Strom selbst erzeugen: gut fürs Klima

Wenn ihr zuhause Strom erzeugt, seid ihr unabhängiger vom Strommarkt, senkt eure Stromkosten und nebenbei noch euren CO₂-Ausstoß. Hier erfahrt ihr mehr.


brickwork building with solar power plant

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Was ihr wissen müsst, wenn ihr Strom selbst machen wollt

Das Potenzial für erneuerbare Energien ist riesig, insbesondere für Sonnenenergie: Viele Dachflächen privater Häuser eignen sich für Photovoltaikanlagen. Wenn ihr zuhause selbst Strom erzeugen und speichern möchtet, stellt euch vorher folgende Fragen:

  • Welche Dachfläche steht euch für eure PV-Anlage zur Verfügung?

  • Wie hoch ist euer Stromverbrauch?

  • Plant ihr zukünftig weitere Verbraucher, zum Beispiel eine Wärmepumpe oder ein E-Auto?

  • Wie viel Strom benötigt ihr im Haushalt?

Warum überhaupt Energie selbst erzeugen? Das bringt es euch

family sitting in the garden in front of a solar powered home

Ihr macht euch unabhängiger. Mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 8 Kilowatt-Peak (kWp) und dem passenden Speicher könnt ihr in einem 4-Personen-Haushalt beispielsweise einen Autarkiegrad von etwa 76 % erzielen (bei einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr). Das bedeutet: Ihr müsst deutlich weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen – und seid damit auch unabhängiger von schwankenden Preisen und begrenzten Ressourcen.

Frau steckt Ladekabel ins Auto

Ihr spart Stromkosten. Klar, eine PV-Anlage und der Stromspeicher kosten erst einmal Geld. Aber wenn euer Dach für eine PV-Anlage geeignet ist, amortisiert sich die Anlage über die Jahre – und ihr produziert noch lange danach selbst Strom, der euch kaum etwas kostet. Bei einem Strompreis von 43 Cent pro kWh spart ihr im Jahr bis zu 270 € Stromkosten*.

Dachfläche mit mehreren Solarpanelen

Ihr seid klimaneutral unterwegs. Mit den erneuerbaren Energien für zuhause tut ihr natürlich auch etwas fürs Klima. Bei der Stromerzeugung mit einer PV-Anlage entsteht nämlich kein CO₂. Lediglich bei der Herstellung der PV Anlage kommt es einmalig zu einem CO₂-Ausstoß. Ihr spart damit also mindestens 350 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde Strom, die ihr selbst erzeugt. Lest hier mehr darüber, was eine Solaranlage für zuhause alles leistet.

Solaranlage für zuhause

Drei Möglichkeiten, selbst Strom zu erzeugen

Ihr habt die Wahl: Welche der erneuerbaren Energien passt am besten zu euch? Es gibt drei Möglichkeiten, Strom zu erzeugen, der das Klima schont. Welche darf’s für euch sein?

sun is shining on the roof of a house

Kraft der Sonne

Sauberer Strom aus Photovoltaikanlagen und klimaneutrale Wärme aus Solarthermieanlagen: Sonnenenergie nutzt ihr gleich doppelt. Mit einer Solaranlage versorgt ihr euren Haushalt klimafreundlich mit Strom und Wärme – ganz unabhängig von fossilen Brennstoffen.

wind is blowing at a wind turbine

Starke Windenergie

Strom aus Windkraft ist ebenso nachhaltig und gut fürs Klima. Mit On- und Offshore-Windrädern werden heute große Mengen Strom erzeugt. Eigene Windräder, die zuhause Strom produzieren, sind jedoch noch nicht weit verbreitet und bisher nicht wirtschaftlich.

Blockheizkraftwerk unter großer Wohneinheit

Brennstoff mal anders

Im Blockheizkraftwerk (BHKW) oder in der Brennstoffzellenheizung erzeugt ihr mit erneuerbaren Brennstoffen wie Biogas selbst Strom und Wärme ‒ und zwar klimaneutral. BHKW eignen sich eher für große Wohneinheiten, Brennstoffzellenheizungen auch für kleinere Häuser.

Welche ist die beste Art, zuhause Strom zu erzeugen?

Ob Solaranlage, Windrad oder Brennstoffzellenheizung: Alle drei Verfahren sind umweltschonende Möglichkeiten, selbst Strom zu erzeugen. Bei Privatpersonen haben allerdings Solaranlagen die Nase vorn: Sie sind mit wenig Aufwand umsetzbar und in Kombination mit einem Speicher noch kraftvoller. Holt euch jetzt unverbindlich ein Angebot von LichtBlick.

