Neue Preise für LichtBlick Kund*innen

Zum Jahreswechsel muss LichtBlick bei vielen Kund*innen die Preise anpassen. Warum das jetzt notwendig ist, was das für euren Tarif bedeutet und alle weiteren Infos gibt es hier.


LichtBlick Geschäftsführer Constantin Eis über Preisanpassungen

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IT-Wartungsarbeiten

Derzeit gibt es viele regulatorische Änderungen, die Versorger wie LichtBlick umsetzen müssen, um schnellstmöglich die Entlastungen an Kund*innen weitergeben zu können.

Deswegen werden einige Services gewartet und können vorübergehend nicht genutzt werden. Am 28.11. ab 13 Uhr sollte alles planmäßig wieder zur Verfügung stehen.

Alles Wichtige zur Preisanpassung

  • Der gestiegene Preis ist leider ein Resultat der enorm gestiegenen Energiepreise und den damit verbundenen Beschaffungskosten, die seit über einem Jahr nahezu nur in eine Richtung zeigen – nach oben. Zwischenzeitlich haben sich die Preise verzehnfacht. Und das waren nicht nur Ausreißer, wie das Beispiel Gas zeigt: Durchschnittlich kostet eine MWh Gas in diesem Jahr 350 Prozent mehr als 2021. Das macht den Preisunterschied und das Preisniveau deutlich, auf dem wir uns seit einem Jahr bewegen.

    Generell wirken sich steigende oder fallende Energiepreise immer erst zeitverzögert auf Tarife aus. Denn der überwiegende Teil des Energieeinkaufs ist in der Regel langfristig, zum Teil mehrere Jahre im Voraus, orientiert.

    Wenn aktuell in den Medien die Rede von fallenden Preisen ist, dann betrifft das vor allem den sogenannten „Spotmarktpreis“ – das ist der Preis für Energie, die ganz kurzfristig, z.B. für den Folgetag, eingekauft wird. Dieser Preis hat aber kaum Einfluss auf die Tarife. Denn Versorger wie LichtBlick kaufen Energie für ihre Kund*innen meist langfristig ein.

    Der Sportmarktpreis ist Moment niedrig, weil die Temperaturen mild (also gerade wenig Gas verbraucht wird) und die Gasspeicher voll sind. Das kann sich auch schnell wieder ändern. Die langfristigen Einkaufspreise hingegen sind weiterhin hoch.

  • Preisanpassungen und Preisbremsen sind zwei unterschiedliche Maßnahmen. Die Preisanpassungen muss LichtBlick aufgrund der gestiegenen Marktpreise für Energie vornehmen. Eine solche, turnusgemäße Maßnahme benötigt monatelange Vorlaufzeiten, Berechnungen, technische Anpassungen usw. Diese Prozesse laufen bei LichtBlick immer jährlich ab.

    Die Gas- bzw. Strompreisbremse ist eine Maßnahme der Bundesregierung und losgelöst von der turnusgemäßen Preisanpassung. Dass und in welchem Umfang Preisbremsen kommen, war zum Zeitpunkt der Preisanpassung noch nicht klar. Beschlossen werden diese Maßnahmen auch erst Mitte Dezember. LichtBlick hat also keine Preisanpassung durchgeführt, um mit den kommenden Preisbremsen Gewinn zu machen, sondern um das neue Marktgeschehen seit Anfang des Jahres abzubilden.

    Wir begrüßen die Maßnahmen der Bundesregierung sehr und halten euch über alle Entlastungen hier auf dem Laufenden.

  • Fast alle Preisbestandteile erhöhen sich zum Jahreswechsel. Sowohl bei ÖkoStrom, WärmeStrom und ÖkoGas haben sich die Einkaufspreise für Energie und damit der Kostenanteil von LichtBlick erhöht. Auch bei Steuern und Abgaben gab es einige Änderungen: Die Offshore- und KWKG-Umlage wurden angepasst, letztere entfällt ab dem 1.1. für WärmeStrom-Kund*innen mit separatem Zähler. Ab dem 01.01. kommt außerdem eine Wasserstoff-Elektrolyse-Umlage dazu. Darüber hinaus steigen auch die Netzentgelte – der neben Energiepreis sowie Abgaben dritte Preisbestandteil.

  • Neben Entgelten für die Netznutzung und Messung, die für den Grundpreis ausschlaggebend sind, sind auch interne Kosten von LichtBlick in diesem Jahr gestiegen. Sie entstehen im Geschäftsbetrieb und steigen in Zeiten volatiler Preise und auch als Folge der Inflation immer weiter an.

    Dazu gehören neben der Aufstockung personeller Kapazitäten u.a. die Bereitstellung technischer Prozesse und Maßnahmen, wie sie die derzeitige Lage fordert. Alle rechtlichen Anforderungen oder Entlastungen, die momentan kurzfristig angekündigt werden, müssen auch seitens LichtBlick schnell umgesetzt oder rückgängig gemacht werden - wie beispielsweise bei den Gasumlagen.

    Diese internen Kosten hat LichtBlick auf den Grundpreis umgelegt, da andernfalls die (verbrauchsabhängigen) Arbeitspreise noch höher ausgefallen wären.

  • Die Berechnung des neuen Abschlags erfolgt auf Basis des vorherigen Abschlags, nicht auf Basis des Jahresplanverbrauchs. Das bedeutet, wenn ihr eure Abschläge bereits mit einem "Puffer" versehen habt, wird dieser weiterhin berücksichtigt.

