkraftwerken entsteht CO₂ nicht direkt aus dem Prozess der Stromerzeugung, sondern aus verschiedenen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau und der Herstellung der Baumaterialien, dem Transport von schweren Baustoffen und Ausrüstungen zu den Baustellen, der Rodung von Waldgebieten, um Platz für Wasserkraftanlagen zu schaffen sowie mit der Instandhaltung und dem Betrieb der Wasserkraftanlagen. Es ist wichtig zu beachten, dass die CO₂-Emissionen im Zusammenhang mit Wasserkraft im Allgemeinen viel niedriger sind als bei fossilen Brennstoffen und viele andere Formen der Energieerzeugung. Wasserkraft gilt als relativ saubere und erneuerbare Energiequelle, aber es ist dennoch wichtig, die Umweltauswirkungen während der gesamten Lebensdauer einer Anlage zu berücksichtigen.
Quelle: Statista
Quelle: UmweltBundesamt
Quelle: energie zukunft
„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix