Zusammensetzung des Gaspreises: Wie entstehen die Kosten?
Grundsätzlich erhaltet ihr einmal im Jahr von eurem Energieanbieter eine Gasabrechnung, die sich aus eurem Verbrauch und dem aktuellen Gaspreis ergibt. Doch wie setzt sich der Gaspreis genau zusammen? In diesem Beitrag erfahrt ihr alles über die Zusammensetzung des Gaspreises, die einflussnehmenden Faktoren und darüber, wie sich der Gaspreis aktuell entwickelt.


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Üblicherweise setzt sich der Preis für Gas aus dem Grundpreis und dem Arbeitspreis zusammen. Mit dem Grundpreis werden die Grundkosten wie die Entgelte für den Messstellenbetrieb und Messung und die Netzentgelte Grundpreis gedeckt. Er ist deshalb unabhängig von eurem Verbrauch. Der Arbeitspreis hingegen ist umso höher, je mehr Gas ihr verbraucht. Deshalb wird er auch Verbrauchspreis genannt.
Aber was genau ist im Gaspreis enthalten? Auf die meisten der Bestandteile des Gaspreises habt ihr als Verbraucher*innen keinen Einfluss. Der Preis setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen: Dabei beträgt der Aufwand für die Energiebeschaffung und den Vertrieb anteilig etwa 50 Prozent, die Steuern, Umlagen und Abgaben an den Staat in etwa 30 Prozent und die Netzentgelte für einen sicheren Transport rund 20 Prozent.²
Steuern, Umlagen und Abgaben
Ein Teil des durchschnittlichen Gaspreises besteht aus Steuern, Umlagen und Abgaben an den Staat. Dafür, dass Gas verwendet werden darf, zahlen Verbraucher*innen allein bereits 0,55 ct/kWh³ Erdgassteuer und die Umsatzsteuer. Hinzu kommen Konzessionsabgaben und weitere Kosten, wie die Kosten für die Emissionszertifikate. Auf die Steuern und Abgaben haben Energieanbieter selbst keinen Einfluss.Netzentgelte
Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, fallen Netzentgelte beispielsweise für die Wartung der Zähler und die Instandhaltung sowie den Betrieb der Gasleitungen an. Diese werden von der Bundesnetzagentur und der Landesregulierungsbehörde festgelegt.Gasbeschaffung und Vertrieb
Der restliche Anteil des Gaspreises entfällt auf die Gasbeschaffung, also etwa auf den gesamten Verwaltungsaufwand wie Beratung und Rechnungsstellung, Vertrieb und Marge. Dieser Anteil ist deshalb der größte bei der Zusammensetzung des Gaspreises.So entsteht der Gaspreis bei LichtBlick
Der durchschnittliche Gaspreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die jeweils Schwankungen unterlegen sind. Steigen die Kosten für eine dieser Komponenten, wirkt sich dies auf den gesamten Gaspreis aus. Da seit 2021 die Preise für die Energiebeschaffung kontinuierlich gestiegen sind, haben sich auch die Preise für Gas stark verändert.
Bei LichtBlick setzt sich der Gaspreis wie folgt zusammen:
Netznutzungsentgelte und Entgelt für den Messstellenbetrieb und die Messung:
Diese gesetzlich regulierten Entgelte variieren je nach Wohnort und machten 2025 rund 20 % des Gaspreises aus.
Steuern, Umlagen und Abgaben:
Dazu zählen Umsatz- und Energiesteuer sowie weitere staatliche Abgaben und Umlagen. Sie entsprachen 2025 etwa 30 % des Gaspreises.
Versorgeranteil:
Dieser Anteil umfasst vor allem Kosten für Energiebeschaffung und Vertriebskosten und wird vom Anbieter selbst gestaltet. 2025 lag der Versorgeranteil bei rund 50 % des Gaspreises.
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Der Gaspreis: ein Rückblick⁴
In den vergangenen 15 Jahren war der Gaspreis relativ stabil. In 2022 mit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine stieg der Gaspreis stark. Anfang September 2022 erreichte er mit 40,41 Cent pro Kilowattstunde seinen Höchststand. Im Vergleich dazu kostete Gas zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr 5,83 Cent pro Kilowattstunde.
Was bestimmt den Gaspreis im Wesentlichen?
Wie ihr anhand der Zusammensetzung des Gaspreises erkennen könnt, entfällt der wesentliche Anteil des Gesamtpreises auf die Kosten für die Energiebeschaffung. Und der Energiemarkt ist ein europäischer. Deutschland exportiert und importiert auch Energie in europäische Nachbarländer. Seit dem Jahresende 2021 sind die Großhandelspreise für Erdgas allerdings massiv gestiegen, sodass Energielieferanten seitdem wesentlich mehr Geld für die Beschaffung des Gases ausgeben müssen. Je länger also so eine angespannte Marktlage andauert, desto mehr sind Energieanbieter gezwungen, die gestiegenen Kosten im Energieeinkauf an Kund*innen weiterzugeben. In Zahlen bedeutet das: Für die Beschaffung und den Vertrieb mussten die Energieversorger im Jahr 2022 rund 65 Prozent Mehrkosten aufwenden.
Im Jahr 2023 hat sich die Lage zunehmend entspannt⁵ (Stand: Januar 2024). Neue Tarife sind günstiger als im Vorjahr. Zudem lag die Umsatzsteuer für Gas bis Februar 2024 bei nur 7 statt 19 Prozent. Wie hoch der Gaspreis in 2026 sein wird, lässt sich nicht exakt vorhersagen. Im Jahr 2026 kann der CO₂-Preis weiter bis auf 65 Euro ansteigen⁶ und auch die Netznutzungsentgelte können sich vielerorts erhören – abhängig vom jeweiligen Netzbetreiber. Es ist jedoch auch davon auszugehen, dass sich durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage bei den Gaspreisen in Deutschland ein kleiner Rückgang der Preise abzeichnet.
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Jetzt passenden Gas-Tarif findenHäufige Fragen zur Zusammensetzung des Gaspreises
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Quelle: bundesnetzagentur.de
Quelle: Bundeswirtschaftsministerium
Quelle: verivox.de
Quelle: zdf.de
Quelle: ADAC


