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24h-Lieferantenwechsel: Stromanbieter schnell wechseln

Es kommt Bewegung in den Energiemarkt: Der Wechsel des Stromanbieters ist innerhalb eines Werktages möglich. Wie das funktioniert und welche Vorteile euch der 24-Stunden-Lieferantenwechsel bringt, erfahrt ihr hier. 


aktualisiert am20.10.26
6 MinutenLesezeit
frau in kueche schaut auf ihr handy und informiert sich über 24h lieferantenwechsel

24-Stunden-Lieferantenwechsel: Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Lieferantenwechsel?

Ihr möchtet von günstigeren Energiepreisen, besseren Serviceleistungen oder attraktiveren Lieferkonditionen profitieren? Oder habt ihr vor, auf 100 % erneuerbare Energie – beispielsweise ÖkoStrom* von LichtBlick – umzustellen? Grundsätzlich steht es euch als Verbraucher*innen frei, euren aktuellen Energieversorger zu wechseln. Dieser Vorgang wird im Allgemeinen als Lieferantenwechsel bezeichnet. Der Lieferantenwechsel ist von einem Vertragswechsel zu unterschieden, der innerhalb eines Anbieters erfolgt.  

Der Wechsel des Energieversorgers ist schon jetzt einfach und kann in den meisten Fällen direkt online erledigt werden. Alle benötigten Daten findet ihr auf eurer letzten Jahresabrechnung. Dazu gehören bisher – neben euren persönlichen Daten – die Zählernummer, der Name des bisherigen Energieversorgers sowie der Zählerstand.   

Sobald ihr den Auftrag erteilt habt, stößt der neue Anbieter den Wechselprozess an. Soll er zugleich euren bisherigen Stromliefervertrag kündigen, benötigt er hierfür eine entsprechende Vollmacht. Diese wird zusammen mit eurem Auftrag erteilt. Für den technischen Lieferantenwechsel meldet der neue Anbieter den gewünschten Lieferbeginn beim Netzbetreiber an. Die hierfür vorgesehenen Marktprozesse werden werktags grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden abgewickelt. Anschließend kann euch der neue Anbieter den möglichen Lieferbeginn bestätigen. Bestehende Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bleiben dabei unberührt und können dazu führen, dass die Belieferung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. 

Welche Änderungen gab es zum Lieferantenwechsel?

Der technische Vorgang zum Lieferantenwechsel wurde deutlich gestrafft: Auf Grundlage der Festlegung der Bundesnetzagentur zum beschleunigten werktäglichen Lieferantenwechsel werden die hierfür erforderlichen Marktprozesse seit dem 6. Juni 2025 grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden und an jedem Werktag abgewickelt. Sendet der Lieferant beispielsweise am Montag eine Anmeldeanfrage an den Netzbetreiber, muss er am Dienstag eine fristgerechte Antwort übersenden. Die Kündigungsfristen bleiben erhalten.  

Mit den neuen Vorgaben wurde die Anforderung aus § 20a Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) umgesetzt. Die Regelung gilt seit dem 6. Juni 2025 für alle Stromanbieter.  

Die gesetzliche Vorgabe des § 20a Absatz 2 EnWG gilt grundsätzlich auch für den Gasbereich; ein Lieferantenwechsel innerhalb von 24 Stunden ist dort bislang jedoch noch nicht in den maßgeblichen Marktprozessen umgesetzt. 

Frau mit Handy auf dem Sofa entscheidet sich für 24h Lieferantenwechsel

Was bedeuten die neuen Vorgaben für Verbraucher*innen?

