Suche
KontaktMein Konto

Förderung von Photovoltaik in Berlin 2026

Mit über 2000 Sonnenstunden im Jahr 2025¹ war Berlin die Sonnenhauptstadt Deutschlands. Die perfekte Grundlage, um mit einer Photovoltaikanlage selbst Solarstrom zu produzieren. Welche Photovoltaik Förderungen es im Land Berlin gibt und wie ihr davon profitiert, lest ihr im Ratgeber. 


aktualisiert am05.10.26
Felix Zündorf
Felix ZündorfSolar-Experte
9 MinutenLesezeit
PV Förderung Berlin: Personen montieren Solarmodule auf einem Hausdach

Klimaneutral bis 2045: der Berliner Masterplan

Das erklärte Ziel der Landeshauptstadt Berlin ist es, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Der Ausbau der Solarenergie ist dabei ein wesentlicher Baustein, denn laut Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) ist es möglich, in Berlin bis zu 25 Prozent der Bruttostromerzeugung durch solare Systeme zu bewerkstelligen. Damit das gelingt, wurde der Masterplan Solarcity ins Leben gerufen, der verschiedene Maßnahmen bündelt.

Diese Möglichkeiten habt ihr in Berlin

Eine dieser Maßnahmen ist das Förderprogramm SolarPLUS². Es erweitert das im Jahr 2022 ausgelaufene Programm EnergiespeicherPLUS und führt es fort. Seit Januar 2026 gliedert sich das Programm in SolarPLUS S für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser und SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und sonstige Nichtwohngebäude. Gefördert werden – abhängig von der jeweiligen Förderlinie und den Fördervoraussetzungen – unter anderem Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Stromspeichern, denkmalgerechte PV-Anlagen sowie Fassaden- und Gründach-PV. Bei größeren Projekten können auch Gutachten, Machbarkeitsstudien und technische Konzepte gefördert werden. Für Steckersolargeräte können derzeit keine neuen Förderanträge gestellt werden. 

Neben der landesbezogenen Förderung für Photovoltaik profitiert ihr in Berlin auch von Unterstützung auf Bundesebene. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt etwa zinsgünstige Kredite, mit denen ihr eure PV-Anlage, die Planung und Installation sowie Batteriespeicher finanzieren könnt. Außerdem erhaltet ihr eine Einspeisevergütung, wenn ihr euren selbst produzierten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist. Alle genannten Fördermöglichkeiten können die Kosten für eure Photovoltaikanlage senken. 

Masterplan Solarcity: Solarförderung in Berlin durch SolarPLUS

Im Zuge des Masterplans SolarCity wurde das Förderprogramm SolarPLUS ins Leben gerufen. Es wird von der Investitionsbank Berlin (IBB) Business Team GmbH umgesetzt. Mit SolarPLUS wird der Ausbau von Photovoltaik in Berlin durch Förderungen unterstützt. So sollen Bürger*innen ermutigt werden, in Solarenergie zu investieren und ihre Energieversorgung zukunftsorientiert zu gestalten. Seit Januar 2026 ist das Programm in zwei Förderbereiche gegliedert: SolarPLUS S richtet sich an Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser. Gefördert werden – abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen – unter anderem Zählerschränke, Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Stromspeichern und denkmalgerechte PV-Anlagen. SolarPLUS L richtet sich an Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien und sonstige Nichtwohngebäude. Hier können unter anderem Stromspeicher, Messplätze, Gutachten, Studien und technische Konzepte sowie besondere Lösungen wie Fassaden-, Gründach- und denkmalgerechte Photovoltaikanlagen gefördert werden. 

Neue Förderanträge für Steckersolargeräte, die auch als Balkonkraftwerke bezeichnet werden, sind derzeit nicht möglich. Bereits eingereichte Anträge werden weiterhin bearbeitet. Die konkreten Fördervoraussetzungen und Fördersummen findet ihr auf der Website der IBB Business Team GmbH. 

Informiert euch vor der Beauftragung und dem Beginn des Vorhabens über die jeweils geltenden Förderbedingungen. Soweit ein vorzeitiger Projektbeginn nach Bestätigung des Antragseingangs zulässig ist, erfolgt dieser auf eigenes Risiko und begründet keinen Anspruch auf eine spätere Bewilligung. 

