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An die Ostsee oder in die Ferne – wir wollen wissen, wo ihr dieses Jahr Urlaub macht

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Vielen von euch packen jetzt die Koffer und starten in die schönste Zeit des Jahres. Doch wo soll es hingehen? Nach dem super heißen und trockenen Sommer im vergangenen Jahr locken vielleicht Nord- und Ostsee? Oder geht es doch weiter südlich, wo die Sonnen-Wahrscheinlichkeit höher ist? In Zeiten der Klimaschutz-Bewegungen und #flugscham wollten wir natürlich auch wissen, wie die meisten von euch in den Urlaub fahren – das Ergebnis überrascht ein wenig…

Ab an die Ostsee

Ein Sommer in Deutschland kann mal drei Monate Sonnenschein und 25 Grad sein – oder Dauerregen. Doch das hält viele von euch nicht ab, den Sommerurlaub im eigenen Land zu planen. Eine aktuelle LichtBlick-Umfrage zeigt: Rund 20 Prozent bleiben hier. Die meisten zieht es an die Nord- und Ostsee. Wer bereits am Meer lebt, weiß, wo es am schönsten ist und bleibt gleich vor der eigenen Haustüre: 37 Prozent der Schleswig-Holsteiner machen im eigenen Bundesland Urlaub.

Auf dem Weg in den Urlaub

LichtBlick-Umfrage: Transportmittel für den Sommerurlaub
Ab in den Urlaub – Die meisten Deutschen wählen leider klimaschädliche Verkehrsmittel für ihren Weg in den Sommerurlaub.#©LichtBlick

Ob die Schleswig-Holsteiner aus Liebe zur Heimat oder aus Umweltschutzgründen ihren Sommerurlaub im eigenen Bundesland verbringen, haben wir nicht gefragt. Fakt ist jedoch: Je kürzer eure Anreise ist, desto weniger CO2 verursacht ihr natürlich. Uns hat daher natürlich nicht nur interessiert, wohin ihr verreist, sondern wie ihr zum Urlaubsort kommt. Die Antworten waren leider etwas ernüchternd: 55 Prozent nehmen das Auto und 40 Prozent fliegen.

Wie viel CO₂ verursacht eine Autofahrt?

Beide Verkehrsmittel sind leider die klimaschädlichsten Möglichkeiten, um ans Reiseziel zu kommen. Ein Flugzeug verursacht im Durchschnitt 201 Gramm Treibhausgase pro Reisenden und Kilometer. Bei einem Hin- und Rückflug nach Mallorca (ca. 3.000km) entstehen somit mehr als 600 Kilogramm CO2. Bei einer Autofahrt entstehen pro Person rund 139 Gramm Treibhausgase. Wenn ihr euch als Münchner also auf den Weg nach Rügen macht, entstehen für die Hin- und Rückfahrt (ca. 1.800km) rund 250 Kilogramm CO2.

Wie können wir klimafreundlich in den Sommerurlaub fahren?

Doch die wenigsten von euch haben wahrscheinlich schon ein E-Auto. Nachhaltig seid ihr jedoch auch mit dem Fernbus oder dem Zug unterwegs. Wenn ihr mit dem Bus unterwegs seid, entstehen pro Reisenden und Kilometer nur 32 Gramm CO2-Ausstoß, bei der Bahn sind es rund 36 Gramm. Macht ihr euch also mit einem dieser Verkehrsmittel auf den Weg von München nach Rügen, verursacht ihr nur rund 58 Kilogramm oder 65 Kilogramm CO2. Damit wird deutlich, wie ihr auch in der Urlaubszeit euren CO2-Fußabdruck im grünen Bereich haltet.

Müssen wir für die Umwelt komplett auf Flugreisen verzichten?

Manchmal lassen sich Flugreisen nicht vermeiden. Doch zum Schutz des Klimas solltet ihr euch als erstes Fragen, ob es nicht Alternativen gibt oder ob es wirklich der fünfte Städtetrip übers Wochenende sein muss. Wenn es nicht anders geht, kompensiert bitte euren Flug. Das Umweltbundesamt hat hierfür einen guten und übersichtlichen Ratgeber online gestellt. Außerdem wurden einige Anbieter für CO2-Kompensation von Stiftung Warentest überprüft: Die Anbieter Atmosfair, Klimakollekte und Prima Klima erhielten die Note „sehr gut“. Übrigens: Unsere Umfrage hat gezeigt, dass nur 17 Prozent der Flugreisenden kompensieren – da ist also noch Luft nach oben!

Auf einen Blick: So wird die Urlaubsanreise möglichst klimafreundlich

  • Am klimafreundlichsten gestaltet ihr eure Reise mit Bus oder Bahn
  • Prüft euer Reiseziel: Kommt ihr vielleicht auch mit klimafreundlichen Verkehrsmitteln ans Ziel?
  • Lässt sich ein Flug gar nicht vermeiden, solltet ihr die CO2-Emissionen kompensieren

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