Für euch als Verbraucher*innen bedeutet der 24h-Lieferantenwechsel, kurz LFW24, dass ihr euren Stromanbieter jetzt noch einfacher und schneller wechseln könnt. An der Beauftragung eurer Stromlieferung selbst ändert sich dabei nichts. Damit die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen beim Lieferantenwechsel für Strom eingehalten werden können, müsst ihr nun möglichst auch eure Marktlokations-Identifikationsnummer, kurz MaLo-ID, angeben. Ihr findet die elfstellige Kennziffer auf eurer letzten Stromrechnung. Solltet ihr eure MaLo-ID noch nicht kennen, könnt ihr eure Zählernummer angeben. LichtBlick ermittelt eure MaLo-ID dann bei Vertragsabschluss beim Netzbetreiber. 

Wichtig:

An- und Abmeldungen sind nur noch zu einem in der Zukunft liegenden Termin möglich. Das bedeutet, dass es keine rückwirkenden Ein- und Auszüge mehr geben wird. Eventuelle Zuordnungslücken werden durch die Ersatz- oder Grundversorgung geschlossen, die meist teurer ist.

So funktioniert der 24h-Lieferantenwechsel

Der 24-Stunden-Lieferantenwechsel ist einfach und kostenlos:   

  1. Angebote checken: Um Angebote miteinander vergleichen zu können, müsst ihr wissen, wie hoch euer Jahresverbrauch ist und wie viel ihr aktuell bezahlt. Am besten nehmt ihr euch eure letzte Jahresabrechnung zur Hand. 

  1. Tarif auswählen: Sucht euch den Tarif aus, der am besten zu euren Bedürfnissen passt. Beachtet dabei nicht nur die Kosten, sondern auch die Vertragskonditionen wie Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist oder Preisgarantie. 

  1. Vertrag abschließen: Den Vertrag könnt ihr ganz einfach online abschließen. Dazu benötigt ihr unter anderem eure MaLo-ID. Sollte euch diese unbekannt sein, kann LichtBlick sie für euch beim Vertragsabschluss ermitteln. 

  1. Alten Stromvertrag kündigen: Die Kündigung des Altvertrags sowie den Datenaustausch mit dem Netzbetreiber und dem bisherigen Versorger übernimmt der neue Anbieter. Nur wenn ihr euer Sonderkündigungsrecht nutzt, etwa bei einer Preisanpassung, müsst ihr selbst kündigen. 

  1. Wechsel wird bestätigt: Innerhalb von 24 Stunden werktags teilt euch der neue Energieversorger mit, ob und zu welchem Termin er die Energiebelieferung aufnehmen wird. Der Übergang erfolgt fließend. Samstags kann der Wechsel entsprechend erst zu Montag bzw. Dienstag erfolgen und auch bei nicht bekannter MaLo-ID dauert er entsprechend länger. 

Vorteile des 24h-Lieferantenwechsels für Verbraucher*innen

Flexibilität beim Anbieterwechsel
Euer Stromtarif passt nicht mehr zu euch, weil sich etwa euer Stromverbrauch erhöht hat? Dank des flexiblen 24h-Lieferantenwechsels könnt ihr euren Vertrag – abhängig von eurer Kündigungsfrist – jederzeit auf eure Bedürfnisse anpassen.
Kurzfristige Ausnutzung von Preisschwankungen
Der 24-Stunden-Lieferantenwechsel ermöglicht euch, je nach Kündigungsfrist, zeitnah auf Preisschwankungen zu reagieren oder von günstigeren Angeboten zu profitieren.
Kundenfreundlichere Angebote
Die verkürzten Fristen beim Lieferantenwechsel fördern den Wettbewerb am Energiemarkt und motivieren die Energieanbieter dazu, ihre Angebote zu verbessern.
Illustration einer Rechnung mit Malo ID

Voraussetzungen für den schnellen Wechsel

Für einen 24-Stunden-Lieferantenwechsel ist für euch als Verbraucher*innen vor allem dieser Punkt relevant: Die MaLo-ID: Die Marktlokations-Identifikationsnummer ist eine Kennnummer, die jede Marktlokation – d. h. Orte, an denen Energie erzeugt und/oder verbraucht wird – erhält. Sie hilft, die Abnahmestelle eindeutig zuzuordnen und die Kommunikation zwischen Verbraucher*innen, Lieferanten, Netzbetreiber und Messstellenbetreiber zu vereinfachen. Die Rolle des Netzbetreibers hat sich entsprechend geändert: Verteilte bisher ausschließlich dieser die Stammdaten, geht diese Aufgabe nach der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels auf den jeweiligen Lieferanten oder Messstellenbetreiber (MSB) über.

