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Als Fleischesser fünf Tage vegan – unterwegs mit Mike Tyson

Ich bin Fleischesser und habe bislang um vegane Lebensmittel einen Bogen gemacht. Zeit für einen Selbstversuch: Fünf Tage lang ernähre ich mich rein pflanzlich – und mache dabei eine überraschende innere Reise.

Tag 1: Wie lege ich los? Der Mike-Tyson-Effekt

Bei meiner Arbeit als Redakteur beschäftige ich mich mit ganz unterschiedlichen Themen. Als eine Kollegin fragt, ob ich Lust auf einen Selbstversuch in Sachen veganer Ernährung habe, sage ich einfach mal zu. Ein paar Wochen später ist es soweit: Ich hatte das Projekt eigentlich schon wieder vergessen – doch jetzt soll es losgehen.

Es ist Morgen und heute soll meine vegane Woche starten. Ich liege noch im Bett, und ganz ehrlich: Die Aussicht auf meinen Selbstversuch haut mich noch nicht wirklich vom Hocker. Andererseits finde ich das Thema Ernährung und dahingehende unterschiedliche Ansätze wirklich spannend. Also hoch den Hintern und einfach mal loslegen.

Mein Plan: Ich will es beim Essen belassen und weitere vegane Produkte wie Schuhe, sonstige Kleidung oder Kosmetik ausblenden, das wäre mir zu viel. Mein Verhältnis zu veganer Ernährung bislang: geht so. Schließlich bin als Fleischesser aufgewachsen. Eine meiner Sozialisationsinstanzen war meine Mamutschka, die mit Hausmannskost drei Männer über den Tag brachte.

Außerdem bin ich eher der misstrauische Typ, was inszenierte Begeisterung und Masseneuphorie angeht. Angesagte Sneaker, der persönliche Account im gängigen sozialen Netzwerk oder topfit durch Mondfasten – muss nicht sein.

Die Begriffe "vegan" oder "Veganer" begegneten mir bislang als Hype. Plötzlich war er hip, der vegane Lifestyle, gedieh prächtig in Magazinen, Büchern und sozialen Netzwerken, war Trend, Mode, Boom. Mein Misstrauen wuchs und "vegan" legte ich ab in einer Schublade, die ich aus Desinteresse nie wieder öffnen wollte.

Gong zur ersten Runde

Ich drehe mich zum Nachttisch und greife zum Smartphone. Vielleicht bringt mich Google beim Thema auf Touren. Mir begegnen einige prominente Veganer. Ich bleibe hängen bei Mike Tyson, Ex-Schwergewichtsboxer und erst recht eingegangen in die Popkultur.

In diesem Fall für mich ein willkommenes Mitglied im Club. Früher schlug ich mir in Sportsbars die Nächte um die Ohren, um bei Tyson den Gong zur ersten Runde nicht zu verpassen. Auch ein Hype? Mag sein. So ist das manchmal mit der Konsequenz.

Moment mal: Mike Tyson, im Ring unterwegs als personifiziertes Raubtier, der Mann, der ein Stück von Holyfields Ohr abbiss, ein Veganer? Sicher eine fixe Idee, ein irrlichterndes Zwischenspiel, das sich schnell erledigt hat… Von wegen! Mike Tyson ist 2009 Veganer geworden und bis heute geblieben, finde ich heraus. Er habe über 50 kg Gewicht verloren und durch vegane Ernährung seine Gesundheit wiedergewonnen, heißt es im Internet. Dazu finden sich Vorher-/Nachher-Bilder, die beeindrucken. Ich fühle mich elektrisiert. Mike ist seit zehn Jahren am Start – meine fünf Tage können kommen.

Vegane Ernährung: Erstes Abtasten

Im Büro erhalte ich Hilfe von meiner Kollegin Sirany, die seit Jahren als Veganerin unterwegs ist. Sie nennt mir aus dem Stehgreif Websites, die sich zur Recherche eignen. Ich frage, welche grundsätzlichen Aspekte sie beim Thema als besonders wichtig einschätzt.

