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Sicher ist sicher: Diese Versicherungen braucht euer E-Bike

Für „echte“ E-Bikes und S-Pedelecs ist eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Ihr besitzt ein Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h? Dann seid ihr zwar nicht dazu verpflichtet, es zu versichern – solltet aber trotzdem darüber nachdenken. Warum? Das erfahrt ihr hier.

von Kristina

E-Bike: Versicherung richtet sich nach Typ

Ihr möchtet euch ein E-Bike zulegen oder habt schon eins? Dann habt ihr sicherlich schon darüber nachgedacht, ob bzw. wie ihr es versichern wollt. Je nach Typ – ob Pedelec, S-Pedelec oder „echtes“ E-Bike – seid ihr zum Teil sowieso dazu verpflichtet.

Pedelec: Versicherung freiwillig – aber sinnvoll

Bei den meisten E-Bikes handelt es sich um sogenannte Pedelecs, also um Elektrofahrräder mit Trittunterstützung durch einen elektrischen Motor. Sie sind verkehrsrechtlich dem Fahrrad gleichgestellt. Entsprechend ist gesetzlich keine Versicherung vorgeschrieben.

Dennoch ist in der Regel zumindest eine Haftpflichtversicherung sinnvoll. Sie springt ein, wenn ihr jemand anderen schädigt, indem ihr zum Beispiel mit eurem Bike versehentlich einen fremden Autospiegel abfahrt.

Ihr habt schon eine Haftpflicht-Police? Dann werft einen Blick in den Vertrag und seht nach, ob er Schäden mit Pedelecs einschließt. Steht dort nichts Genaues, erkundigt euch bei eurer Versicherung. Eventuell solltet ihr einen neuen Vertrag abschließen.

Lohnt sich eine separate Fahrradversicherung für E-Bikes?

Vielleicht fragt ihr euch, ob es sich lohnt, für euer Pedelec eine Fahrrad- oder E-Bike-Versicherung abzuschließen. Eine gute Frage, die pauschal nicht mit Ja oder Nein zu beantworten ist, da mehrere Faktoren eine Rolle spielen.

Habt ihr bereits eine Hausratversicherung? Dann seid ihr darüber oft schon gegen Fahrraddiebstahl versichert. Meist deckt die Police auch Pedelecs bis 25 km/h ab. Über die Details solltet ihr euch jedoch genau erkundigen. Oft gibt es beispielsweise eine Nachtklausel: Bei einem Diebstahl zwischen 22 und 6 Uhr greift die Versicherung nicht.

Ein E-Bike mit Schlössern gesichert
Mit hochwertigen Schlössern schützt ihr euren Elektro-Esel am besten vor Diebstahl. Und im Fall der Fälle hilft die passende Versicherung eures E-Bikes.#© Rostislavv/iStock

Die Hausratversicherung greift außerdem meist nur, wenn das Rad aus dem eigenen Haus oder Keller gestohlen wird. Oft lässt sie sich allerdings für einen Aufpreis erweitern, um auch den Diebstahl unterwegs abzusichern. Wie teuer das wird, hängt vom regionalen Diebstahlrisiko ab.

Lebt ihr in einer Stadt, in der viele Räder gestohlen werden, kann es daher günstiger sein, eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen. Anders als die Hausratversicherung greift diese Spezialversicherung auch bei:

  • Raub, d.h. jemand entreißt euch das E-Bike und fährt davon
  • Reparaturen nach Vandalismus
  • Unfall- oder Sturzschäden
  • Diebstahl von Fahrradteilen
  • Feuchtigkeits- und Elektronikschäden

Am besten vergleicht ihr die verschiedenen Angebote der Versicherer und fragt im Zweifel nach.

S-Pedelec: Versicherung und Kennzeichen gesetzlich vorgeschrieben

Bei einem S-Pedelec unterstützt euch der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Dieser E-Bike-Typ gilt als Kleinkraftrad, entsprechend benötigt ihr einen Mofa-Führerschein. Ähnlich wie bei Mofa oder Roller benötigt ihr hier laut Gesetz eine Kfz-Haftpflichtversicherung bzw. Rollerversicherung und ein entsprechendes Kennzeichen.

„Echtes“ E-Bike: Versicherungskennzeichen notwendig

Ein E-Bike im engeren Sinne ähnelt einem Mofa: Im Unterschied zum Pedelec fährt es auch dann, wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt: per Knopfdruck oder Hebelbetätigung. Wie beim S-Pedelec ist auch fürs „echte“ E-Bike eine Kfz-Haftpflicht mit entsprechendem Versicherungskennzeichen erforderlich.

Das Wichtigste zur Versicherung eures E-Bikes

  • Für S-Pedelecs und E-Bikes im engeren Sinn ist eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben.
  • Auch für Pedelecs ist ein Schutz gegen Diebstahl sinnvoll, zum Beispiel über die Hausratversicherung.
  • In manchen Fällen lohnt sich eine separate E-Bike-Versicherung.

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