Rechtlicher Hintergrund und Ziele des 24h-Lieferantenwechsels

Mit dem 24-Stunden Lieferantenwechsel nach § 20a Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden die Vorgaben der EU-Richtlinie 2019/944 auf nationaler Ebene umgesetzt. Ziel ist es, den Wettbewerb zwischen den einzelnen Energielieferanten zu fördern und den Energiemarkt insgesamt kundenfreundlicher zu gestalten.

Welche Vorteile hat der 24h-Lieferantenwechsel für den Energiemarkt?

Der beschleunigte Lieferantenwechsel binnen 24 Stunden bringt verschiedene Vorteile mit sich. So bietet er den Marktteilnehmern die Möglichkeit zur Prozessoptimierung und damit zur Kosten- und Ressourceneinsparung. Dank des hohen Automatisierungsgrads lässt sich der manuelle Aufwand deutlich verringern – vor allem in Bezug auf die Klärung von Fehlermeldungen. Zudem schaffen automatisierte Prozesse mehr Klarheit und Transparenz. 

Doch das ist nicht der einzige positive Effekt: Je mehr die Verbraucher*innen die Möglichkeit des schnellen Lieferantenwechsels nutzen, desto stärker kommt es zum Wettbewerb und desto flexibler wird der Markt. Anbieter werden dazu animiert, auf das Verbraucherverhalten zu reagieren und ihre Angebote anzupassen. Das wiederum trägt zur Stabilisierung der Preise bei.  

Schneller Wechsel zu LichtBlick

Ihr wollt einen preisfairen Stromtarif und gleichzeitig auf Strom aus 100 % Sonne und Wind setzen? Dann wechselt zu ÖkoStrom von LichtBlick. Der Stromwechsel dauert nur wenige Minuten.

So wechselt ihr euren Stromanbieter
1. Tarifrechner ausfüllen
Für einen Stromanbieterwechsel braucht LichtBlick eure Zählernummer und möglichst eure MaLo-ID sowie eure Adresse, euren Namen und den des aktuellen Versorgers.
2. Wunschtarif auswählen
Sucht euch einfach den ÖkoStrom-Tarif aus, der hinsichtlich Vertragslaufzeit und Preisgarantie¹ am besten zu euch passt.
3. LichtBlick erledigt den Rest
Nun heißt es: zurücklehnen und entspannen. Um den Papierkram kümmert sich LichtBlick. Ihr bekommt Bescheid, ab wann euer ÖkoStrom-Tarif läuft.

Häufig gestellte Fragen zum 24-Stunden-Lieferantenwechsel

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LichtBlick bietet unterschiedliche Arten von Preisgarantien an. Die Energiepreisgarantie sichert feste Preise für Beschaffungs- und Vertriebskosten während der gesamten Erstvertragslaufzeit. Ausgenommen davon sind Abgaben, Umlagen, Steuern, Netznutzungs- und Messstellenentgelte sowie die Konzessionsabgabe oder neue staatlich veranlasste Preisbestandteile. Die Eingeschränkte Preisgarantie sichert feste Preise für Beschaffungs- und Vertriebskosten sowie für die Netznutzungs- und Messentgelte während der gesamten Erstvertragslaufzeit. Ausgenommen davon sind Abgaben, Umlagen, Steuern sowie die Konzessionsabgabe und neue staatlich veranlasste Preisbestandteile. Weitere Informationen zur Preisgarantie sind in den Tarifdetails zu finden.

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„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix