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Umsatteln aufs E-Bike: Wie es mit Zuschuss billiger werden kann

Umweltfreundlich, gesund und dabei komfortabel – wie schön wäre es, aufs E-Bike umzusteigen. Einziger Haken: der saftige Preis. Doch mittlerweile gibt es Möglichkeiten, einen Zuschuss zu erhalten oder das Elektrorad über euren Arbeitgeber zu leasen. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

E-Bike-Förderung in Deutschland (noch) nicht einheitlich

Auto, Mofa, Motorroller: Alle bringen euch schnell von A nach B. Aber alle stinken auch, sind laut und schaden der Umwelt. Das habt ihr satt – doch die saubere Alternative E-Bike bedeutet erst mal eine nicht unerhebliche finanzielle Investition.

Es lohnt sich daher, wenn ihr euch nach Möglichkeiten für eine finanzielle Förderung umschaut. Zwar fehlt (noch) eine bundesweit einheitliche Bezuschussung, wie es sie beispielsweise mit der Kaufprämie für Elektroautos gibt. Doch es gibt verschiedene Wege, über die das teure E-Bike für euch günstiger werden kann.

E-Bike-Förderung: München und Tübingen als Vorreiter

Zunächst solltet ihr euch informieren, ob die Kommune oder der Landkreis oder das Bundesland, in dem ihr lebt, den Kauf von E-Bikes unterstützt. Hier gibt es unterschiedliche Modelle. Eine Auswahl:

  • München: Die Stadt übernimmt beim Erwerb eines E-Bikes 25 Prozent der Nettokosten (Maximalförderung: 500 Euro). Achtung: Diese Förderung gilt nur für Unternehmen und Freiberufler. Bei Lasten-E-Bikes zahlt die Stadt hingegen in jedem Fall 25 Prozent (Maximalförderung: 1.000 Euro).
  • Tübingen: Hier gibt es eine „Abwrackprämie für fossile Zweiräder“: Jeder, der einen alten Roller oder ein Mofa abgibt und stattdessen ein E-Bike oder einen E-Roller kauft, erhält zwischen 200 und 500 Euro. Die Höhe der Prämie ist abhängig von der Schadstoffklasse.
  • Landkreis Erlangen-Höchstadt: Wer ein sogenanntes S-Pedelec erwirbt (bis zu 45 km/h schnell), erhält einen einmaligen Zuschuss von 200 Euro.
  • Nordrhein-Westfalen: Das Land NRW unterstützt den Kauf von E-Lastenrädern, indem es 30 Prozent der Anschaffungskosten übernimmt (Maximalförderung für Privatleute: 1.000 Euro, für Unternehmer: 2.500 Euro). Die Förderung gilt allerdings nur in Städten, die von der Überschreitung der Grenzwerte von Stickstoffdioxid betroffen sind.

Falls in eurer Region noch kein Fördertopf für E-Bikes vorhanden ist, lohnt es sich, auf dem Laufenden zu bleiben und regelmäßig bei der Verwaltung nachzuhaken. Zum Beispiel bei der Umweltbehörde. Denn die Förderprogramme für E-Bikes nehmen zu. Zurzeit liegt der Fokus allerdings stärker auf E-Lastenrädern als auf Bikes.

E-Bike-Leasing über Arbeitgeber lohnt sich

Ihr seid angestellt und liebäugelt mit einem E-Bike? Einige Unternehmen bieten sogenanntes Fahrrad-Leasing an. Dabei schließt eure Firma einen Vertrag mit einem Leasing-Dienstleister ab und behält einen Teil eures Brutto-Gehalts als sogenannten geldwerten Vorteil ein, um die Leasinggebühr abzudecken. Statt beispielsweise 2.000 Euro für den Kauf eines E-Bikes auszugeben, zahlt ihr dann eine überschaubare monatliche Leasinggebühr.

E-Bike-Leasing: Ein Mann in Anzug und Fahrradhelm steht mit seinem E-Bike vor einer Treppe.
Dienstrad statt Dienstwagen: Das E-Bike lässt sich über den Arbeitgeber leasen.#© Halfpoint/i-Stock

Der Clou: Auf diese Weise wandelt ihr einen Teil eures Gehalts in eine Sachleistung um und spart damit Steuern und Sozialabgaben. Auch das Zubehör wie Fahrradtasche oder Korb kann in der Regel geleast werden.

Für eure Firma hat die Anschaffung eines Dienstrades (Job-Bike), das ihr privat nutzt, ebenfalls einen finanziellen Vorteil: Das Unternehmen spart Sozialabgaben.

Gibt es einen Zuschuss zum E-Bike von der Krankenkasse?

Mit dem E-Bike zu fahren, fördert die Gesundheit und hilft beispielsweise stark übergewichtigen Menschen dabei, abzunehmen – da liegt der Gedanke nahe, dass die Krankenkassen den Kauf des teuren Drahtesels bezuschussen. Dies trifft bislang jedoch nicht zu.

Nur in seltenen Fällen beteiligt sich die Krankenkasse: wenn das Rad als medizinisches Hilfsmittel eingestuft wird. Derartige Hilfsmittel sind laut Sozialgesetzbuch Gegenstände, „um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen“. Dafür bedarf es einer speziellen Zertifizierung und einer Anerkennung des Rades über die Kassenärztliche Vereinigung.

Zuschuss zum E-Bike: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei der Kommune nachzufragen, lohnt sich. Es gibt regionale Förderprogramme.
  • E-Bike-Leasing über den Arbeitgeber ist eine Win-win-Situation für Chef*in und Angestellte.
  • Krankenkassen beteiligen sich nur, wenn das E-Bike als medizinisches Hilfsmittel eingestuft wird.

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