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LichtBlick konsolidiert grünes Wachstum / 500 Millionen Euro für Wind- und Solarparks

04.05.2022

Die Folgen des russischen Angriffskrieges für die Energieversorgung und die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung erhöhen die Dringlichkeit der Energiewende. „Erneuerbare Energien sind Friedensenergien. Sie ersetzen Öl, Gas und Kohle. Sie schützen das Klima und helfen, Despoten den fossilen Geldhahn abzudrehen“, so LichtBlick CEO Constantin Eis bei der Vorstellung der Geschäftsbilanz von LichtBlick in Hamburg. „Mit unseren klimaneutralen Lösungen tragen wir zu einer sicheren und sauberen Energiezukunft bei.“

Bilanz und Perspektive trotz gestiegener Preisrisiken im Energiehandel positiv

LichtBlick zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2021. Nach dem starken Wachstumsschub im Jahr 2020 konnte das Unternehmen sein Geschäft konsolidieren. Der Umsatz stieg leicht auf 1,14 Milliarden Euro (2020: 1,11), die Zahl der Energieverträge mit Haushalten und Unternehmen blieb mit rund einer Million stabil. Der Gewinn vor Steuern und Abgaben (EBITDA) lag bei 60 Millionen Euro (2020: 47 Mio). „Wir haben die Herausforderungen durch die historisch hohen und enorm schwankenden Energiepreise bisher erfolgreich gemeistert. Mit unserer konsequenten Klimastrategie und unserem umsichtigen Energiehandel sind wir auch in unsicheren Zeiten ein glaubwürdiger und zuverlässiger Partner für unsere Kund*innen“, bilanziert CFO Tanja Schumann. Auch die ersten Monate des Jahres 2022 sind für LichtBlick erfolgreich verlaufen, das Unternehmen erwartet ein deutlich positives Jahresergebnis.

LichtBlick Bilanz 2022LichtBlick Bilanz 2022

Klimaziel: Bis 2035 CO2-frei über die gesamte Lieferkette

Im Fokus der LichtBlick-Strategie steht das Ziel Klimaneutralität. Das Unternehmen hat für 2021 erstmals eine Treibhausgasbilanz vorgelegt. Denn auch ein Anbieter von Öko-Energie verantwortet Emissionen. Gemäß der Anforderungen des Greenhouse Gas Protocols will LichtBlick die CO2-Emissionen seiner Produkte ÖkoGas und ÖkoStrom verringern (sogenannte Scope 3 Emissionen). „Wir sind der einzige Energieanbieter in Deutschland, der bis 2035 die gesamte Lieferkette klimaneutral stellen wird“, erläutert LichtBlick CEO Constantin Eis.

LichtBlick war 2021 für 565.000 Tonnen CO2 verantwortlich. Vor allem der Gasvertrieb belastet die Klimabilanz. Die Lieferung von Ökogas ist für LichtBlick-Kund*innen klimaneutral, weil die Klimagase kompensiert werden. LichtBlick berücksichtigt diesen CO2-Ausgleich allerdings nicht in seiner Klimabilanz. LichtBlick will mittelfristig aus dem Gasvertrieb aussteigen und im Gegenzug sein Wärmestrom-Angebot ausweiten. Beim Ökostrom, der bei der Erzeugung CO2-frei ist, fallen Klimagase im Anlagenbau und im Stromnetz an – auch diese Emissionen berücksichtigt LichtBlick in seiner Klimabilanz.

500 Millionen Euro für Wind- und Solarparks

Der Energievertrieb bildet seit der Gründung von LichtBlick den Kern des Geschäftes. Der Ökostrom-Pionier will seine Wertschöpfung in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. „Wir entwickeln LichtBlick vom Energiehändler zu einem vertikal integrierten Energieunternehmen. Bis 2026 wollen wir 45 Prozent unseres Gewinnes in neuen Geschäftsfeldern erzielen“, so Eis.

Ein Fokus liegt dabei auf der grünen Stromproduktion. „Wir investieren in den kommenden fünf Jahren gemeinsam mit unserem Mutterkonzern Eneco 500 Millionen Euro in deutsche Wind- und Solarparks“, kündigt Eis an. Die ersten Solarparks sollen 2022 ans Netz gehen. Bis 2026 will das Unternehmen Anlagen mit einer Kapazität von bis zu einem Gigawatt Kapazität in Deutschland betreiben.

Neben eigenen Kraftwerken spielen in der Grünstromstrategie von LichtBlick auch Power Purchase Agreements (PPAs) eine wichtige Rolle. Aktuell kauft das Unternehmen PPA-Strom aus 116 Wind- und 8 Solarparks. „Unser PPA-Geschäft hat sich erfreulich entwickelt, Projektierer und Betreiber liefern ihren Strom gern an uns, auch weil wir ein glaubwürdiger Partner für die Grünstromvermarktung sind“, so COO Dr. Enno Wolf.

Virtuelles Kraftwerk

Kern des Kundenversprechens von LichtBlick ist ein klimaneutraler Lebensstil. Im neuen Geschäftsfeld „Energy as a Service“ werden Immobilienbesitzer*innen alle Technologien aus einer Hand geliefert, installiert und vernetzt. Das Angebot für sogenannte Prosumer*innen umfasst Solar, Speicher, Mobilitätslösungen, Ökostrom und Energiedienstleistungen. In Zukunft kommen noch Wärmepumpen hinzu. LichtBlick will bis 2026 rund 25.000 Ein- und Zweifamilienhäuser zu einem virtuellen Kraftwerk vernetzen, das lokal die Energie- und CO2-Bilanz optimiert und überschüssigen Strom an der Börse vermarktet. Zudem will LichtBlick bis dahin an mindestens 60.000 E-Mobilist*innen Fahrstrom verkaufen.

Verbraucher*innen müssen sich auf steigende Strom- und Gaspreise einstellen

Haushalte müssen sich laut LichtBlick auf weiter steigende Strom- und Gaskosten einstellen. „Die Beschaffungspreise für Strom und Gas haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt. Bei vielen Verbraucher*innen werden diese Mehrkosten erst ab 2023 in vollem Umfang ankommen“, so Dr. Wolf. Insbesondere beim Gas erwartet LichtBlick bei allen Versorgern nie dagewesene Kostensteigerungen.

Verbraucher*innen sollten schon heute ihre Abschläge erhöhen und Rücklagen bilden, um später nicht von hohen Nachzahlungen überrascht zu werden. „Vor allem die Politik ist hier gefragt. Energiearmut wird ab 2023 ein großes Thema. Deshalb ist eine zielgenaue Förderung für einkommensschwache Haushalte besonders wichtig“, fordert Dr. Wolf.

LichtBlick befasst sich auch mit einem möglichen Gasembargo. Der Notfallplan der Regierung sieht zunächst Lieferstopps für energieintensive Industrien und Gaskraftwerke vor. Haushalte gelten als besonders geschützte Kund*innen, bei denen Versorgungsausfälle vermieden werden sollen. Forderungen nach einer Umkehr der Abschaltreihenfolge lehnt LichtBlick ab: „Der Schutz der Bevölkerung muss immer an erster Stelle stehen“, betont Dr. Wolf.

Materialien zum Download:

  • Medienmitteilung (PDF)

  • Präsentation Jahres-Pressekonferenz (PDF)

  • Fotos Constantin Eis, Tanja Schumann, Dr. Enno Wolf, FahrStrom-Produkt, E-Auto

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Ralph Kampwirth
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