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  • Heizungsrohre isolieren und Energiesparpotenziale nutzen

    Mit der Isolierung der Heizungsrohre könnt ihr effektiv Energie sparen und die Heizkosten spürbar senken. Die Kosten amortisieren sich meist schon innerhalb der ersten Heizperiode. Sind die Leitungen gut zu erreichen, dann könnt ihr sie sogar selbst dämmen. Hier erfahrt ihr, wie es geht. 


    9 MinutenLesezeit
    Heizungsarbeiten

    Die Isolierung von Heizungsrohren hilft beim Energiesparen

    Bevor warmes Wasser an euren Heizkörpern oder eurem Wasserhahn ankommt, muss es einen langen Weg durch das Haus zurücklegen: Vom Wärmeerzeuger, der sich oft im Keller befindet, wird es durch das Rohrsystem über mehrere Etagen hinweg zu den verschiedenen Abnahmestellen transportiert. Sind die Heizungsrohre ungedämmt, geht dabei viel Energie verloren. Mit vorgefertigten Dämmschalen oder Dämmschläuchen könnt ihr eure Heizungsrohre jedoch schnell und einfach selbst isolieren.

    Welches Einsparpotenzial bietet die Rohrisolierung?

    Ungedämmte Rohrleitungen gehören zu den größten energetischen Schwachstellen im Haus. Besonders hoch sind die Wärmeverluste in unbeheizten Räumen: Rund 275 Kilowattstunden (kWh) gehen jährlich pro Rohrmeter verloren. Damit auch an weiter entfernten Heizkörpern und Wasserhähnen noch warmes Wasser ankommt, muss die Heizung also auf Hochtouren laufen. Das treibt nicht nur die Heizkosten in die Höhe, sondern verursacht auch unnötige CO₂-Emissionen. 

    Mit der richtigen Rohrisolierung könnt ihr den Energieverbrauch der Heizung deutlich senken und die Umwelt entlasten. Wie hoch das Einsparpotenzial ausfällt, hängt unter anderem von der Art und der Größe der Heizungsanlage ab. Oft summiert sich der Betrag auf mehrere hundert Euro im Jahr – bei einmaligen Investitionskosten von 50 bis 200 €. 

    Werft im Zuge der Dämmmaßnahmen auch einen Blick auf die Warmwasserrohre. Warmes Wasser wird – im Gegensatz zur Heizung – das ganze Jahr über benötigt. Wenn ihr eure Warmwasserrohre isoliert, macht sich das dementsprechend auch auf eurer Heizkostenabrechnung bemerkbar. 

    Energie sparen leicht gemacht

    Ihr wollt euren Energieverbrauch noch weiter reduzieren? Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen euch dabei, Strom zu sparen. Und ganz nebenbei tut ihr auch der Umwelt etwas Gutes, indem ihr euren CO₂-Ausstoß senkt. Energie sparen mit diesen Tipps

    Die Vorbereitung zur Isolierung der Heizungsrohre

    Welcher Dämmstoff ist der Richtige? Wie viel davon wird benötigt? Und welche Werkzeuge bzw. Hilfsmittel braucht ihr? Eine gute Vorbereitung ist bei der Rohrisolierung das A und O. Also schnappt euch einen Zollstock, einen Stift und einen Notizblock und messt euer Rohrleitungssystem genau aus. Anhand der Werte könnt ihr dann die Dämmstoffmenge berechnen und die Materialien zusammenstellen.

    Die Bestandsaufnahme des Rohrleitungssystems

    Damit die Dämmung den gewünschten Effekt bringt, muss sie überall gut anliegen – auch an Biegungen und Ventilen. Es dürfen keine Lücken entstehen. Bevor ihr in den Baumarkt stürmt, um Dämmmaterial zu kaufen, solltet ihr eure Rohrleitungen genau inspizieren und vermessen. Beginnt am besten in dem Raum, in dem euer Wärmeerzeuger steht, und arbeitet euch bis zu den Endabnahmestellen vor. Ihr benötigt drei Werte: 

    • Länge der Heizungsrohre: Messt jedes Rohr einzeln aus und notiert euch die Werte. Addiert anschließend die Maße, um die Menge des benötigten Dämmmaterials zu ermitteln. Rundet dabei eher auf als ab. So habt ihr Reserven für den Verschnitt. 

