Kritik an Netzrenditen: Verbraucher zahlen drei Milliarden Euro zu viel

Die Bundesnetzagentur hat heute eine Absenkung der Garantierenditen für Strom- und Gasnetzbetreiber von 9,05 auf 6,91 Prozent bekannt gegeben. Die Regelungen gelten ab 2018 für das Gasnetz und ab 2019 für das Stromnetz.

Dazu erklärt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft beim Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick:

„Die Bundesnetzagentur geht nicht konsequent gegen überhöhte Netzentgelte vor. Eine Garantierendite von 5 Prozent wäre rechtlich geboten und hätte ausgereicht, um Investitionen in die Strom- und Gasleitungen sicherzustellen. Auch in Zukunft werden Deutschlands Netzmonopolisten staatlich garantierte Traumrenditen kassieren. Haushalte, Gewerbe und Handel hätten so in den kommenden Jahren um drei Milliarden Euro entlastet werden müssen.

Die Netzkosten bleiben damit der größte Kostentreiber der Energiewende. Aber nicht nur das: Überhöhte Netzrenditen behindern auch den Wettbewerb im Strommarkt. Es ist ein Skandal, dass Kunden von unabhängigen Anbietern wie LichtBlick unangemessene Netzgebühren zahlen müssen, mit denen RWE, Eon und Co den teuren Umbau ihrer Konzerne finanzieren. Dieser Missstand muss endlich beendet werden.“

Weitere Informationen:

Gutachten und Infografiken zu überhöhten Netzrenditen http://bit.ly/netzkosten16

 

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Ralph Kampwirth

Bereichsleiter Unternehmens­kommunikation

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