Gut zu wissen

Solaranlagen produzieren nicht nur kostengünstig eigenen Strom. Sie sind zudem förderfähig, was die Investitionen deutlich senken kann. Erfahrt mehr über eure Vorteile und Fördermöglichkeiten.Jetzt Solarlösung entdecken

Für Berlin und bundesweit: Photovoltaik-Förderung der KfW

Neben der landesspezifischen Förderung profitiert ihr auch von bundesweiten Förderungen für Solaranlagen, zum Beispiel durch die KfW. Eure PV-Anlage in Berlin finanziert ihr dann mit dem zinsgünstigen Kredit des Förderprogramms „Erneuerbare Energien – Standard 270“. Damit erhaltet ihr Unterstützung unter anderem bei der Finanzierung einer PV-Anlage, ihrer Planung und Installation oder eines Batteriespeichers. Die Höhe des Zinssatzes wird anhand eures Standorts, eurer wirtschaftlichen Verhältnisse und der Qualität der Sicherheiten ermittelt. Beachtet, dass je höher eure Risikoklasse ist, desto mehr Zinsen ihr auch bezahlt.  

Den Antrag für die KfW-Förderung stellt ihr direkt bei eurer Bank. Sprecht euren Bankberaterin direkt auf die Förderungsmöglichkeit an. Wichtig ist, dass der Antrag grundsätzlich vor Beginn des Vorhabens gestellt wird. Schließt daher insbesondere noch keine der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsverträge ab, bevor ihr die Voraussetzungen und den zulässigen Zeitpunkt des Vorhabenbeginns mit eurem Finanzierungspartner geklärt habt. 

Werden Stromspeicher in Berlin gefördert?

Ja. Über SolarPLUS fördert Berlin weiterhin Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Stromspeichern. Seit Januar 2026 gelten dafür die Förderlinien SolarPLUS S und SolarPLUS L. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern richtet sich die Förderpauschale nach der Leistung der neu errichteten PV-Anlage und beträgt bis zu 4.750 Euro. Für Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien und sonstige Nichtwohngebäude können – abhängig von der antragstellenden Person beziehungsweise der Unternehmensgröße – 30 bis 50 Prozent der förderfähigen Kosten für die PV-Anlage mit Stromspeicher übernommen werden, höchstens jedoch 30.000 Euro. Die konkreten Fördersätze und Voraussetzungen ergeben sich aus der jeweils geltenden SolarPLUS-Förderrichtlinie. 

Die förderfähige Speicherkapazität richtet sich unter anderem nach dem Verhältnis der PV-Leistung zur Speicherkapazität. Grundsätzlich wird das Speichersystem zusammen mit einer neuen PV-Anlage gefördert. Eine nachträgliche Förderung des Stromspeichers ist aber nur möglich, wenn der vollständige Förderantrag innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der PV-Anlage gestellt wird. Die Vorgaben zum zulässigen Vorhabenbeginn sind auch in diesem Fall zu beachten. Speicher für Steckersolargeräte sind ausgeschlossen. 

Gut zu wissen

Beachtet, dass LichtBlick euch die Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammenstellt, sie sich aber jederzeit ändern können. Prüft deshalb die Konditionen, bevor ihr eure Anlage plant und den Antrag stellt.

Solardachpflicht in Berlin

Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Berlin die Solardachpflicht. Sie betrifft Neubauten und nicht öffentliche Bestandsgebäude, bei denen wesentliche Umbauten am Dach vorgenommen werden, sofern die Umsetzung wirtschaftlich und technisch möglich ist. Sie gilt sowohl für Wohn- als auch für Nichtwohngebäude.   

Voraussetzung ist, dass die Gebäude mindestens 50 Quadratmeter Nutzfläche haben. Bei Neubauten müssen mindestens 30 Prozent der Bruttodachfläche, bei Bestandsbauten 30 Prozent der Nettodachfläche von einer Photovoltaikanlage bedeckt sein. Für Bestandsbauten gilt zudem eine Mindestleistung der PV-Anlagen:    

Seid ihr von der Solardachpflicht in Berlin betroffen, könnt ihr euch dazu im Solarzentrum kostenfrei beraten lassen. Mit der SolarPLUS-Förderung bekommt ihr in Berlin wieder finanzielle Unterstützung: Seit Januar 2026 ist das Programm in SolarPLUS S für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser und SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien und sonstige Nichtwohngebäude gegliedert. Abhängig von der jeweiligen Förderlinie werden unter anderem Zählerschränke beziehungsweise Messplätze, Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Stromspeichern, Gutachten, Studien und technische Konzepte sowie denkmalgerechte, Fassaden- und Gründach-Photovoltaikanlagen gefördert. Die jeweils geltenden Fördervoraussetzungen solltet ihr vor Beginn des Vorhabens auf der Website der IBB Business Team GmbH prüfen. 

Stromleitungen über grünem Feld bei Sonnenlicht als Symbol für Energiewende pv föerderung berlin

Einspeisevergütung als weitere Fördermaßnahme

Mit der Einspeisevergütung könnt ihr Einnahmen für den in das öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom erzielen und damit die Wirtschaftlichkeit eurer Solaranlage verbessern. 

Sie ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt insbesondere vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme, der Leistung der Anlage und davon ab, ob ihr nur den überschüssigen Strom oder den gesamten erzeugten Strom einspeist. 

