So werden Kunden bei der Stromkennzeichnung getäuscht

Ihr Energieversorger wirbt mit einem hohen Anteil an grünen Strom in seinem Tarif, wenn Sie das Tortendiagramm auf Ihrer Stromabrechnung sehen? Leider sind solche Aussagen oft noch lange keine Garantie dafür, dass der Anbieter wirklich viel eigenen Ökostrom in seinem Strommix beschafft hat. Die meisten Versorger können durch die dargestellte EEG-Umlage einen viel größeren Anteil an Kohle- oder Atomstrom in ihrem beschafften Portfolio aufweisen, als im offiziellen Strommix sichtbar wird.

Was ist der EEG-Anteil?

Der Prozentsatz Strom aus „Erneuerbare Energien finanziert aus der EEG-Umlage" spiegelt den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland wieder, und wird von den Kunden direkt über die EEG-Umlage finanziert. Dieser EEG-Anteil beträgt bei vielen Versorgern fast 53%, auch wenn die Versorger diesen Strom gar nicht kaufen und auch nicht an den Kunden verkaufen.

Zertifizierter LichtBlick-Strom (ohne EEG-Anteil)

  • 100% Ökostrom

Bundesdurchschnitt (ohne EEG-Anteil)

  • 37% Ökostrom
  • 51% Kohle, Gas und sonstige Fossile
  • 13% Atom

Mit Ausweisung des EEG-Anteils wird der Anteil an Strom aus Kohle, Gas, anderen fossilen Energieträger und Atom in der Stromkennzeichnung durch die gesetzliche Vorgabe künstlich kleingerechnet. Deshalb haben wir ausgerechnet, wie der Strommix des von ihrem Versorger beschafften Stroms wirklich aussieht.