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Vom Ökostrom-Pionier zum integrierten Versorger: LichtBlick treibt Transformation erfolgreich voran

Von acht auf bundesweit über 1,7 Millionen mit Ökostrom und Ökogas versorgten Menschen – das ist die Erfolgsgeschichte aus 25 Jahren LichtBlick. Zum Jubiläum vollzieht das 1998 in Hamburg gegründete Unternehmen die größte Transformation seiner Firmengeschichte. „Wir entwickeln LichtBlick mit Hochdruck vom Ökostrom-Pionier zum integrierten Versorger – mit einem klaren Fokus auf klimaneutrale Lösungen für Haushalte und Unternehmen. Wir besetzen die Wachstumsthemen der Zukunft“, erklärt LichtBlick-CEO Constantin Eis anlässlich der Vorstellung der Geschäftsbilanz 2022 / 2023. Mit Firmenzukäufen, Beteiligungen und neuen Partnerschaften hat sich LichtBlick gezielt verstärkt.

Erster Solarpark errichtet / Wind- und Sonnenkraftwerke für 400.000 Haushalte

So investiert das Unternehmen erstmals in die Stromerzeugung. LichtBlick hat sich eine Projektpipeline für neue Wind- und Solarparks mit einer Leistung von bis zu 1200 Megawatt gesichert. Damit kann in Zukunft der Stromverbrauch von bis zu 400.000 Haushalten gedeckt werden. Die erste PV-Freiflächenanlage wurde Ende 2022 in Betrieb genommen. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, hat LichtBlick im Juni eine 50-prozentige Beteiligung am Windprojektierer Eventus aus Münster erworben. Beide Unternehmen sind bereits zu 50 Prozent am PV-Projektierer SolarBlick beteiligt.

PPA-Verträge mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Kilowattstunden

Das Geschäft mit Direktlieferverträgen (Power Purchase Agreements, PPA) aus Wind- und Solaranlagen zog kräftig an. So konnte LichtBlick im abgelaufenen Geschäftsjahr PPA-Verträge mit einem Volumen von über 2,7 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Deutschland abschließen. Das entspricht dem Jahresverbrauch rund 900.000 Haushalten. Die grüne Energie liefert LichtBlick überwiegend an seine Haushaltskund*innen.

Monteurs-Netzwerk Installion übernommen

Seit Ende 2022 bietet das Unternehmen Hausbesitzer*innen mit dem SolarPaket eine Komplettlösung für Photovoltaik und Batteriespeichern an – von der Planung über die Montage bis zur Wartung. Um langfristig den Bedarf an Fachkräften zu sichern, erwarb LichtBlick im April das in Köln ansässige Monteurs-Netzwerk Installion mit 12 bundesweiten Standorten und einer digitalen Plattform zur Vermittlung von Handwerkern.

Tech Startup ison bietet Plattform für flexible Stromvermarktung

Bereits im letzten Jahr gründete LichtBlick das Tech-Startup ison. ison verbindet Prosumer über ein virtuelles Kraftwerk mit den Energiemärkten und ermöglicht den flexiblen Einsatz von Solarstrom, Batterien und Wärmepumpen. Das Startup vermarktet den Sonnenstrom von Hausbesitzer*innen, die ein SolarPaket von LichtBlick erworben haben, künftig an der Strombörse. „Unsere Kund*innen profitieren von erhöhten Einspeisevergütungen. Durch dynamische Tarife werden wir günstige Strompreise direkt an unsere Kund*innen weitergeben“, erläutert LichtBlick COO Dr. Enno Wolf. ison bietet seine Vermarktungsplattform auch Stadtwerken, Herstellern und Großhändlern als White-Label-Lösung an.

Neue eMobility Sparte bietet B2B Ladelösungen

Zuwachs gab es auch im Mobility-Geschäft. Die Hamburger übernahmen im April das Deutschlandgeschäft des Mutterkonzerns Eneco. Unter der Marke LichtBlick eMobility betreibt das Tochterunternehmen mit Sitz in Kitzingen und Dresden 5000 Ladepunkte für Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaften und Unternehmen. LichtBlick ergänzt damit sein Angebot an Mobilitätslösungen.

Trotz Krise fast durchgehend Angebote für Neukund*innen

LichtBlick nahm auch während der turbulenten Marktphase 2022 fast durchgehend neue Strom- und Gaskund*innen auf. Angesichts längerer Vertriebsstopps bei fast allen Versorgern liefen insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen Gefahr, ohne Anbieter dazustehen. Hier konnte LichtBlick einspringen. „Wir waren auch in der Krise ein verlässlicher Partner für Haushalte und Unternehmen“, so CEO Constantin Eis.