    • Rohrdurchmesser: Das Werkzeug spielt eine wichtige Rolle bei der Materialauswahl, dazu aber später mehr. Zur Bestimmung des Rohrdurchmessers könnt ihr entweder einen Messschieber nutzen oder ihr legt ein Maßband um das Rohr und teilt anschließend den Umfang durch Pi (3,14). 

    • Abstand zwischen den Rohren und zur Wand: Dieser entscheidet darüber, wie viel Material sich anbringen lässt. Berücksichtigt auch Hindernisse wie Kreuzungen und Armaturen. 

    Materialauswahl: Den richtigen Dämmstoff finden

    Die drei gängigsten Materialien zum Isolieren von Heizungsrohren sind Kunst- bzw. Schaumstoff, natürlicher und künstlicher Kautschuk sowie Mineralwolle. Bei der Auswahl solltet ihr auf die Isolationswirkung achten: 

    • Für unbeheizte Räume und Keller müsst ihr Dämmstoffe mit dem Standard „GEG 100“ verwenden. Die Dämmstärke entspricht in etwa dem Rohrdurchmesser. 

    • Für beheizte Räume reichen Dämmstoffe mit dem Standard „GEG 50“ aus. Wenn ihr ausreichend Platz habt, könnt ihr auch stärkere Dämmschalen nutzen. Je dicker die Rohrisolierung ist, desto mehr Energie spart ihr. 

    Auch der Preis, der Brandschutz und die Temperaturbeständigkeit sind wichtige Entscheidungskriterien. Letztere spielt beispielsweise dann eine Rolle, wenn ihr Solarleitungen dämmen möchtet. Dort kann die Temperatur zeitweise auf bis zu 160 °C ansteigen. 

    Zusammenstellung der Werkzeuge und Hilfsmittel

    Je nach Material braucht ihr zum Dämmen eurer Heizungsrohre zusätzlich folgende Werkzeuge und Hilfsmittel: 

    • spezielle Dämmschalen für Ventile und Pumpen 

    • eventuell Spezialstücke für Ecken und Biegungen 

    • Cutter oder scharfes Messer mit gerader Klinge 

    • Zollstock 

    • Stift und Lineal 

    • eventuell Gehrungslade für Winkelschnitte 

    • Isolier- oder Gewebeband zum Verbinden der Teilstücke 

    • Kunststoffkleber, wenn die Dämmschalen keinen Klebestreifen besitzen 

    Bei der Verarbeitung von Mineralwolle benötigt ihr zudem Handschuhe und langärmelige Kleidung. Das Material kann bei Hautkontakt Juckreiz auslösen. 

    Schritt-für-Schritt-Anleitung: Heizungsrohre isolieren 

    Ihr habt alles beisammen? Dann kann es losgehen! Achtet beim Dämmen darauf, dass ihr die einzelnen Stücke bündig aneinanderschiebt. Es dürfen keine Lücken entstehen. Stellt zudem sicher, dass die Dämmung eng am Heizungsrohr anliegt. 

    schritt 1

    Heizungssystem abstellen und Dämmschalen anbringen

    Schritt 1: Wenn ihr eure Heizungsrohre während der Heizperiode isolieren möchtet, dann solltet ihr zunächst die Heizung ausschalten. Wartet, bis die Rohre vollständig abgekühlt sind, bevor ihr mit der Dämmung beginnt. Schritt 2: Schneidet die Dämmschalen mit dem Cutter oder dem Messer auf Rohrlänge zu. Stülpt sie anschließend über die Heizungsrohre. Bei selbstklebenden Materialien müsst ihr nur noch die Schutzfolie abziehen und die Nahtstelle fest zusammendrücken.
    schritt 3