Auch sie misstraut übrigens Menschen, Seiten und Unternehmen, die den Veganismus als Hype verkaufen und ihren gesunden Lifestyle zelebrieren. Das kommt mir bekannt vor. Ursprünglich sei es nun mal um das Wohl der Tiere und Umweltaspekte gegangen, sagt sie. Ich nicke wissend. Dass ich hier völlig ahnungslos unterwegs bin, wird mir erst später klar werden.

Was sie veganen Anfängern ans Herz legen würde, frage ich weiter. Sirany gibt mir folgende Tipps, die ich ganz ausgezeichnet finde: 

  • Bestimme selbst den Umfang und das Tempo – es ist allein deine Entscheidung. Unter uns: Schummeln ist erlaubt, gehe nicht zu hart mit dir ins Gericht.
  • Steh drüber, wenn andere Menschen dein Vorhaben belächeln.
  • Lass regelmäßig (zumindest einmal im Jahr) testen, ob bei dir ein Vitamin-B12-Mangel besteht.
  • Versuche nicht, andere zu missionieren.
  • Bei veganen Produkten muss nicht immer “vegan” draufstehen. Im Gegenteil. Gerade viele der Produkte, die das vegane Sortiment von Lebensmittelläden ergänzen und laufend vergrößern, sind mit Vorsicht zu genießen: Mal sind sie mehrfach industriell verarbeitet oder ganz einfach hoffnungslos überteuert.
  • Wäge ab, ob du die Produkte kleinerer Produzenten wählst, die von Anfang an ganz auf vegane Kost setzen. Oder ob du große Hersteller bevorzugst, die kurzfristig auf den Vegan-Trend aufspringen.
  • Vor allem: Hab Freude und Spaß am veganen Kochen und Essen.

Bleibt noch eine Frage: Was muss ich beachten, um mich möglichst gesund vegan zu ernähren? Auch hier hat Sirany wichtige Infos: 

  • Ernähre dich so abwechslungsreich wie möglich.
  • Als Nahrungsergänzung solltest du Vitamin B12. Aber: Sprich das vorher mit deinem Arzt ab.
  • Halte vegetarisches Junkfood in Grenzen, also Produkte wie “Vegane Würstchen” etc., die mehrfach industriell verarbeitet sind.
  • Verwende hauptsächlich frische Zutaten. Bevorzuge als Hauptkost Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkorngetreide.

Wenn du der Typ dafür bist, suche den Austausch über veganes Essen und Leben. Es lassen sich beispielsweise in Hamburg Stammtische finden, bei denen du dich mit Gleichgesinnten treffen kannst. Auch auf Märkten fällt das Gespräch leicht.

Tag 2: Vegan essen ist easy. Naja.

Tomatenpflanze mit mehreren grünen und einer roten Tomate
Die Tomaten auf meinem Balkon eignen sich zwar noch nicht allesamt – ein paar davon tragen aber schon zu meinem veganen Experiment bei. # © CF

Am nächsten Tag rette ich mich mit Obst am Morgen, Obst zum Mittag und Obst am Nachmittag durch den Stundenslalom. In den letzten Apfel beiße ich mit Widerwillen – ein Döner mit Pommes zieht an meinem inneren Auge vorbei.

Abends lasse ich die Nudeln mit Bolognese stehen, die meine Frau schon gekocht hat und sich mit meinen beiden Söhnen schmecken lässt. Ich setze auf Nudeln mit Olivenöl, Zwiebeln und Tomatenstückchen. Mein Bedauern beim Anblick und Geruch der dampfenden Fleischsoße überspiele ich mit dem Hinweis, dass meine Variante „auch wirklich lecker” sei.

Später lese ich auf “abcNEWS” ein Interview mit Tyson von 2013. Arthritis und Gelenkprobleme hätten ihn geplagt, erinnert sich der Boxer. Außerdem sei er krankhaft fettleibig gewesen. Er wird gefragt, ob er während seiner Kampftage eine pflanzliche Diät hätte einhalten können. Tyson gibt zu, dass er unsicher sei. Allerdings seien „die größten Gladiatoren, die größten in der Römerzeit, alle vegan” gewesen.