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Was kostet erneuerbare Energie für zuhause?

Was ihr heute in Sonnenenergie investiert, hat sich in einigen Jahren amortisiert – und ihr profitiert von nahezu kostenlosem Strom. Trotzdem müssen die Finanzen natürlich stimmen. Die folgende Tabelle zeigt euch, wofür welche Kosten anfallen, wenn ihr selbst Strom erzeugen und speichern möchtet.

KomponentenKosten
Solar­moduleca. 700 € pro kWp
Wechsel­richterca. 1.200–3.500 €
Montage­systemca. 100–250 € pro kWp
intelligentes Mess­system (optional für Anlagen bis 7 kWp)maximal 60–100 € pro Jahr (bei vorgeschriebenem Einbau)
Strom­speicherca. 5.000–10.000 € (für Speicher mit einer Kapazität von 5 bis 10 kWh)
Montage800–1.000 €
Gerüstab 1.000 €
Gesamt­kosten• ca. 11.500 € für eine kleine PV-Anlage mit 4 kWp plus Speicher
• ca. 25.000 € für eine große PV-Anlage mit 10 kWp plus Speicher

Gut zu wissen

Ihr wollt genau wissen, wie sich die Kosten für eine PV-Anlage zusammensetzen und wie viel Stromkosten ihr sparen könnt? Dann schaut hier vorbei:

Was kostet eine Solaranlage?

Wie groß sollte eure Photovoltaikanlage sein?

Eure Dachfläche bestimmt, wie groß eure PV-Anlage höchstens sein kann. Aber wie viel Fläche braucht ihr, um sinnvoll zu eurem Strombedarf beizutragen? Hier ein Überblick:

  • Mit einem Kilowatt-Peak Solarleistung könnt ihr in Deutschland durchschnittlich 1.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen – tendenziell etwas mehr im Süden und etwas weniger im Norden Deutschlands.

  • Pro Kilowatt-Peak Nennleistung benötigt ihr etwa 6–8 m² Dachfläche.

  • Ein typisches Einfamilienhaus in Deutschland hat eine Dachfläche von bis zu 60 m². Nicht immer kann die gesamte Dachfläche genutzt werden. Ist zum Beispiel eine Seite des Dachs nach Süden ausgerichtet, ist es nicht sinnvoll, auch auf der Nordseite Solarmodule zu installieren. Denn dort arbeiten die Solarzellen nicht sehr effizient.

  • Daraus ergibt sich, dass PV-Anlagen auf den Dächern von Einfamilienhäusern typischerweise eine Nennleistung zwischen 4 und 10 Kilowatt-Peak haben. Das bedeutet: Damit lassen sich etwa 4.000 bis 10.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

vier Solarteure an einer Photovoltaikanlage

Strom selbst erzeugen – effizienter dank Speicher

Sicher wisst ihr schon, dass eine Photovoltaikanlage zur Mittagszeit am meisten Strom produziert – vorausgesetzt, der Himmel ist klar. Für berufstätige Personen oder Menschen, die aus anderen Gründen tagsüber nicht zuhause sind, ist das nicht ideal ‒ sie verpassen dieses Mittagshoch. Sie können also nur die geringere Energieausbeute in den Morgen- und Abendstunden nutzen, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist.

Was passiert mit dem überschüssigen Strom, der mittags nicht genutzt werden kann? Er wird meist ins Stromnetz eingespeist und verkauft. Dafür erhaltet ihr dann eine Einspeisevergütung. Die liegt aber deutlich unter der Ersparnis, die ihr hättet, wenn ihr den selbst hergestellten Strom auch direkt nutzen würdet. Dafür gibt es zwei Lösungsansätze: ein intelligentes Energiemanagementsystem, das auch in eurer Abwesenheit Verbraucher zuschaltet, oder einen Stromspeicher – idealerweise sogar beides.

Ein Stromspeicher lädt während der Mittagsstunden ordentlich auf, sodass ihr abends (oder am nächsten Morgen) den gespeicherten Strom nutzen könnt. So steigert ihr euren Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit eurer PV-Anlage. Auch der Autarkiegrad steigt – für den oben genannten 4-Personen-Haushalt von 43 % auf ganze 76 %. Schaut euch hier genau an, wie viel ihr mit einem Stromspeicher sparen könnt.

entspannter Modulbesitzer geniesst die Sonne

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