    Kurven und Biegungen ummanteln

    Schritt 3: Dämmschalen aus Kautschuk könnt ihr einfach über Kurven und Biegungen schieben. Starre Materialien wie Mineralwolle oder Schaumstoff müsst ihr je nach Radius zuschneiden: • Für enge Kurven mit einem Radius unter 2 cm oder rechtwinklige Verbindungen schneidet ihr zwei Schalen im 45-Grad-Winkel an und verbindet diese an den Schrägen. • Bei Kurven mit einem Radius von 2–5 cm setzt ihr zwei Kerbschnitte im 45-Grad-Winkel. • Bei Kurven mit einem Radius über 5 cm benötigt ihr drei Kerben im 30-Grad-Winkel. • Für T-Verbindungen schneidet ihr in eine Schale einen Keil im 90-Grad-Winkel. Eine zweite Schale schrägt ihr im 45-Grad-Winkel ab, sodass sie sich in die erste stecken lässt. Wenn ihr euch den Zuschnitt sparen wollt, könnt ihr auch spezielle Eck- und T-Verbindungselemente nutzen.
    schritt 4

    Isolierung von Ventilen und Armaturen

    Schritt 4: Für Heizungspumpen und Ventile gibt es spezielle Dämmschalen. Diese müssen genau zu eurer Armatur passen. Für kurze Abschnitte zwischen zwei Hindernissen könnt ihr kleine Stücke passgenau zuschneiden.
    schritt 5

    Schnitt- und Übergangsstellen abdichten

    Schritt 5: Nun müsst ihr nur noch sämtliche Schnittstellen und Übergänge großzügig mit Isolierband umwickeln, damit die Wärme nicht durch die Ritzen entweichen kann.

    Ist die Rohrisolierung Pflicht?

    Die Isolierung von wärmeführenden Leitungen ist nicht nur in Neubauten vorgeschrieben. Laut Gebäudeenergiegesetzt (GEG) besteht eine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten. Besitzt ihr ein Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus, dann müsst ihr freiliegende Warmwasser- und Heizungsrohre dämmen, die durch unbeheizte Räume und Keller verlaufen. Die Nachrüstpflicht gilt unabhängig davon, ob ihr euer Eigentum selbst bewohnt oder nicht. Liegen die Heizungsrohre in beheizten Räumen über dem Putz, braucht ihr sie nicht dämmen. Die abstrahlende Wärme trägt zur Raumheizung bei. 

    Heizungsrohre im Altbau isolieren

    Die Dämmung der Heizungsrohre lohnt sich vor allem in Altbauten mit älteren Heizanlagen, die mit konstant hohen Vorlauftemperaturen arbeiten. Es gilt: Je größer der Temperaturunterschied zwischen Heizungsrohr und Raumluft, desto mehr Wärme geht verloren. Besonders hoch ist das Einsparpotenzial in unbeheizten Räumen und Kellern.  

    Die Rohrisolierung hat noch einen weiteren positiven Effekt: Altbauten sind oft sehr hellhörig. Rauscht das Wasser durch die Leitungen, entstehen Schwingungen im Rohr, die durch das ganze Haus getragen werden. Eine sorgfältige Dämmung reduziert den Schall auf ein Minimum. 

    Schaut euch zudem die Nischen hinter den Heizkörpern an: Sind diese ungedämmt, solltet ihr sie ebenfalls isolieren. Im Handel gibt es spezielle Dämmstoffmatten und -platten, die an der Wand angebracht werden.  

    Übrigens: Auch mit einem bewussten Heizverhalten könnt ihr euren Energieverbrauch senken. Viele hilfreiche Tipps zum richtigen Heizen findet ihr in einem separaten Ratgeber. 

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    Die häufigsten Fragen zur Isolierung von Heizungsrohren