    Bei Gaskund*innen ist uns leider aktuell ein Fehler in der Berechnung des Abschlags unterlaufen. Das bitten wir zu entschuldigen. Betroffene Kund*innen werden wir bis Mitte Dezember über die Abschläge ab dem 01.01.2023 informieren. Es ist davon auszugehen, dass diese (deutlich) geringer ausfallen.

    Eine Besonderheit: Bei Stromkund*innen gab es nach dem Wegfall der EEG-Umlage im Juli keine Abschlagsanpassung, d.h. die Abschlagsgrundlage enthält diese noch und wird entsprechend in der Jahresendabrechnung berücksichtigt.

  • Preisanpassungen sind komplex und von vielen Faktoren abhängig. Nicht bei jedem bzw. jeder ist der Tarif gleich hoch. Das variiert z.B. nach dem Vertragsbeginn und der -laufzeit oder dem Wohnort, denn je nach Region fallen unterschiedlich hohe Netzentgelte an.

  • Das liegt an der Vertragshistorie und u.a. der kurzen (monatlichen) Kündigungsfrist im Vergleich zu Neukund*innen, die Verträge mit einer Laufzeit von 12 bis 24 Monaten haben. Dadurch kann LichtBlick die Einkaufsmenge besser steuern. Bei kurzen Kündigungsfristen ist wegen der volatilen Lage das Risiko im Energieeinkauf viel größer – und bildet sich leider auch preislich ab. Deswegen bietet LichtBlick erstmalig die Möglichkeit an, den Tarif zu wechseln. Das schafft Planungssicherheit für LichtBlick – und für euch.

  • Im Rahmen der Gas- und Strompreisbremse wird für einen Grundverbrauch ein staatlicher Bruttopreis garantiert. Nur der Verbrauch, der über diese Grundmenge hinaus geht, wird zum Preis des jeweilig gültigen Tarifs (der jetzt in der Preisanpassung genannt wird) abgerechnet.

    Sobald die Bundesregierung die Gas- und Strompreisbremse final beschlossen hat, wird LichtBlick dies selbstverständlich bei der Abrechnung im betreffenden Zeitraum berücksichtigen.

  • Von den hohen Marktpreisen profitieren in allererster Linie die Betreiber der Kraftwerke – übrigens vor allem auch die fossiler Energien wie Braunkohle. LichtBlick hat keine Erzeugungsanlagen in dem Umfang der großen Konzerne und daher derzeit auch keine Mehrerlöse auf Erzeugungsseite.

    Versorger sehen sich stattdessen mit einem hohen finanziellen Risiko konfrontiert und müssen hohe Summen als Absicherungen für Geschäfte zurücklegen, um bei den gestiegenen Preisen an der Börse überhaupt handlungsfähig zu sein.

    Übrigens haben lange alle von den günstigen Erneuerbaren profitiert, denn sie haben den Börsenstrompreis niedrig gehalten - vor allem Windräder.

Alles zum Tarifwechsel

  • Alle Kund*innen, die im Anschreiben zur Preisanpassung einen Vorschlag zum Tarifwechsel angeboten bekommen haben, können diesen in Anspruch nehmen.

  • Kund*innen, die sich für einen Tarifwechsel entscheiden, finden in ihrem Schreiben zur Preisanpassung gleich auf der ersten Seite den dazugehörigen Link (www.lichtblick.de/tarifwechsel) sowie einen individuellen Code zum Eingeben.

  • Das Tarifwechselangebot enthält eine Laufzeit von 24 Monaten. Das ermöglicht LichtBlick schon im Voraus, die langfristig benötigte Energiemenge unserer Kund*innen genaustens abschätzen und beschaffen zu können – bevor die Preise noch weiter steigen. Diese Planungssicherheit senkt die Kosten - für euch und für LichtBlick.

  • Mehr Sicherheit, denn LichtBlick garantiert Kund*innen so, dass der Preis für den Energieeinkauf über die Länge der Vertragslaufzeit trotz volatilen Preisschwankungen auf dem Markt gleich bleibt.

  • Die Energiepreisgarantie wirkt sich nur auf die Beschaffungskosten von LichtBlick aus. Weitere Preisbestandteile wie Steuern und Abgaben, Kosten für Netze und Messung und Umlagen sowie künftig möglich wirksam werdende Steuern, Abgaben, Umlagen und sonstige Auflagen sind davon ausgenommen.

  • Verträge, die am Telefon abgeschlossen werden können, gehören der Vergangenheit an – und das aus gutem Grund. Häufig wurden Verbraucher*innen dabei belästigt und ihnen wurden Verträge aufgeschwatzt, die sie gar nicht abschließen wollten. Das Faire-Verbraucherverträge-Gesetz, seit Anfang 2022 in Kraft, verhindert solche Fälle, indem Verträge nur per Textform zugestimmt werden kann. Mithilfe des LichtBlick Onlineformulars ist der Tarifwechsel für Kund*innen ganz einfach – ein paar Klicks reichen schon aus.

  • Aus rechtlichen Gründen kann LichtBlick Kund*innen, die bereits ihren Vertrag gekündigt haben oder einer Benachrichtigung zu Werbezwecken widersprochen haben, keinen Tarifwechsel anbieten. Darüber hinaus gibt es Kund*innen, denen LichtBlick derzeit aus vertraglichen Gründen noch keinen Tarifwechsel anbieten kann, da sie beispielsweise erst vor kurzem ihre Mindestvertragslaufzeit erreicht haben. Diese erhalten ggf. zu einem späteren Zeitpunkt ein entsprechendes Angebot.

Du hast Fragen zu Umlagen, der Gas- und Strompreisbremse oder sonstigen gesetzlichen Bestimmungen? Alle Antworten dazu findest du hier.