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Photovoltaik auf dem Flachdach – funktioniert’s auch ohne Schräge?

Mit Photovoltaik könnt ihr euren Ökostrom ganz einfach selbst produzieren. Aber kann ich eine PV-Anlage eigentlich auch auf einem Dach ohne Schräge anbringen? Hier erfahrt ihr, wie ihr auf einem Flachdach euer eigenes Kraftwerk montieren könnt und welchen Vorteil das haben kann.

Eignet sich ein Flachdach für eine Photovoltaik-Anlage?

Laut Experten funktioniert die Solarstromerzeugung in Deutschland optimal, wenn die Module einer PV-Anlage in einem Winkel von etwa 30 Grad montiert sind. Auf den ersten Blick könnte man also meinen, dass ein Flachdach nicht für Photovoltaik geeignet sei.

Dabei ist das Gegenteil der Fall: Gerade aufgrund der fehlenden Schräge bieten Flachdächer beste Voraussetzungen für die Stromgewinnung mit Photovoltaik – und zwar mithilfe einer sogenannten Aufständerung.

Mutter und Tochter stehen am sonnigen Fenster und strecken die Arme in die Luft.
Klimafreundliche Stromerzeugung: Mit Photovoltaik auf dem Flachdach könnt ihr die Kraft der Sonne zur Energiegewinnung nutzen. # © Choreograph/iStock

Aufständerung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach

Bei einer Aufständerung handelt es sich um eine spezielle Stützvorrichtung für Solarmodule. Während der Winkel für die Module auf einem schrägen Dach in der Regel durch die Schräge vorgegeben ist, ist die Modul-Ausrichtung bei der Aufständerung normalerweise frei wählbar. Das bedeutet: Der große Vorteil von Flachdächern ist, dass sich Solarmodule im optimalen Winkel montieren lassen.

Die Befestigung der Aufständerung für die Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach ist auf unterschiedliche Weise möglich:

  • Sie kann fest mit dem Dach verschraubt werden oder
  • sie wird mit speziellen, mit Steinen oder anderen schweren Materialien befüllten, Wannen befestigt.

Nachteil der Aufständerung auf dem Flachdach

Die Aufständerung der Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach hat in puncto Flächenbedarf allerdings einen Nachteil im Vergleich zum Schrägdach. Denn die einzelnen Module müssen in einem bestimmten Abstand zueinander aufgestellt werden, da sie sich sonst gegenseitig verschatten. Das heißt: Insgesamt ist die Ausnutzung der Fläche in der Regel geringer als bei einem schrägen Dach.

Um mit Photovoltaik einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen, kann auf dem Flachdach aus diesem Grund eine Ost-West-Ausrichtung von Vorteil sein. Die einzelnen Module erzeugen dann zwar in der Regel weniger Strom als solche, die nach Süden zeigen. Insgesamt passen aber mehr Module auf das Dach. Weiterer Vorteil: Ost-West-Systeme liefern gleichmäßiger über den Tag verteilt Strom.

Lasst euch deshalb am besten vorab immer von einem Fachmann beraten, welche Aufständerung in welchem Winkel für euer Dach die effizienteste Lösung ist.

Photovoltaik auf dem Flachdach: Das Wichtigste zusammengefasst

  • Vor der Installation einer PV-Anlage auf dem Flachdach sollte die Statik des Daches geprüft werden.
  •  Ein Flachdach hat bei einer Photovoltaik-Anlage den Vorteil, dass ihr die Solarmodule optimal ausrichten könnt.
  • Bei einem Flachdach kann eine Ost-West-Ausrichtung die effizientere Lösung sein.

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