Bundesweit erster Börsenstromtarif für alle Haushalte

Damit Verbraucher*innen künftig schneller von sinkenden Preisen profitieren, bietet LichtBlick als erster Versorger einen bundesweiten Börsenstrom-Tarif für alle Haushalte an. Der Tarif „Vario“ ist auch ohne Smart Meter buchbar und ist gerade in Zeiten fallender Marktpreise attraktiv. Die Nachfrage ist bereits in den ersten Wochen nach der Einführung hoch.

Umsetzung der Preisbremsen bindet Ressourcen

Auch bei LichtBlick bindet die Umsetzung der Strom- und Gaspreisbremsen viele Ressourcen. Viele Kund*innen zeigten sich verunsichert. Deshalb hat sich das Aufkommen an Anrufen und Mails vervielfacht, was zwangsläufig zu längeren Bearbeitungszeiten führt. „Wir haben unser Service-Personal verdoppelt. Trotzdem hakt es manchmal noch. Hier bitten wir unsere Kund*innen um Verständnis. Wir kommen Schritt für Schritt wieder in den Normalbetrieb“, so Eis.

Positiver Geschäftsabschluss

Ab diesem Jahr bilanziert LichtBlick sein Geschäft im Einklang mit dem Mutterkonzern Eneco jeweils vom 1. April bis 31. März. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (1.4.22 bis 31.3.23) stieg der Umsatz gegenüber dem letzten Bilanzjahr (1.4.21 bis 31.3.22) von 1,164 auf 1,337 Mrd. Euro. Der Löwenanteil des Umsatzes entfiel auf das Energiehandels- und Vertriebsgeschäft. Der Gewinn vor Steuern (EBITDA) erhöhte sich von 50 auf 108 Millionen Euro. Damit lag die Umsatzrendite bei 8,1 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). Der Energieabsatz lag bei 6,2 Milliarden Kilowattstunden. Die Zahl der Mitarbeiter*innen hat sich binnen Jahresfrist durch Neueinstellungen und Unternehmenszukäufe von 500 auf 900 nahezu verdoppelt.

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Insbesondere auch, weil die Rekord-Einkaufspreise für Strom und Gas enorme wirtschaftliche Risiken mit sich bringen. So haben zum Beispiel viele Kund*innen Verträge mit kurzen Kündigungsfristen, während wir die zeitweise extrem teure Energie langfristig einkaufen müssen. Die höhere Rendite reflektiert die deutlich gestiegenen Marktrisiken. Sie sorgt für die notwendige Eigenkapitalausstattung, mit der wir auch an hochvolatilen Märkten bestehen können“, bilanziert LichtBlick-CFO Tanja Schumann.

„Für das sehr gute Ergebnis gibt es mehrere Gründe: Aufgrund der 2022 bei allen Anbietern hohen Preise für Neuverträge haben weniger Haushalte ihren Anbieter gewechselt – dadurch lagen unsere Kosten zur Kundengewinnung unter Plan. Auch der Energiehandel und die milde Witterung im Winter haben zu dem guten Ergebnis beigetragen.“

Ziel Klimaneutralität bis 2035

Gemeinsam mit dem Mutterkonzern Eneco strebt LichtBlick an, spätestens 2035 klimaneutral zu werden. Derzeit fallen vor allem durch den Gasvertrieb klimaschädliche Emissionen an. 2022 betrug der Fußabdruck von LichtBlick nach den Regeln des Greenhouse Gas Protocols (GHG) 517.000 Tonnen CO₂e (2021: 565.000). LichtBlick hat seine Klimabilanz in einem eigenen Report veröffentlicht.

Marktdesign an Flexibilität und Wettbewerb ausrichten

Mit Blick auf die Diskussionen über das künftige Strommarktdesign in Brüssel und Berlin fordert LichtBlick eine klare Ausrichtung auf Wettbewerb und dezentrale Flexibilität. Dazu schlägt das Unternehmen fünf Lösungsansätze vor. Dr. Enno Wolf: „Erstens müssen die Stromleitungen und -anschlüsse komplett digitalisiert werden, um bis in die kleinste Einheit intelligent steuern zu können. Zweitens müssen sich Preise frei am Markt bilden, um Investitionen in Flexibilität anzureizen. Drittens muss die Vermarktung von Sonnenstrom aus dem Eigenheim vereinfacht werden. Viertens müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, um auch E-Autobatterien in den Strommarkt zu integrieren. Und fünftens sollte die Kleinstaaterei aus 900 überwiegend überforderten Stromnetzbetreibern beendet werden, die mit einer Flut an Formularen und Zählerkonzepten jede dezentrale Innovation zu einem Spießrutenlauf durch Deutschlands Amtsstuben werden lassen.“

Ralph Kampwirth
Pressekontakt

Ralph Kampwirth

Bei Rückfragen hilft Ralph Kampwirth gern per Mail weiter.

ralph.kampwirth@lichtblick.de

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