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Wo fangen wir an… weniger Plastikmüll zu produzieren: 14 Tipps für den Alltag

Zigmal täglich treffen wir – oft unbewusst – die Entscheidung: Plastik oder nicht? Hier findet ihr 14 Tipps, wie ihr umweltfreundliche Plastik-Alternativen ganz leicht in euer Leben einbauen könnt. Willkommen in einem plastikarmen Tag!

von Kristina

1. Seife am Stück statt flüssig aus dem Spender

Seifenstück, hübsch dekoriert auf Holzgrund.
#© Rawf8/iStock

Der Wecker klingelt – raus aus den Federn und ab ins Bad. Euch plastikfrei frisch zu machen ist nicht schwer: Schon mit einem Seifenstück, das ihr am Waschbecken deponiert habt, spart ihr das unnötige Plastik eines Flüssigseifenspenders. Übrigens: Auch Duschgel lässt sich durch Seife am Stück ersetzen.

2. Brotdose für euch und eure Lieben

Brotboxen aus Edelstahl
Lecker und plastikfrei: Gefüllte Brotboxen aus Edelstahl.#© Ulrika/iStock

Ihr nehmt etwas zu essen zur Arbeit mit oder packt euren Kindern etwas für die Pause in Kita oder Schule ein? Sandwichbeutel aus Plastik lassen sich durch Papiertüten ersetzen oder – noch besser – durch Brotdosen aus Edelstahl. Wenn ihr (noch) keine zur Hand habt: eine Frischhaltedose oder eine recycelte Eiscremedose tun es auch.

3. Auf einzeln verpackte Snacks verzichten

Und was kommt rein in die Box? Stullen sind ein Klassiker, dazu Obst oder Gemüse der Saison. Auch der Couscous-Salat vom Vortrag schmeckt durchgezogen noch besser. Egal, wofür ihr euch entscheidet – spart euch und der Umwelt einzeln verpackte Snacks wie Würstchen, Käse oder Süßkram.

4. Leitungswasser in die Edelstahlflasche

Auch etwas zu trinken kommt natürlich mit. Am liebsten Leitungswasser in der Edelstahlflasche. Die enthält garantiert keine Weichmacher oder andere Plastikschadstoffe. Auch eine Glasflasche mit Bügelverschluss funktioniert, ist aber etwas schwerer und bruchanfälliger.

5. Beutel und Boxen als ständige Begleiter

Wo ihr gerade dabei seid, die Tasche für die Arbeit zu packen: Nehmt doch gleich einen oder mehrere Jutebeutel mit, vielleicht wollt ihr später noch einkaufen. Klein gefaltet benötigen sie nur wenig Platz. Vielleicht passt auch noch eine leere Dose hinein? Geht ihr mittags essen, könnt ihr euch damit Reste einpacken lassen.

6. Thermobecher für den Weg zur Arbeit

Zwei Händepaare mit Thermobecher und Tablet auf Tisch.
Mit dem Thermobecher spart ihr nicht nur Plastik, euer Kaffee bleibt auch schön warm.#© fotostorm/iStock

Falls ihr unterwegs gern Kaffee trinkt – transportiert ihr ihn natürlich im Thermobecher, statt die To-Go-Variante mit Plastikdeckel zu kaufen. Den Mehrwegbecher könnt ihr später an der Firmenkaffeemaschine oder im Café erneut füllen.

7. Eis in der Waffel statt im plastikbeschichteten Becher

Drei Kinder auf einer Bank essen Waffeleis.
Becher oder Waffel? Natürlich die leckere umweltfreundliche Variante!#© altanaka/iStock

Feierabend, die Sonne lacht und die Kinder wollen nach dem Abholen nur das eine: Eis! Geht klar – und zwar am liebsten umweltfreundlich in der leckeren Waffel. Auf die plastikbeschichteten Becher samt Plastiklöffel lässt sich leicht verzichten!

8. Gemüse und Obst plastikfrei einkaufen

Vor dem Abendessen noch schnell einkaufen: Klar, Wochenmarkt oder Unverpackt-Läden wären ideal. Doch um die Ecke ist leider nur ein konventioneller Supermarkt. Zugegeben ist es schwierig, hier Produkte zu finden, die nicht in Plastik verpackt sind. Doch möglich ist es: Zum Beispiel an der Obst- und Gemüsetheke: Greift zur frischen, unverpackten Ware. Und die durchsichtigen Plastiktüten braucht doch eigentlich sowieso niemand.