Ich versuche, mir vegane Gladiatoren vorzustellen, die vor brüllendem Publikum um ihr Leben kämpfen. Und denke an meinen Speiseplan für morgen. Das Gute: Der Gladiator wird abends nicht selbst kochen müssen.

Tag 3: Veganes Restaurant und zum Dessert fahre ich einen Film

Asiatisches Lokal mit Buddhafigur, Regal, Tischen und Stühlen
Asiatisch und vegan, die Atmosphäre stimmt schon mal in diesem Lokal im Hamburger Stadtteil Winterhude. # © CF

Ich wache hungrig auf. Zum Frühstück greife ich auf eine altbewährte Mischung zurück: Haferflocken, Obst, Leinsamen, Nüsse und – Joghurt. Den habe ich gestern bei einem Kurzbesuch im Biomarkt entdeckt. Es handelt sich um ein als “Mandelcreme” bezeichnetes Produkt. Die Konsistenz ähnelt zwar Joghurt, geschmacklich ist das Ganze allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. Der “Joghurt” schmeckt fad, außerdem habe ich das Gefühl, Sand im Mund zu haben.

Über den Tag komme ich heute mit zwei Vollkornbrot-Stullen, die ich mit Pflanzencreme bestrichen habe. Das vegane Sandwich schmeckt weder aufregend noch schlecht. Ich kann gut mit dem Mini-Lunch leben, denn heute Abend geht es in ein asiatisches, veganes Restaurant. Ich bin sehr gespannt. Ich war tatsächlich noch nie in einem rein veganen Lokal. Dabei gibt es davon in meiner Heimatstadt Hamburg so einige, wie ich bei einer kurzen Recherche entdecke.

Vegan, hübsch, lauschig

Tempeh und Gemüse in der Bowl
Tempeh ist ein traditionelles Fermentationsprodukt, das aus Indonesien stammt. Bei diesem Gericht in einer optisch herausragenden Kombination. # © CF

Veganes Restaurant, wir kommen! Meine Frau und ich haben einen Babysitter organisiert. Das passiert selten genug, insofern freuen wir uns über die Gelegenheit und erreichen bestens gelaunt ein Lokal namens “AN”. Das vietnamesische Restaurant liegt im Hamburger Stadtteil Winterhude. Hell und modern geht es hier zu.

Was heutzutage nicht alles in Bowls präsentiert wird ... zwei stilsicher angerichtete Portionen erreichen unseren Tisch. In der Schüssel meiner Frau befinden sich Udon-Nudeln, Pakchoy, grüner Spargel und Co., in meiner in Wok geschwenkter Tempeh mit Saisongemüse und Sesam.

Beide Gerichte sehen zweifellos top aus. Die Konsistenz erhält von uns ebenfalls eine glatte Eins: das Gemüse ist schön knackig – hier wurde ganz klar mit frischen Zutaten gearbeitet. Beim nächsten Mal würden wir allerdings mehr würzen, sagen wir beide. Für zwei vegane Amateure, und in meinem Fall für den ersten Besuch eines veganen Restaurants, steht unter dem Strich eine schöne Erfahrung. Ja, wir könnten öfter mal vegan essen gehen.

Gedrückte Stimmung zur Nacht

Abends nehme ich mir einen Film zum Thema vor. „Cowspiracy“ beschreibt den schädlichen Einfluss von Fleischkonsum auf die Erde. Die Filmemacher nennen die industrielle Viehzucht und die Agrarwirtschaft als Hauptgründe für den immensen Wasserverbrauch und die hohe Umweltverschmutzung. Sie konfrontieren namhafte Umweltorganisationen mit unbequemen Fragen und suchen nach nachhaltigen Alternativen zum besseren Schutz der Umwelt. Die erfolgsversprechendste Antwort: ein veganes Leben.

