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Wie effizient ist meine Solaranlage im Winter? 

Während die einen erwartungsvoll auf die ersten Schneeflocken gewartet haben, freuen sich vor allem Besitzer von Solaranlagen über einen schneefreien und sonnigen Winter. Doch liefern PV-Anlagen im Winter überhaupt Energie und schaden Schnee sowie Kälte den Anlagen? Wir geben euch Antworten rund um Solaranlagen im Winter.

von Anke

Solar-Winter in Deutschland

Im Winter scheint die Sonne im Durchschnitt 200 Stunden – im Vergleich: Im Sommer sind es knapp 800 Stunden. Allein dadurch geht der Ertrag in den Wintermonaten natürlich zurück. Doch viele Solar-Module sind inzwischen so effizient, dass sie aus jedem kleinsten Sonnenstrahl das maximale an Energie herausholen. Für viele stellt sich daher eher die Frage, was bei Schneefall ist. Da können wir euch beruhigen: Zumindest bei einer leichten Schneedecke sind die Ertragsverluste so gering, dass ein Freischaufeln der Solaranlage nicht notwendig ist. Die Ausfälle sollen im einstelligen Prozentbereich liegen. Der Schnee kann also kommen.

Schneelast auf den Dächern  

Doch zu viel Schnee sollte es nicht sein: Bei massivem Schneefall könnte die Tragkraft der Module überschritten werden. Dadurch könnten in der Konstruktion Schäden entstehen, so dass die Solaranlage ersetzt werden müsste. Euer Installateur vor Ort sollte jedoch die Klimabedingungen bestens kennen und die PV-Module entsprechend montiert haben: In Süddeutschland ist eher mit heftigeren Schneefällen zu rechnen als in der Norddeutschen Tiefebene. Zusätzlich gibt es spezielle Beschichtungen, die Eisbildung oder Ansammlung von Schnee verhindern sollen. Ihr könntet eure Solaranlage sogar mit einer Heizung ausstatten, die den Schnee schmilzt. Allerdings: Prüft vorher, ob sich die Mehrkosten wirklich lohnen. Der Ertragsverlust durch eine Schneedecke auf den Modulen ist wie gesagt nur minimal.

Mehr eigene Energie dank Batterie  

Ihr kennt das sicher auch – im Winter gehen wir oft aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist und kommen erst zurück, wenn es schon wieder dunkel ist. So können wir kaum den selbst erzeugten Solarstrom selbst nutzen. Außer ihr habt euer Zuhause smart vernetzt und könnt die Waschmaschine oder Spülmaschine starten, sobald sich die Sonne am Winterhimmel zeigt. Ansonsten könnt ihr mit einer Batterie den tagsüber erzeugten Strom zwischenspeichern und in den Abendstunden direkt nutzen. Damit erhöht ihr euren Eigenanteil und müsst weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen. Und der Speicher kommt natürlich nicht nur im Winter zum Einsatz – insgesamt könnt ihr den Eigenanteil auf bis zu 80 Prozent erhöhen. Wir bei LichtBlick bieten euch mit der SchwarmBatterie zusätzlich eine Lösung an, bei der ihr nicht nur allein Energie speichert, sondern gemeinsam mit anderen. Mehr Informationen findet ihr auf unserer Webseite.

Solaranlage im Winter auf einen Blick  

  • Selbst bei wenig Sonnenschein erzeugen Solaranlagen Energie
  • Eine leichte Schneeschicht auf der PV-Anlage mindert den Stromertrag nur minimal
  • In schneereichen Gebieten sollte bei der Installation die mögliche Schneelast in den Wintermonaten berücksichtigt werden
  • Eine Kombination aus Solaranlage und Speicher erhöht euren Anteil an selbsterzeugtem Strom – nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr

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# Erich Lippmann

Das ist leider Unsinn - liegt auch nur ein halber Zentimeter Schnee auf den Modulen, geht der Ertrag praktisch auf null!

Antwort von Anke

Hallo Erich,

Danke für Deinen Kommentar. Wir haben zu Schnee und Solaranlage folgende Info gefunden. Und die Schweizer sollten sich mit Schnee ja auskennen ????

Viele Grüße
Anke

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