Vollbremsung vermeiden, Automatisierung belohnen: Unternehmensbündnis fordert Neuausrichtung beim Netzpaket
Hamburg und Berlin, 25. Februar 2026 – Ein Bündnis führender Unternehmen der digitalen Energie‑ und Klimawirtschaft warnt im Rahmen eines offenen Briefs an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor einer Vollbremsung der Energiewende. Der aktuelle Entwurf des Netzpakets gefährde Planungssicherheit, bremse Investitionen aus und führe zu einer Netzkapazitätslotterie, die dezentrale Energielösungen ausbremst.
Die Unternehmen fordern eine Neuausrichtung entlang klarer digitaler Leitplanken – darunter ein beschleunigter Smart‑Meter‑Rollout, die konsequente Umsetzung von §14a und der Abbau bürokratischer Hürden für dezentrale Anlagen. Ziel müsse ein modernes, resilientes Energiesystem sein, das Innovationen ermöglicht und den Industriestandort stärkt.

Material herunterladen
Offener Brief vom Bündnis für Smarte Netze

„Ökostrom“ bedeutet: In Höhe eures Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt bilanziell zu 100 % über Herkunftsnachweise gemäß § 42 EnWG, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet werden. Die tatsächliche Stromlieferung an eure Steckdose erfolgt physikalisch über das allgemeine Stromnetz, in dem sich Strom aus verschiedenen Quellen mischt (Strommix). Es kann dabei nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den ihr verbraucht, tatsächlich aus erneuerbaren Energien stammt. Trotzdem wird durch den Einkauf und die Entwertung sogenannter Herkunftsnachweise sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen werden kann. Die Zuordnung von Verbrauch und Herkunftsnachweisen sowie die Aufstellung der Herkunftsländer erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Stromkennzeichnung. Diese findet ihr hier: Zusammensetzung unseres Strommix