9. Zange statt Einweghandschuhe für Brot und Brötchen

Eine Hand greift mit einer Zange nach einem Mohn-Brötchen
Greift bei der Backware lieber zur Zange als zum Plastik-Einweghandschuh.#© kzenon/iStock

Ein Brot muss her und der Bäcker hat schon zu. Also greift ihr auf die Discounter-Variante zurück. Unter den Fächern mit frischer Backware liegen Plastik-Einweghandschuhe zum Entnehmen. Die lasst ihr natürlich liegen! Oft sind auch Zangen griffbereit, mit denen ihr Brot und Brötchen genauso hygienisch aus dem Fach holen könnt.

10. Aufschnitt von der Frischetheke in die Dose

Es muss nicht zwingend der abgepackte Aufschnitt sein: In Supermärkten gibt es oft eine Frischetheke, an der ihr Käse und Wurst kaufen könnt. Lasst euch den Aufschnitt in mitgebrachte Dosen füllen, dann spart ihr noch mehr Verpackungsmaterial. Vegetarische und vegane Gemüseaufstriche lassen sich zuhause ganz einfach selbst machen!

11. Glasflaschen statt Tetrapack und PET

Saft, Milch und Joghurt kauft ihr in Mehrwegflaschen und -gläsern, statt mit Tetrapaks und Plastikflaschen den Müllberg weiter zu vergrößern.

12. Taschentücher aus Stoff oder im Spender

Stofftaschentuch mit Knoten
Stofftaschentuch: hat sich schon bei Großeltern bewährt.#© fermate / iStock

Es ist frisch geworden. Hatschi! Gut, dass ihr eins von Omas Stofftaschentüchern eingepackt habt. Und falls sich hier eine Erkältung ankündigt, habt ihr zu Hause noch einen Karton mit Recycling-Taschentüchern als Alternative zu den plastikverpackten Papiertaschentüchern.

13. Waschbarer Putzlappen statt Küchenkrepp

Beim Abendessen kippt Wasser oder Saft um. Kein Problem, mit einem Baumwolltuch lässt sich die Überschwemmung schnell eindämmen. Wozu also plastikverpacktes Küchenkrepp verschwenden?

14. Zähne putzen mit Bambus-Borsten

Zahnbürsten aus Bambus in einem Becher
Bambuszahnbürsten sind mittlerweile vielerorts erhältlich.#© tataks / iStock

Ein plastikarmer Tag geht zu Ende. Jetzt ab ins Bad und Zähne putzen. Zahnärzte empfehlen, alle drei Monate die Bürste zu wechseln. Entscheidet euch doch beim nächsten Einkauf einfach mal für die Öko-Variante aus Bambus. Sie ist mittlerweile in fast allen Drogeriemärkten erhältlich – in unterschiedlichen Größen und Härtegraden.

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# Anne

Haarseife selber machen, Peeling aus altem Kaffeesatz, Tüten von Klopapier etc. Als abfalltüten nutzen, Lebensmittel im Glas statt aus der Konservendose, selber anbauen und Vorrat einfrieren oder einmachen, Putzmittel aus Essigessenz und Zitronenschale, mit Natron putzen, Waschmittel selber herstellen, lappen und putztücher waschen statt wegwerfen.. obstsäckchen und jutebeutel, wir versuchen viel aber haben immer noch eine zu schlechte Ökobilanz. Und das ist echt erschreckend

Antwort von Anke

Hi Anne,

Klasse, dass Du schon so viele umweltschonende Kniffe in Deinen Alltag integrierst!

Aber wie kommt es, dass eure Ökobilanz (ist das das gleich wie CO2-Bilanz?) dann noch so schlecht ist? Oder ist sie nur gefühlt schlecht. Meine CO2-Bilanz ist beispielsweise unter dem deutschen Durchschnitt, aber mit Luft nach oben :)

Viele Grüße
Anke

# Ellen

Viele Supermärkte machen die Wurst und den Käse leider noch nicht in selbstmitgebrachte Behälter...

Antwort von Anke

Hallo Ellen,

wir denken, je mehr Menschen ihre eigenen Behälter mitbringen, desto mehr sehen die Supermärkte den Bedarf und stellen ihre Frischetheken demensprechend um.

Alternativ gibt es ja beispielsweise eine Vielfalt an pflanzlichen Aufstrichen aus dem Glas. Oder komplett verpackungsfrei: selbst zubereiten.

Viele Grüße
Anke

# M

Ich bin vom Plastikrasierer, wo ich immer wieder die Aufsätze wechseln musste auf einen Rasierhobel umgestiegen. Da muss ich nur noch die Klinge wechseln

Antwort von Anke

Hallo,

Danke für Deinen Tipp! Wenn noch mehr tolle Ideen kommen, machen wir einen zweiten Teil des Beitrags.

Viele Grüße
Anke

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