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Grüne Ferien: 10 Dinge, die ihr im Urlaub für die Umwelt tun könnt

Wer fährt nicht gern in Urlaub? Aber: Tourismus ist eine der schlimmsten Umweltplagen überhaupt. Das muss nicht sein! Ihr selbst könnt etwas dafür tun, dass ihr auch in den Ferien mit der Natur im Einklang bleibt. Zehn Tipps für einen nachhaltigen Urlaub.

1. Nachhaltiger Urlaub beginnt beim Reiseziel!

Muss es unbedingt Teneriffa sein? Oder die Rucksacktour durch Australien? Leider haben es viele Länder immer noch nicht geschafft, Kerosin zu besteuern. Folge: Immer noch entscheiden sich viel zu viele Menschen dafür, mit dem Billigflieger ruck, zuck in den Süden zu düsen. Oder fürs Instagram-Foto vorm Uluru (Ayers Rock) ans andere Ende der Welt. Das schlechte Gewissen wird mit der CO2-Ausgleichszahlung bei Atmosfair beruhigt – aber auch das ändert nichts daran, dass tonnenweise Kohlenstoffdioxid in die Luft geblasen wird. Ganz klar:  Wer nachhaltig reisen möchte, setzt auf regionale Ziele. Ostsee statt Balearen, Allgäu statt Himalaja: Deutschland hat so viele spannende Landschaften zu bieten, in denen es sich bestens urlauben lässt! Und wer Lust auf Fremdsprachen hat, kann ja mal die Nachbarländer erkunden.

2. Bahn statt Flugzeug oder Auto

Zwei junge Frauen machen ein Selfie im Zug
Interrail ist gerade für junge Leute eine gute Möglichkeit, Europa umweltfreundlich zu entdecken.#© TARIK KIZILKAYA/iStock

Viele Ziele – auch im Ausland – lassen sich umweltfreundlich und bequem mit der Bahn erreichen. Wenn ihr rechtzeitig bucht, ist das auch gar nicht mal so teuer. Vorschlag für besonders Abenteuerlustige: Wie wäre es mit Interrail? Vor der Invasion der Billigflieger war diese Form des Reisens das Nonplusultra für alle Globetrotter. Mit dieser tollen Möglichkeit könnt ihr laut Bahn aktuell bis zu 31 europäische Länder entdecken!

3. Selbstversorger statt All Inclusive

All Inclusive ist der größte Müll, den der Tourismus hervorgebracht hat. Im Sinne des Wortes. Es ist schlichtweg nicht zu fassen, wie viele Tonnen an Lebensmitteln täglich weggeworfen werden, nur weil Urlaubern für wenig Geld rund um die Uhr Essen und Getränke angeboten werden. Kein Wunder, dass auch die Qualität meist zu wünschen übrig lässt und viele Teller halbvoll zurückgehen. Ganz zu schweigen von der Energie, die für Lebensmitteltransport, Lagerung und Zubereitung flöten geht. Wieviel nachhaltiger ist es da, sich in der Ferienunterkunft selbst mit Essen zu versorgen. Davon abgesehen, dass ihr auf diesem Weg ganz genau wisst, was auf euren Tellern landet!

4. Digital statt auf Papier

Mann mit Rucksack und Tablet in den Bergen
Ein Tablet lässt sich beim Wandern prima als Karte benutzen.#© swissmediavision/iStock

Auf Reisen entsteht meist eine Menge Papiermüll. Das könnt ihr verhindern, indem ihr zum Beispiel euer Bahnticket digital vorzeigt, statt es auszudrucken. Auch große Karten benötigt ihr nicht unbedingt, um euch zurechtzufinden – zur Orientierung dürfte das Smartphone reichen. Und falls ihr keine Bücher schleppen möchtet, findet ihr auf dem Tablet oder eBook-Reader jede Menge Lesestoff.

5. Öffentliche Verkehrsmittel statt Mietauto

Ein Mietauto vor Ort ist in den meisten Fällen überflüssig. Wesentlich umweltfreundlicher seid ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Die beste Alternative sind natürlich Fahrräder: So seid ihr in Bewegung und könnt auf individuellen Touren die Gegend erkunden, ohne die Natur zu belasten. Für weite Strecken oder hügelige Landschaften sind E-Bikes oder Pedelecs zu empfehlen.

6. Natur respektieren statt als Abenteuerspielplatz benutzen

Außergewöhnliche Natur zieht Touristen an – und leidet zugleich unter ihrem Verhalten. Beachtet bei aller Abenteuerlust bitte unbedingt den Biotop- und Artenschutz und verhaltet euch respektvoll gegenüber der Natur! Das bedeutet konkret zum Beispiel:

  • Vorgegebene Wege nicht verlassen
  • Keine Wildtiere füttern oder berühren
  • Nicht in geschützten Gewässern schwimmen
  • Keine laute Musik hören oder anderweitig lärmen
  • Müll mitnehmen

7. Mehrwegbox statt Einwegverpackung

Zwei Helfer aus dem plastikarmen Alltag solltet ihr auf jeden Fall auch mit auf Reisen nehmen: Eine Mehrwegbox und eine Getränkeflasche. In die Box passen zum Beispiel Brote für die Reise oder später auch Reste von Mahlzeiten, die ihr im Restaurant nicht geschafft habt – ein cleverer Weg, um Einwegverpackungen zu sparen. In die Getränkeflasche könnt ihr euch stets frisches Wasser aus der Leitung zapfen. Ist das nicht trinkbar, besorgt ihr euch am besten einen großen Trinkwasserkanister. Aus dem könnt ihr dann immer flaschenweise abfüllen, statt ständig neue kleine Wegwerfflaschen zu kaufen.

8. Lokales Lokal statt Fastfood-Kette

Statt den internationalen Fastfood-Riesen euer Urlaubsgeld in den Rachen zu werfen, unterstützt lieber lokale Gastronomen – vom Imbiss bis zum schicken Restaurant stehen euch eine Menge Möglichkeiten offen.

Frau und Mann sitzen draußen bei einem Imbiss im Lokal und halten Händchen
Genuss mit gutem Gewissen: Wer nachhaltig urlauben möchte, unterstützt lokale Gastronomie.#© ViewApart/iStock

9. Müll trennen statt alles in eine Tonne

Denkt auch im Urlaub daran, euren Müll zu trennen. Sprich: Kartons ins Altpapier, Flaschen ins Altglas und Verpackungen in den Gelben Sack – oder dessen Pendant. Informiert euch über das lokale Mülltrennungssystem, statt gedankenlos einfach alles in öffentliche Papierkörbe zu werfen.

10. Sinnvolle Souvenirs statt „Stehrümchen“

Auch wenn an jeder Ecke Händler ihren Souvenir-Kitsch wohlfeil bieten: Lasst die Finger davon. Häufig sind Schneekugeln, Figuren etc. in China produziert – nicht besonders nachhaltig. Und zu Hause stehen die Mitbringsel häufig eh nur als Staubfänger herum, bis sie irgendwann entsorgt werden. Wenn ihr Daheimgebliebene erfreuen möchtet, dann lieber mit lokalen Spezialitäten oder Gewürzen.

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