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Recycling von Kleidung: Wohin mit noch tragbaren Klamotten?

Ihr habt euren Schrank erfolgreich ausgemistet? Dann könnt ihr etwas Gutes tun und noch tragbare Kleidungsstücke an Bedürftige spenden. Aber beim Recycling von Kleidung ist Vorsicht geboten, denn nicht alle Sammler sind seriös. Hier erfahrt ihr, worauf ihr beim Spenden achten solltet.

Recycling von Kleidung: Vorsicht vor schwarzen Schafen

Altkleidercontainer finden sich in vielen Städten und sind eine praktische Möglichkeit, Altkleider guten Gewissens zu entsorgen – oder? Nicht unbedingt! Denn nicht immer handelt es sich um seriöse Sammelstellen, die die Kleidung selbst oder den Erlös aus dem Verkauf an Bedürftige weitergeben.

Verbraucherschützer warnen vor schwarzen Schafen, sprich: Sammlern, die gespendete Klamotten aus Altkleidercontainern verkaufen und den Gewinn in die eigene Tasche stecken. Auch Straßensammlungen, für die ihr bisweilen Handzettel in eurem Briefkasten findet, sind eher selten seriös. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen, an wen ihr eure abgelegte Kleidung weitergebt.

Woran erkenne ich seriöse Sammelstellen?

Vertrauenswürdig sind natürlich die Altkleider-Container oder Recyclinghöfe eurer Stadt oder Kommune.

Seriöse Sammler geben in der Regel eine Anschrift und eine Telefonnummer Dort könnt ihr anrufen und euch direkt über die Verwendung eurer Spende informieren. Fehlen die Angaben oder ist unter der angegebenen Nummer niemand zu erreichen, kann das auf einen unseriösen Anbieter hinweisen.

Vertrauenswürdige Verbände erkennt ihr zudem an Siegeln. Die Verbraucherzentrale stuft folgende Spendensiegel als vertrauenswürdig ein:

1. FairWertung
2. Deutsches Zentralinstitut für soziale Frage (DZI)
3. BVSE Qualitätssiegel Textilsammlung vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Textil-Recycling: Alternativen zum Altkleidercontainer

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, alte Kleidung sinnvoll zu entsorgen. Hier einige Vorschläge:

  • Anstatt die alten Klamotten in einen Container zu werfen, könnt ihr sie direkt bei einer sozialen Einrichtung vor Ort vorbeibringen. So haben verschiedene Verbände sogenannte Kleiderkammern eingerichtet, die gut erhaltene Kleidung an Bedürftige wie Obdachlose oder Geflüchtete
  • Um zu verhindern, dass noch tragbare Kleidungsstücke im Müll landen, könnt ihr die Sachen auch selbst auf Flohmärkten verkaufen.
  • Auch die Weitergabe an Second-Hand-Läden ist eine Möglichkeit. Manche spenden den Erlös sogar einem wohltätigen Zweck, die Kette Oxfam zum Beispiel.
  • Oder ihr tauscht oder verkauft gebrauchte Klamotten in Online-Tauschbörsen wie “Kleiderkreisel” oder “Mädchenflohmarkt”.
An einer Kleiderstange hängen Blusen und Oberteile
Second-Hand-Läden sind eine gute Möglichkeit, alte Kleider sinnvoll zu entsorgen. Manche spenden sogar den Erlös für einen guten Zweck.#©axelbueckert/iStock

Auf einen Blick: Mit dieser Checkliste erkennt ihr vertrauenswürdige Sammler

  • Ist eine Adresse oder eine Telefonnummer angegeben?
  • Verfügen die Sammler über ein Spendensiegel?
  • Erhaltet ihr Auskunft über die Verwendung der Spenden?

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