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Richtig recyceln: So entsorgt ihr Elektroschrott sauber und nachhaltig

Kaffeemaschine, Kühlschrank, Computer: Die Liste elektrischer Geräte, die wir im Alltag benutzen, ist lang. Aber wo und wie könnt ihr eure ausrangierten Geräte eigentlich richtig entsorgen? Hier erfahrt ihr, was es beim Recycling von Elektroschrott zu beachten gilt.

Richtige Elektro-Entsorgung: Was genau ist Elektroschrott?

Elektrische Geräte müssen nach ihrer Verwendung fachgerecht entsorgt werden. Nur: Was wird eigentlich genau als Elektroschrott bezeichnet?

Egal, ob mit Strom aus der Steckdose, Batterie oder Akku: Grundsätzlich fallen alle Geräte, die mit Strom funktionieren, nach ihrer Nutzung in die Kategorie Elektroschrott. Das gilt für kleine Geräte wie MP-3-Player und Rasierer ebenso wie für große, zum Beispiel Kühlschrank, Waschmaschine und Herd.

Auch Möbel- und Kleidungsstücke, die fest verbaute elektronische Bestandteile enthalten, wie etwa blinkende Sneaker, zählen zum Elektroschrott. Zudem müssen seit dem 1. Mai 2019 passive Geräte, die Strom leiten, ebenfalls als Elektroschrott entsorgt werden. Dazu gehören beispielsweise Stecker, Adapter und USB-Kabel. Ausgenommen sind Bauteile wie Steckdosen.

Ein Tablet mit Sprung im Monitor liegt auf einem Holztisch
Manchmal ist ein defektes Tablet noch zu retten. Falls nicht, zählt es zum Elektroschrott.#© Evgeny Atamanenko /Shutterstock

Elektroschrott-Recycling: Wohin mit Altgeräten?

Bevor ihr euch entscheidet, Altgeräte wegzuwerfen, solltet ihr zunächst prüfen, ob sie nicht doch zu reparieren sind. Denn für die Umwelt ist es am besten, Elektrogeräte möglichst lange zu nutzen. Leicht defekte Geräte lassen sich oftmals bei Spezialisten oder in Repair-Cafés instandsetzen, die es mittlerweile in vielen Städten gibt.

Falls ihr definitiv keine Verwendungsmöglichkeit mehr habt und funktionierende Altgeräte loswerden möchtet, könnt ihr diese Möglichkeiten in Betracht ziehen:

Verschenken statt verschrotten: Funktionierende Altgeräte könnt ihr in einem Verschenk-Netzwerk kostenlos anbieten. Eine gute Idee ist es auch, sie bei einer Spendenaktion, in Second-Hand-Läden, Sozialkaufhäusern oder bei gemeinnützigen Vereinen abzugeben. Auf diese Weise werdet ihr eure Geräte los – und macht anderen zugleich eine Freude.

Verkaufen statt wegschmeißen: Auf Flohmärkten oder Online-Plattformen könnt ihr gebrauchte Geräte verkaufen. So tut ihr der Umwelt und eurem Geldbeutel etwas Gutes.

Nichts mehr zu retten? Dann könnt ihr euren Elektroschrott hier entsorgen:

Händler: Seit 2016 sind Händler mit einer Fläche von mindestens 400 m² verpflichtet, kleine Geräte wie elektronische Zahnbürsten oder Rasierer zurückzunehmen. Das gilt nicht für Großgeräte wie Kühlschränke. Diese nehmen Händler in der Regel nur beim Kauf entsprechender Neuware kostenlos an. Für Batterien könnt ihr entsprechende Abgabeboxen in Supermärkten nutzen.

Sperrmüll: Elektroschrott könnt ihr auch vom Sperrmüll abholen lassen. Welche und wie viele Geräte ihr entsorgen dürft, ist kommunal allerdings unterschiedlich geregelt.

Recyclinghof: Wer nicht darauf warten möchte, bis der Elektroschrott abgeholt wird, kann selbst zum Recyclinghof fahren. Wichtig: Informiert euch vorab, was ihr wo entsorgen könnt. Nicht jeder Recyclinghof nimmt jeden Elektroschrott an.

Elektro-Recycling: Wichtige Punkte im Überblick

  • Elektronische Geräte dürfen wegen der enthaltenen Schadstoffe nicht in den Hausmüll.
  • Generell gilt alles als Elektroschrott, das mit Strom betrieben wird oder Strom leitet.
  • Elektroschrott enthält wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können – daher am besten recyceln.

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