Deko-Schild "My Food ist grown, not born"
Neben der ethischen Seite betrifft das Thema “Fleischkonsum” auch dessen negative Auswirkungen auf die Umwelt. # © CF

Meine Laune ist im Keller, als der Film zu Ende ist. Das nicht allein, weil ich drastische Bilder zu verarbeiten habe, unter anderem, wie ein Huhn geschlachtet wird. Zum einen erscheinen mir das Ausmaß und die Folgen der dargestellten Zusammenhänge überwältigend negativ. Zum anderen frage ich mich, weshalb ich das so lange so selbstverständlich ausgeblendet habe. Warum habe ich nicht früher versucht, das Thema „Fleischproduktion und deren Folgen“ von allen Seiten zu betrachten?

Natürlich hat „Cowspiracy“ auch einen tendenziösen Touch. Ich recherchiere kurz und stoße auf ein Statement von Greenpeace. Es stellt klar, dass die Organisation sich sehr wohl an allen Fronten dem Thema widme – was in dem Film anders dargestellt wird. Eine andere Quelle weist darauf hin, dass es bei den Zahlen im Film einige unkorrekte Berechnungen und Schlüsse gibt, die durch unwissenschaftliche Methoden verursacht wurden.

Nicht abzustreiten bleibt: Fleischkonsum ist ein zentraler Faktor, der zur Klimaerwärmung, Urwaldabholzung und Wassermangel beiträgt. Auch, dass die Fleischindustrie immense Macht hat und Druck ausübt, ist Fakt. Und so hart es in meinem Fall klingt: Als jemand, der bislang keinerlei Bewusstsein für das Thema entwickelt hat, hat mich dieser Film aufgerüttelt. Diese Woche verläuft einschneidender als gedacht.

Tag 4: Pflanzlich kochen für andere – stillschweigend

Apfel, Paprika, Basilikum und Räuchertofu in einer Schüssel
Vegane Küche für Anfänger: Ein mit angebratenem Räuchertofu aufgepeppter Salat aus verschiedenen Kräuter-, Obst- und Gemüsesorten. # © CF

Heute wartet eine weitere neue Erfahrung in meiner veganen Woche: Ich werde für zwei Gäste kochen. Vorab lese ich ein spannendes Interview.

Die Webseite „Vice“ hat es geführt mit zwei Menschen, die wissen, worüber sie sprechen und kluge Gedanken äußern: Die radikale Feministin Carol J. Adams und John Joseph, Frontman der Cro-Mags. Beide sind entschiedene Veganer, verfolgen allerdings unterschiedliche Ansätze.

John Joseph ist eine Ikone der amerikanischen Hardcore-Punk-Bewegung und Sänger der legendären Band Cro-Mags. Er äußert sich regelmäßig zu Veganismus und anderen gesellschaftlichen Themen. Joseph versucht, eine eher unentschlossene Gruppe von Männern anzusprechen, die Gemüse verachten. Er sagt im Interview: “Fleisch zu essen macht dich nicht mutig; es macht dich zu einem Feigling. Deshalb habe ich mein Buch ‘Meat Is For Pussies’ (‘Fleisch ist für Weicheier‘) genannt.“ Das Buch des Musikers zum Thema Veganismus war innerhalb kürzester Zeit vergriffen.

Auch Adams hat das Macho-Verhalten von Männern beim Thema Fleisch auf dem Radar und geht noch einen Schritt weiter: “Die sexuelle Politik des Fleisches setzt voraus, dass Männer Fleisch essen müssen, um männlich zu sein”, sagt Adams. “Es ist jedoch offensichtlich geworden, dass die Menschen ohne Fleisch oder tierische Produkte vollkommen gesund und glücklich sein können.”

Eher am Rande erwähnt, aber für meinen heutigen Abend und meinen veganen Kochversuch nicht unwichtig: Beide sind sich darin einig, wie Fleischessern veganes Essen am besten nahegebracht werden könnte, und zwar, indem man ihnen einfach ein pflanzliches Mahl vorsetzt – ohne anzumerken, dass es vegan ist. Das beste Argument, um die Gäste von pflanzlicher Ernährung zu überzeugen sei ein leckeres veganes Essen.

Das will ich versuchen. Als Vorspeise setze ich auf einen frischen Sommersalat mit angebratenem Räuchertofu. Ich ernte von meinen Gästen beifälliges Kopfnicken und leere Teller. Mein anschließendes Dal, ein Klassiker aus der indischen und pakistanischen Küche mit knusprigen Süßkartoffeln und Mango-Chutney, ist schon aufwändiger. Zum Glück kommt es ebenfalls an.

Tag 5: Vegan leben und die Aussichten – Mike Tyson hat den letzten Punch

Der fünfte Tag meines Selbstversuchs bringt dann doch noch ein veganes Produkt-Erlebnis außerhalb des Ernährungskosmos. Meine Frau bringt vom Einkauf bei einer Drogeriekette ein Shampoo-Pröbchen mit. Das Fläschchen sei als veganes Produkt verteilt worden.

Shampoo-Probe “Love beauty and planet”
Veganes Shampoo ist eines der Kosmetikprodukte, auf die Veganer abseits der Ernährung setzen. # © CF

Ich drehe den grauen Deckel ab, schnupper dran und freue mich auf die Dusche. Zum Abendessen lasse ich mir einen Brotsalat mit Grünkern-Bratlingen schmecken und überlege, wie es mir in den letzten fünf Tagen im Selbstversuch ergangen ist.

Besser spät als nie: Ich habe begonnen, das Thema vegane Ernährung abseits von Hype- oder Modeerscheinungen wahrzunehmen.

Wer sich vegan ernähren will, findet in Ballungsräumen wie Hamburg ein breites Angebot an Shops, Märkten, Läden und Restaurants oder wird in diversen Onlineshops fündig. Darüber hinaus haben inzwischen auch Supermärkte im Normalfall Milch- und Fleischalternativen im Sortiment.

Vegane Ernährung ist nicht grundsätzlich gesund, sondern verlangt volle Aufmerksamkeit bei der Auswahl von Zutaten und Produkten.

Veganes Essen dreht sich nicht nur um die eigene Gesundheit. Es betrifft auch weitreichende Kritik in zwei wesentlichen Punkten: Die fragwürdige Moral hinter grausamen Haltungsbedingungen und dem Töten von Tieren sowie extrem negative Konsequenzen des Fleischkonsums für die Umwelt.

Mein Fazit

Und nun? Was bleibt, außer der Selbstwahrnehmung, bislang eklatant naiv mit dem Thema umgegangen zu sein? Nennen wir es alarmiert, aber zuversichtlich: Ich will stärker auf tierische Lebensmittel verzichten und bin bereit, mich für diese Entscheidung neu zu organisieren.

In welchem Tempo der Wandel über die Bühne gehen kann? Schwer zu sagen. Klar ist: Für mich persönlich und in Hinblick auf die gesamte Familie sind kleine Schritte angesagt.

Zum Beispiel bei der Einkaufsliste, die ich künftig anpassen will, um mehr Lebensmittel tierischen Ursprungs durch pflanzliche zu ersetzen. Vegane Rezepte sollen ein fester Bestandteil unserer wöchentlichen Küche werden. Auf Fleischgerichte, die ich bislang typischerweise in Restaurants zu mir nehme, will ich künftig möglichst verzichten. Außerdem möchte ich mich weiter mit den Themen Tierhaltung und dem entsprechenden Konsum auseinandersetzen. Stetig und nachhaltig – das sollte der Weg sein.

Ob ich nun Knall auf Fall zum Super-Veganer geworden bin, nur weil ich das ein paar Tage ausprobiert habe? Ja, woher denn? Ob ich gern die nächste Stufe schaffen möchte, um mich demnächst zu Recht nicht als Fleischesser, sondern als Flexitarier bezeichnen zu können – sehr gern!

Damit hat mir diese vegane Kurzwoche viel mehr gebracht, als ich erwartet hatte. Ich bin motiviert, in dieser Richtung weiterzumachen. Ziehen wir Bilanz mit einem Boxsack voll Pathos: „Ich bin ein Träumer. Ich muss träumen und nach den Sternen greifen. Und wenn ich einen Stern verpasse, ergreife ich eine Handvoll Wolken.“ Danke, Mike.

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