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Acht Tipps für umweltfreundliche Weihnachten

Lasst Weihnachten in diesem Jahr nicht nur zu einem besinnlichen Fest für Familie und Freunde werden, sondern denkt auch an die Umwelt. Das ist ganz einfach. Wir haben acht Tipps für nachhaltige Weihnachten.

von Kristina

1. Lichterketten: Dank LED und Ökostrom strahlt auch die Umwelt

Auf den Weihnachtsmärkten, in den Geschäften, in der Nachbarschaft: Spätestens mit Beginn der Adventszeit strahlt, blinkt und glitzert es um uns herum. Bei all dem Lichterglanz bekommt der eine oder andere glänzende Augen beim Blick auf den Stromverbrauch: Rund 510 Millionen Kilowattstunden verbrauchen wir jährlich für die Weihnachtsbeleuchtung, so das Ergebnis der aktuellen LichtBlick-Weihnachtsumfrage. Zum Vergleich: Mit dieser Leistung können rund 170.000 Haushalte über ein Jahr mit Strom versorgt werden.

Aber Weihnachten ohne festliche Beleuchtung? Für viele undenkbar. Stimmungsvolle Lichter sorgen für Atmosphäre und sind in der dunklen Jahreszeit schön anzuschauen. Wer allerdings statt der traditionellen, stromfressenden Lichterketten LED-Leuchten wählt, verbraucht 80 Prozent weniger Energie. Und wenn ihr die Lämpchen dann noch mit Ökostrom wie dem von LichtBlick erstrahlen lasst, seid ihr auf der sauberen Seite!

2. Bio-Kerzen: Stimmungsvoll und dazu ein sauberes Gewissen

Bio-Kerzen aus Bienenwachs
Kerzen aus Bienenwachs sind nicht nur nachhaltig, sie duften auch wunderbar – und zwar ohne Zusatzstoffe. © SilviaJansen/iStock

Besonders stimmungsvoll ist natürlich Kerzenlicht. Toll sind Kerzen aus Bienenwachs – besonders, wenn sie vom Bio-Imker stammen. Allerdings haben diese nachhaltigen Kerzen zurecht ihren Preis. Eine günstigere und ebenfalls umweltfreundliche Alternative sind Kerzen aus Biomasse. Die Produzenten dieser Bio-Kerzen verwenden ausschließlich Öle und Fette aus nachwachsenden Rohstoffen, die als Reste in der Nahrungsmittelindustrie anfallen.
Ihr benötigt Teelichter? Dann wählt auch hier eine klimaneutrale Variante ohne Aluminiumhülle.

Besonders nachhaltig ist es, aus Wachsresten selber neue Kerzen zu gießen. Wie das geht, erfahrt ihr im Video:

3. Weihnachtsbaum: Am besten regional und zertifiziert

Familie mit Tannenbaum vor Wäldchen
Ein Tannenbaum aus dem regionalen Forst ist eine gute Wahl. © StefanNikotitc/iStock

Gerade für Familien mit Kindern (und ausreichend Platz) gehört der Tannenbaum zu den Hauptbestandteilen eines gelungenen Weihnachtsfestes. Ihr braucht ihn nicht einmal zu kaufen, sondern könnt ihn auch mieten, zum Beispiel bei Anbietern wie rent-a-plant.

Falls es ein eigener Baum sein soll, wählt am liebsten:

  • Bio-Weihnachtsbäume: Sie sind erkennbar an den Siegeln der entsprechenden Verbände, zum Beispiel Demeter, Naturland oder Bioland.
  • FSC-Weihnachtsbäume: Diese Tannen stammen aus zertifizierten Wäldern. Das Siegel FSC steht für eine umweltfreundliche Waldnutzung.

Besonders nachhaltig ist es, wenn ihr ein Exemplar mit Wurzeln im Topf wählt, das ihr später wieder einpflanzt.

Herkömmliche Bäume stammen übrigens häufig aus Monokulturen und können mit Pestiziden belastet sein.

Bitte kauft lieber keine Plastik-Variante, auch wenn ihr sie theoretisch wiederverwenden könnt. Diese Bäume werden oft unter problematischen Produktionsbedingungen in Asien hergestellt, haben lange Transportwege hinter sich und landen am Ende im Plastikmüll. Echte Bäume hingegen können nach dem Fest zu Biogas oder Erde verarbeitet werden.

4. Tannenbaum schmücken: Früher war mehr Lametta

Frau und Mann schmücken Tannenbaum
Umweltfreundlich den Weihnachtsbaum zu schmücken, ist ein Leichtes! © svetikd/iStock

„Früher war mehr Lametta“, krittelt Opa Hoppenstedt beim Schmücken des Tannenbaums in Loriots bekannten Weihnachtssketch. „Gut so“, möchte man ihm entgegnen – zumindest aus heutiger Sicht. Denn die Herstellung der silbernen Fädchen kostet eine Menge Energie. Statt Lametta zu verwenden, stehen euch eine Menge umweltfreundlicher Alternativen offen. Hier ein paar Ideen:

  • Papier- oder Strohsterne
  • Zapfen
  • Bunte Bänder
  • Holzschmuck

Auch Essbares macht sich gut am Weihnachtsbaum – und nach dem Fest könnt ihr den Schmuck ökologisch einwandfrei verspeisen. Beispiele sind:

  • Girlanden aus getrockneten Früchten
  • Lebkuchen oder anderes Hartgebäck
  • Äpfel
  • Walnüsse

5. Weihnachtsplätzchen backen: Wie wär’s mal vegan?

Kinder schauen vegane Weihnachtsplätzchen im Backofen an
Weihnachtsplätzchen backen: Für viele Kinder das Schönste an der Adventszeit. © GMVozd/iStock

Der Duft (und natürlich auch der Geschmack) frisch gebackener Kekse ist untrennbar mit Weihnachten verknüpft. Und natürlich sind selbst gebackene Plätzchen in der Regel nachhaltiger als gekaufte – je mehr Bio-Zutaten ihr verwendet, desto besser. Vielleicht habt ihr Lust, auch mal rein pflanzliche Plätzchen auszuprobieren? Viele Klassiker gibt es auch in der veganen Variante.

Hier ein tolles Rezept für ein Blech vegane Vanillekipferl.
Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Margarine
  • 4 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Mehl mit Zucker, zwei Päckchen Vanillezucker, Mandeln und Salz vermengen
  • Margarine in kleinen Stückchen hinzugeben, alles schnell zu einem glatten Teig verarbeiten
  • Teig zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen
  • Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen
  • Aus dem Teig Kipferl (Hörnchen) formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und in den Ofen schieben, zehn bis zwölf Minuten backen
  • Restlichen Vanillezucker und Puderzucker mischen, warme Kipferl darin wenden
  • Auf ein Blech geben und abkühlen lassen

6. Nachhaltige Geschenke: Mit Bedacht wählen

Hände halten nachhaltige Geschenke
Nachhaltige Qualität statt Quantität lautet die Devise bei den Geschenken. © MysteryShot/iStock

„Schenke groß oder klein, /aber immer gediegen. / Wenn die Bedachten die Gabe wiegen, / sei dein Gewissen rein.“ Als Joachim Ringelnatz Anfang des 20. Jahrhunderts diese Zeilen dichtete, war der aktuelle weihnachtliche Massenkonsum noch fern. Gleichwohl können wir uns Ringelnatz‘ Worte bei der Auswahl der Geschenke für unsere Lieben zu Herzen nehmen. Nachhaltige Qualität statt Quantität lautet die Devise. Aber was schenken in Zeiten, in denen wir eigentlich schon alles haben?
Dinge, die man sich vielleicht nicht selbst gönnen würde, sind eine gute Idee. Zum Beispiel hochwertige Bio-Pflegeprodukte. Auch selbst gemachte Leckereien und Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten kommen in der Regel bestens an. Ein Highlight auf dem Gabentisch sind für die meisten persönliche, selbst gebastelte Geschenke wie ein Fotokalender.
Falls ihr mit vielen Personen feiert, könnt ihr wichteln. Dazu schreibt ihr alle Namen der Teilnehmer auf Zettel und jeder zieht per Losverfahren eine zu beschenkende Person. So besorgt jeder nur ein Präsent und ihr spart euch eine Menge Geschenkestress.

7. Geschenkpapier? Alternativen gibt‘s jede Menge!

Geschenkpapier-Alternative: Weihnachtlich geschmückter Karton
Wiederverwendbare Kartons aus Pappe sind eine tolle Alternative zu Geschenkpapier. © GMBozd/iStock

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eure Gaben liebevoll und originell zu verpacken, so dass Geschenkpapier überflüssig ist. Hier einige Ideen:

  • Benutzt feste Kartons, die die Beschenkten wiederverwenden können.
  • Verwendet Taschen oder Tüten.
  • Bastelt Upcycling-Verpackungen, zum Beispiel aus einem alten Tetrapack. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
  • Benutzt hübsch bedruckte Seiten aus Zeitschriften oder Zeitungen als Geschenkpapier.
  • Wickelt eure Gabe in ein hübsches Tuch.

8. Weihnachtsessen: Schmeckt auch vegetarisch

Vegetarisches Weihnachtsessen
Fröhliche Weihnachten! Wie wäre es dieses Jahr zur Abwechslung mal mit einem vegetarischen Schmaus? © Foxys_forest_manufacture / iStock

Für viele ist ein Braten oder die klassische Gans der Weihnachtsschmaus schlechthin – gerade dann, wenn im großen Kreis gefeiert wird. Doch vielleicht wollt ihr mit Familie, Freunden und Verwandten mal eine Alternative ausprobieren. Wie wäre es mit einem köstlichen vegetarischen (oder gar veganen) Menü. Falls es bei euch ohne Fleisch nicht geht, wählt den Braten mit Bedacht aus und entscheidet euch idealerweise für regionale Bio-Qualität.

Nachhaltige Weihnachten: Tipps auf einen Blick

  • In Sachen Nachhaltigkeit schlagen LED-Lämpchen die klassischen Lichterketten.
  • Bio-Kerzen sind besser als Paraffin-Exemplare.
  • Baumschmuck und andere Weihnachtsdekoration lassen sich bestens selbst herstellen.
  • Regionale, möglichst zertifizierte Weihnachtsbäume aussuchen.
  • Bei Backzutaten, gekauften Leckereien und dem Festschmaus sollte Bioqualität die erste Wahl sein.
  • Geschenke sollten mit Bedacht ausgewählt und möglichst nachhaltig sein.
  • Viele Geschenkpapier-Alternativen bieten sich an, um Müll zu vermeiden.

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