Für jede Kilowattstunde Solarstrom, die ihr ins öffentliche Stromnetz einspeist, erhaltet ihr einen Geldbetrag: Momentan sind das bei Anlagen mit Teileinspeisung bis 10 Kilowatt-Peak 7,70 Cent pro Kilowattstunde. Ab 10 Kilowatt-Peak bis 40 Kilowatt-Peak beträgt die Vergütung 6,66 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und über 40 bis 100 kWp 5,44 Cent. Für Anlagen mit Volleinspeisung gelten höhere Vergütungssätze. (Stand: August 2026).³ 

Person mit Kopfhoerern schreibt Notizen am Laptop und informiert sich zur pv förderung berlin

Eure Kostenvorteile bei LichtBlick

Die Finanzierung einer PV-Anlage ist keine leichte Aufgabe. Doch LichtBlick will euch bestmöglich bei eurer Investition unterstützen. Im ersten Schritt könnt ihr die Kosten für eure Solaranlage mithilfe des Solarrechners ermitteln. Damit erhaltet ihr einen ersten Überblick über die anstehenden Ausgaben. 

Zusätzlich unterstützt euch das StromWallet, indem es eure Stromkosten um bis zu 89 % senkt.⁴ Es sorgt dafür, dass ihr von optimierten Preisen beim Strombezug profitieren könnt. Hierzu beobachtet das StromWallet die Preise am Strommarkt ganz genau: Wenn sie fallen, lässt sich euer Stromspeicher smart und günstig aufladen.⁵ 

LichtBlick macht aus eurem Zuhause ein intelligentes Energiesystem. Die Grundlage bilden eure Solaranlage und kompatible Hardware wie Stromspeicher oder Wärmepumpe. Daraus entsteht eine individuell kombinierbare Energielösung, die euren Verbrauch intelligent steuert und eure Kosten automatisiert optimiert. 

Zentraler Baustein ist StromWallet Dynamic Pro. Das System kombiniert einen dynamischen Stromtarif mit intelligentem Energiemanagement und vernetzt alle Komponenten zu einem Gesamtsystem. Energie wird genau dann genutzt, wenn sie besonders günstig verfügbar ist. Statt fixer Einstellungen optimiert sich euer Energiesystem laufend selbst – für mehr Effizienz, spürbaren Komfort und volle Kostenkontrolle im Alltag.⁴ 

Ihr wollt eigenen Strom erzeugen?

Mit einer LichtBlick Solarlösung erzeugt ihr nicht nur günstig euren eigenen Strom. Ihr verwandelt euer Zuhause in ein intelligentes System, das Verbrauch und Kosten automatisch optimiert. Jetzt Solarlösung entdecken

Weitere Artikel zu diesem Thema

Stromcloud 2026: Funktion, Kosten und Alternativen in DeutschlandSenkt eure Strom­kosten mit der Strom­cloud-Alternative von LichtBlick und profitiert bis zu 100 % von selbst erzeugtem Solar­strom. Hier mehr erfahren!Zum Artikel
Stromspeicher-Förderung: ein Überblick Nicht nur Photovoltaikanlagen werden mit verschiedenen Programmen gefördert, es gibt auch Förderungen für Stromspeicher, die ihr an verschiedenen Stellen beantragen könnt. In diesem Artikel erhaltet ihr einen Überblick, welche bundesweiten, landesweiten oder kommunalen Förderprogramme ihr beantragen könnt.Zum Artikel
Photovoltaik-Förderung in NRW im ÜberblickDiese Förderungen bietet NRW für Photovoltaik und Stromspeicher: Informiert euch über Programme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.Zum Artikel
1

Quelle: Sonnenstunden

4

Quelle: ADAC

5

Bitte beachtet, dass die finanziellen Vorteile, die mit dynamischen Tarifen einhergehen, auch mit Risiken verbunden sind. Der Energiemarkt unterliegt Preisschwankungen, von denen ihr durch Optimierungsmaßnahmen von LichtBlick finanziell profitieren könnt. Bei Abschluss eines dynamischen Tarifes ergeben sich für Kund*innen im Vergleich zu einem Strombezugsvertrag mit einem festen Preis sowohl Chancen als auch Risiken. LichtBlick weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass die Preise für jede Viertelstunde im Jahresverlauf nicht im Voraus feststehen, sondern sich abhängig von den Spotmarktpreisen viertelstündlich ändern. Für die Optimierungsmaßnahmen werden die Viertelstundenpreise am Vortag veröffentlicht, sodass LichtBlick diese verwenden kann. So können die Spotmarktpreise unter die Preise am Markt angebotener Festpreisangebote fallen, wodurch Einsparungen bei den Strombezugskosten entstehen können. Die Spotmarktpreise können aber die am Markt angebotenen Festpreise für Stromlieferungen auch übersteigen. 

*

„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix