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Herkunftsnachweis für GewerbeStrom: Transparenz für glaubwürdige Nachhaltigkeitsziele

Nicht jeder Ökostrom ist gleich. Der Herkunftsnachweis zeigt genau, woher der Strom stammt, in welchen Anlagen und zu welchem Zeitpunkt er produziert wurde. Er ermöglicht Ihrem Unternehmen, Nachhaltigkeitsziele differenziert zu erreichen und ESG-konform zu dokumentieren. Je höher die Qualität der Herkunftsnachweise (HKN), desto belastbarer wird Ihr Reporting – und desto glaubwürdiger sind Ihre Nachhaltigkeitsziele für Kund*innen, Auditor*innen und Stakeholder*innen.


Solarpark im Abendlicht im Hintergrund Windraeder

Herkunftsnachweis für Strom: Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Herkunftsnachweis und wie funktioniert er?

Ein Herkunftsnachweis ist ein digitales Zertifikat, das die Herkunft von Strom aus erneuerbaren Energien belegt. In Deutschland werden diese Herkunftsnachweise seit Januar 2013 im Herkunftsnachweisregister (HKNR) des Umweltbundesamtes ausgestellt, verwaltet und entwertet.

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Was bringt der Herkunftsnachweis gemäß EEG und Co. denn nun konkret für Sie?

Ganz einfach: Energieversorger dürfen ihr Produkt nur dann als Ökostrom verkaufen, als Strom aus erneuerbaren Energien kennzeichnen und so auch auf der Stromrechnung ausweisen, wenn sie dafür die entsprechende Menge an Herkunftsnachweisen auch im HKNR entwertet haben. Der Vorteil für Sie: Die Kennzeichnung des von Ihnen bezogenen Ökostromproduktes ist über den HKN gesetzlich abgesichert und damit verlässlich und glaubwürdig.

Warum ist ein Herkunftsnachweis relevant für Unternehmen?

Der Herkunftsnachweis wird zunehmend wichtiger für den Bezug von GewerbeStrom, denn Unternehmen brauchen diesen z. B.:  

Herkunftsnachweise schaffen damit eine vertrauenswürdige Transparenz – intern, gegenüber Kund*innen, Auditor*innen, Banken sowie Stakeholder*innen sowie extern.  

Für Sie und Ihr Gewerbe bedeutet das: Sie erhalten die Information über den Herkunftsnachweis durch Ihre*n Energieversorger*in mit der Stromrechnung. Diese Informationen können sie für Ihre Energiebilanzierung, CO₂-Bilanzierung oder ESG-Berichterstattung nutzen, ohne selbst im Register aktiv werden zu müssen.

Warum präzise Herkunftsnachweise für ESG-Reportings entscheidend sind

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) stellt Unternehmen bestimmter Größe vor die Aufgabe, ihre Nachhaltigkeitsperformance transparent und nachprüfbar zu dokumentieren. Dabei geht es um eine ganze Reihe von Nachhaltigkeitsthemen aber auch um die Klimabilanz der Unternehmen. Die Klimabilanzierung ist in drei Teile oder “Scopes” aufgeteilt: Die Emissionen im direkten Einflussbereich des Unternehmens (Scope 1), die Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme (Scope 2) und die schwerer messbaren Scope-3-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.  

Für die CO₂-Bilanzierung von eingekauftem Strom spielen die Herkunftsnachweise eine Schlüsselrolle: Sie sind die Grundlage der Emissionsberechnung nach der marktbasierten Methode.

Wer stellt Herkunftsnachweise aus und wie erhalten Unternehmen sie?

Das Umweltbundesamt führt das elektronische Herkunftsnachweisregister (HKNR) und stellt dort die Herkunftsnachweise (HKN) digital aus.​ Ein Herkunftsnachweis wird jeweils für eine bestimmte Strommenge aus erneuerbaren Energien (1 MWh) ausgestellt, inklusive Angaben zu Anlagetyp, -Standort, Produktionszeitraum und Förderstatus.​

Nur registrierte Teilnehmer*innen wie Energieversorger*innen, Energiehändler*innen und Anlagenbetreiber*innen können ein Konto im HKNR eröffnen und Herkunftsnachweise dort verwalten. Dafür fallen Gebühren an.​ 

Gewerbliche Stromkundinnen und -kunden (also „normale“ Unternehmen, die Strom beziehen) haben keinen eigenen Zugang und können Herkunftsnachweise deshalb auch nicht selbst entwerten.​ 

Wie kommt Ihr Unternehmen an Herkunftsnachweise?

Ihr Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) kauft Herkunftsnachweise entweder am Markt oder erhält sie von Anlagenbetreiber*innen und lässt sie dann beim Umweltbundesamt im HKNR entwerten.​ Mit der Entwertung ist der Herkunftsnachweis „verbraucht“: Er kann nicht mehr gehandelt werden und dient als Nachweis, dass die entsprechende Menge Ökostrom tatsächlich an Endkund*innen – etwa an Ihr Unternehmen – ging.​ 

Einfacher beispielhafter Ablauf: 

Was sollten Unternehmen bei der Beschaffung von Herkunftsnachweisen beachten?

Immer mehr Unternehmen orientieren ihre Klimastrategie an den sogenannten Science-Based Targets (SBTs) wissenschaftlich fundierten Reduktionszielen, die mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens im Einklang stehen. Ein häufiges Ziel dabei ist, den Energieverbrauch vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Bei der strategischen Beschaffung von Herkunftsnachweisen sind daher mehrere Kriterien entscheidend:

1. Qualität prüfen

Achten Sie darauf, dass die Herkunftsnachweise aus seriösen, nachvollziehbaren Quellen stammen und der Anbieter im offiziellen Herkunftsnachweisregister registriert ist.

2. Zeitliche Übereinstimmung

Die Herkunftsnachweise müssen für denselben Abrechnungszeitraum ausgestellt und entwertet sein, in dem der Strom geliefert wurde; aktuell ist dabei eine jährliche Zuordnung ausreichend, eine Übereinstimmung von Produktions- und Verbrauchsmonat ist derzeit nicht erforderlich.  Eine mehrfache Nutzung von Nachweisen für verschiedene Zeiträume ist nicht zulässig und führt zu Ungenauigkeiten in der CO₂-Bilanzierung. Ein Standard-Herkunftsnachweis betrachtet den gelieferten Strom immer für einen bestimmten Produktionsmonat.

3. Dokumentation sicherstellen

Ihr Unternehmen sollte alle Nachweise, Verträge und Zertifikate gut dokumentieren und aufbewahren. Die Dokumentation sollte klar belegen, dass der Strombezug durch entsprechende Herkunftsnachweise abgedeckt ist. So können Sie die Nachprüfbarkeit für interne und externe Zwecke sicherstellen.

4. Lieferant & Vertrag prüfen

Klären Sie mit Ihrem Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Vertrag, dass Herkunftsnachweise übertragen und entwertet werden, denn transparente Prozesse sind entscheidend für auditfähige Nachweise. Außerdem sollten Sie ggf. die vertraglichen Bedingungen und die Zuverlässigkeit des EVU prüfen, um Qualität und Rechtssicherheit sicherzustellen.

5. Marktkenntnis

Informieren Sie sich gründlich über den Markt für Herkunftsnachweise, z. B. die Verfügbarkeit, die Preisentwicklung und die Quellen der Nachweise. Dies hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und keine überhöhten Preise oder minderwertige Nachweise zu erwerben. 

Die verschiedenen Herkunftsnachweise von LichtBlick

Die Qualität und Details von Herkunftsnachweisen variiert erheblich. Daher sollten Sie im Vorfeld immer überlegen: Wie granular sollte ich meinen Ökostrom nachweisen, damit der Herkunftsnachweis zu meinen ESG-Zielen passt? Je granularer die Herkunftsnachweise sind, desto präziser ist auch Ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Die Produkte von LichtBlick

LichtBlick bietet Ihnen dazu verschiedene Herkunftsnachweise, die passgenaue Informationen für Ihr Unternehmen liefern: 

Level

Inhalt

Für welche Unternehmen geeignet?

Mehrwert für Unternehmen

GewerbeStrom

Strom aus erneuerbaren Energien inkl. Standard-Herkunftsnachweis

Einstieg in Nachhaltigkeitsstrategie

Einfacher Nachweis für Grünstrom

GewerbeStrom Plus

Wahl nach Region, Anlagentyp oder bestimmten Quellen der HKN (z. B. nur Windenergie aus Deutschland)

Unternehmen mit Marken- und Kommunikationsanspruch

Glaubwürdigkeit und Differenzierung nach außen

GewerbeStrom Max

Herkunftsnachweis für jede einzelne Stunde statt nur Jahresmenge

Unternehmen besonderen Anforderungen im Rahmen des ESG-Reporting

Umfassende CO₂-Transparenz und 24/7-Matching, auditfähig

Granulare Herkunftsnachweise: Stündliche Transparenz statt jährlicher Bilanzierung

Standardisierte Herkunftsnachweise belegen, dass im Rahmen einer jährlichen Bilanzierung die gleiche Menge HKN erzeugt wurde, wie vom Unternehmen Strom verbraucht wurde. Das bedeutet, dass die Produktion und der Verbrauch des Stroms zeitlich und geographisch weit auseinander liegen können.  

Zeitlich und geographisch granularere Herkunftsnachweise gehen einen entscheidenden Schritt weiter – und können je nach Unternehmensziel vorteilhafter für Sie sein

  1. Standard-Herkunftsnachweise betrachten Jahresmengen mit geographischer Begrenzung: Sie belegen, dass im Jahr des Verbrauchs irgendwo in Europa die passende Menge HKN erzeugt wurde.  

  2. Stündliche Herkunftsnachweise zeigen den realen zeitlichen Zusammenhang: Sie weisen nach, dass zu jeder Stunde, Verbrauch und Produktion der HKN in einer Erneuerbaren Anlage ausgeglichen sind. 

  3. Zusätzlich ist es möglich eine regionale Komponente sicherzustellen, dass der HKN z. B. in Deutschland erzeugt wurde. 

  4. Durch solche granularen HKN wird die Emissionsberechnung im Rahmen der Klimabilanz glaubwürdiger und das Produktvertrauen steigt

Für welche Unternehmen lohnt sich welches Herkunftsnachweis-Level?

Vogelperspektive Windrad

GewerbeStrom von LichtBlick: Ihr Einstieg in erneuerbare Energien

Sie beziehen 100 % ÖkoStrom inklusive standardisierter Herkunftsnachweise? Damit erfüllen Sie grundlegende Nachhaltigkeitsanforderungen und senden ein klares Signal: Wir setzen auf erneuerbare Energie. 

Geeignet für Unternehmen, die: 

  • erste Schritte in Richtung Klimastrategie gehen, 

  • ihren Strombezug transparent dokumentieren möchten, 

  • ein bewährtes, unkompliziertes Ökostrom-Produkt bevorzugen. 

Zwei Frauen schauen auf einen Laptop

GewerbeStrom Plus: Gezielt zeigen, woher Ihr Strom stammt

Mit GewerbeStrom Plus wählen Sie die Herkunft Ihres ÖkoStroms gezielt aus – z. B. nach Region, Erzeugungsart oder konkreten Anlagen. Das schafft Glaubwürdigkeit, stärkt Ihre Markenbotschaft und bringt Konsistenz in Nachhaltigkeitsversprechen und Unternehmenskommunikation. 

Geeignet für Unternehmen, die: 

  • Wert auf eine nachvollziehbare Energieherkunft legen, 

  • Nachhaltigkeit sichtbar und kommunizierbar machen möchten (z. B. in CSR-Berichten, Employer Branding, Kundenkommunikation), 

  • regionale Verantwortung oder Branchenstandards erfüllen möchten. 

Reihen eines Solarparks

GewerbeStrom Max: Nachhaltigkeit messbar und auditsicher nachweisen

Für Unternehmen, die Nachhaltigkeitsanforderungen schon heute zukunftssicher machen wollen und ein Produkt mit der höchsten Glaubwürdigkeit beziehen möchten, bietet GewerbeStrom Max stündlich granulare Herkunftsnachweise: Für jede einzelne Verbrauchsstunde wird belegt, aus welcher erneuerbaren Quelle der Strom stammt. 

Damit wird Energiebezug prüfbar, zeitlich und geographisch präzise auditfähig – ein echter Start-Vorteil für die zukünftigen Anforderungen der Berichterstattungen im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), EEG-Reportings und Science-Based Targets.  

Geeignet für Unternehmen, die: 

  • schon heute zukünftige Anforderungen im Rahmen der CSRD-Berichtspflicht erfüllen möchten (ab 2025 für große Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten oder einem Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro), 

  • ihre Scope-2-Emissionen schon heute gemäß der neuen Berechnungsregeln dokumentieren wollen oder müssen, 

  • 24/7-Matching-Strategien umsetzen, 

  • höchste Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit haben. 

Fazit: Herkunftsnachweis als strategisches Instrument für zukunftsfähige Unternehmen

Herkunftsnachweise sind weit mehr als ein bürokratisches Zertifikat – sie sind ein strategisches Instrument für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele glaubwürdig dokumentieren und ihre ESG-Performance verbessern wollen. 

Mit den CRSD-Richtlinien und weiteren Verpflichtungen der Europäischen Union zum Klimaschutz wird es zukünftig höhere Anforderungen geben, um einen Ökostrombezug nachzuweisen. Damit wird Nachhaltigkeit auch zu einem zentralen Aspekt des unternehmerischen Risikomanagements.

LichtBlick als Partner für Ihre Herkunftsnachweise

Wir unterstützen Sie dabei, den passenden Herkunftsnachweis für Ihr Unternehmen zu wählen –passend zu Ihren Nachhaltigkeitszielen und Reporting-Anforderungen. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zur passenden Lösung.

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Häufige Fragen zum Herkunftsnachweis für Ökostrom