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Effektiver Transport ganz ohne Auto: Elektro-Lastenfahrräder machen’s möglich

Lastenfahrräder sind eine tolle Erfindung: Sie ersetzen das Auto bei Großeinkäufen, transportieren Kinder, Möbel und mehr. Doch wer allein mit Muskelkraft in die Pedale tritt, kommt schnell ins Schwitzen. Leichter wird’s mit Elektroantrieb. Interesse geweckt? Hier erfahrt ihr, welches E-Lastenrad am besten zu euch passt.

Lastenpedelec auf zwei oder drei Rädern: Welches Modell passt?

Die umweltfreundlichen und praktischen Elektro-Lastenfahrräder sind mittlerweile in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Ihr wollt herausfinden, welches Lastenpedelec am besten zu euren Bedürfnissen passt? Dann solltet ihr euch zunächst darüber im Klaren sein, was bzw. wen und wie viel Last ihr hauptsächlich transportieren möchtet. Diese gängigen Modelle stehen euch zur Auswahl:

  • Einfaches E-Lastenrad mit Korb- und Gepäckträger: Dieses Modell ist die kleinste Lastenpedelec-Variante. Vor dem Lenker befindet sich ein stabiler Metallaufsatz für einen Korb, auch der Gepäckträger ist für besondere Belastungen ausgelegt. Das Bike eignet sich gut, um etwa Getränkekisten, Alltagseinkäufe oder Tiere zu transportieren. Der Vorteil: Es ist vergleichsweise wendig und platzsparend. Kinder könnt ihr – jedenfalls ohne entsprechenden Extra-Sitz – allerdings nicht befördern.
  • Einspuriges E-Lastenrad mit Frontladung: Auf diesem Zweirad mit Elektroantrieb transportiert ihr eure Lasten in einem großen, vorn am Rad angebrachten Kasten. Selbst Kinder passen dort hinein. Vorteil der Frontladung: Ihr habt alles, was ihr transportiert, stets im Blick. Auch bei schwerer Ladung lassen sich diese Elektro-Lastenfahrräder einfach und gut lenken.
  • Mehrspuriges E-Lastenrad mit Frontladung (Dreirad): Das Elektro-Lastendreirad mit einem Rad vorn und zwei Rädern hinten ist ganz besonders sicher und stabil. Vor allem, wenn ihr eure Kinder regelmäßig darin transportieren möchtet, ist dieses Bike vermutlich die richtige Wahl.

Flachland oder Gebirge? Landschaft bestimmt den Motor

In welcher Landschaft wollt ihr hauptsächlich mit eurem Elektro-Lastenfahrrad unterwegs sein? Ob die Umgebung flach oder hügelig ist, spielt eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Auswahl des Motorantriebs für euer Lastenpedelec.

Ihr seid mit eurem Elektro-Lastenfahrrad viel in bergigem Gebiet unterwegs? In diesem Fall ist für euch ein Bike mit Mittelmotor  (Tretlagermotor) die beste Wahl. Dieses Motormodell ist abhängig vom Widerstand, den euer Rad erfährt. Je anstrengender das Treten für euch wird – zum Beispiel wenn es bergauf geht –, desto größer ist die elektrische Unterstützung. Anders als ein Nabenmotor hat die Kraft des Mittelmotors auch auf Kette und Schaltung Einfluss, die sich entsprechend schneller abnutzen.

Keine oder kaum Berge in Sicht? Dann dürfte für euch ein Lastenpedelec mit Nabenmotor ausreichen. Dieser Motor befindet sich im Hinterrad eures E-Lastenfahrrads, sodass ihr das Gefühl habt, im Rücken unterstützt zu werden. Beim Treten aktiviert ihr die elektrische Hilfe. Deren Stärke könnt ihr selbst einstellen. Die Gangschaltung funktioniert unabhängig vom Motor.

Lastenpedelec in Kornfeld, dahinter Sonnenblumen
Ein E-Lastenrad mit Korbhalterung vorn: Dieses Modell ist im Vergleich zu denen mit großer Frontladung besonders wendig. # © DutchScenery

So wird euer E-Lastenrad günstiger

Für ein E-Lastenrad müsst ihr vergleichsweise tief in die Tasche greifen. Die kleineren Transportmodelle gibt es ab etwa 1.000 Euro aufwärts, bei größeren E-Lastenrädern solltet ihr mit 2.500 Euro oder mehr rechnen. Zum Glück gibt es für die umweltfreundlichen Auto-Alternativen zunehmend Förderprogramme –  vielleicht auch in eurer Region! Informiert euch am besten bei der zuständigen Verwaltung, zum Beispiel bei der Umweltbehörde eurer Kommune.

Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, ist es, ein Elektro-Lastenfahrrad gebraucht zu kaufen. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch ressourcenschonender und entsprechend besser für die Umwelt. Falls ihr dies in Erwägung zieht, solltet ihr jedoch auf ein paar Dinge achten, damit sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als Enttäuschung entpuppt. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Falls ihr das praktische Gefährt einfach mal ausprobieren möchtet oder nur für einen bestimmten Zweck braucht, habt ihr natürlich auch die Option, Lastenpedelecs zu leihen. Viele Fahrradvermietungen haben mittlerweile E-Lastenfahrräder im Angebot – und in manchen Städten, zum Beispiel in Hamburg, könnt ihr sogar über das Bikesharing-System StadtRAD welche ausleihen.

Welches E-Lastenrad passt zu mir? Die wichtigsten Kriterien

  • Sucht das Modell nach den Lasten aus, die ihr hauptsächlich transportieren wollt.
  • Für bergige Landschaften eignet sich ein E-Lastenrad mit Mittelmotor besonders gut, ansonsten reicht ein Nabenmotor.
  • Ihr möchtet Geld sparen? Erkundigt euch nach finanzieller Förderung für E-Lastenräder in eurer Region – oder kauft ein gebrauchtes.

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