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Wärmepumpe: Günstiger dank Fördermitteln

Warum sich die Investition in eine klimafreundliche Wärmepumpe für euch rentieren kann? Weil der Staat die Umstellung auf erneuerbare Energien mit Förderungen belohnt! Für die Anschaffung einer Wärmepumpe gibt es attraktive Zuschüsse und zinsgünstige Kredite. Hier bekommt ihr einen Überblick.

von LichtBlicker

Wärmepumpen-Förderung durch Zuschüsse und zinsgünstige Kredite

Wärmepumpen sind derzeit die klimafreundlichen Alternativen zu Heizungen mit fossilen Brennstoffen. Zwar sind die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch, doch zum einen sind die laufenden Kosten sehr gering und wer umweltfreundlich Wärme aus Wasser, Luft oder Erde gewinnt, kann zum anderen auf staatliche Förderung hoffen. Diese erfolgt zum einen durch eine finanzielle Beteiligung an den Kosten für eine Wärmepumpe, zum anderen durch zinsgünstige Darlehen.
Zuschüsse gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die Kredite gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bei letzterer Institution sind Tilgungszuschüsse möglich, deren Höhe je nach Maßnahme variiert. Ob sich beide Fördermöglichkeiten kombinieren lassen, hängt vom individuellen Fall ab.
Was beide Fördermöglichkeiten gemeinsam haben: Ein Antrag auf Unterstützung muss vor Beginn der Sanierungsmaßnahme bzw. vor Abschluss einer vertraglichen Auftragsvergabe oder eines Liefervertrags gestellt werden.

Wärmepumpen-Förderung durch Zuschüsse und zinsgünstige Kredite

Das BAFA fördert folgende Wärmepumpen-Arten bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung:

  • Gasbetriebene Wärmepumpen
  • Elektrisch betriebene Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Elektrisch betriebene Wasser-Wasser-Wärmepumpen
  • Elektrisch betriebene Sole-Wasser-Wärmepumpen

Die Anlage muss einem der folgenden Zwecke dient:

  • Kombination von Raumheizung und Warmwasserbereitung,
  • nur Raumheizung, wenn die Warmwasserbereitung des Hauses zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt,
  • nur Raumheizung in Nichtwohngebäuden oder
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze.

Dagegen stellt das BAFA keine Fördermittel bereit, wenn

  • eine Luft-Luft-Wärmepumpe installiert werden soll,
  • die Pumpe ausschließlich der Warmwasserbereitung und nicht dem Heizen dient.

Generell unterscheidet das BAFA zwischen drei Arten von Förderung:

  • Basisförderung: Diese Art der Unterstützung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn das Gebäude bereits steht und ein Heizungssystem darin vorhanden ist. Dieses muss seit mindestens zwei Jahren installiert sein.
  • Innovationsförderung: Die Förderung der Wärmepumpe ist sowohl für Neubauten als auch für bereits bestehende Gebäude möglich. Allerdings sind die Fördersätze für Gebäudebestand in der Regel höher. Außerdem muss die geplante Wärmepumpe als Kriterium eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) aufweisen: 4,5 bei elektrischen Pumpen, 1,5 bei gasbetriebenen Pumpen. Die JAZ gibt dabei die Effizienz des Heizsystems an, genau genommen: das Verhältnis zwischen zugeführter Energie und tatsächlich erzeugter Heizungswärme in einem Jahr.
  • Zusatzförderung: Sie kann zusätzlich zur Basis- oder Innovationsförderung von Wärmepumpen gewährt werden und umfasst weitere einzelne Maßnahmen, um auf erneuerbare Energien umzurüsten, etwa die Errichtung einer Solarkollektoranlage. Die meisten Maßnahmen sind miteinander kumulierbar.

Eine Übersicht zu den einzelnen Fördersätzen findet ihr online auf der Webseite des Amtes.

Luft-Wärmepumpe im Garten eines Hauses
Luft-Luft-Wärmepumpen werden vom BAFA leider nicht gefördert. © KangeStudio/iStock

Förderung einer Wärmepumpe durch die KfW-Bank

In Form von Krediten und Tilgungszuschüssen bietet auch die KfW-Bank Förderung für Wärmepumpen an. Das Geldinstitut unterscheidet hierbei zwischen einer Komplettsanierung von Haus oder Wohnung und Einzelmaßnahmen, in diesem Fall der Anschaffung einer neuen Heizung.
Interessant ist bei der KfW-Bank unter anderem der Ergänzungskredit des Förderprogramms 167. Konkret erhalten Privatpersonen dabei einen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohnung, wenn sie ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen wollen. Voraussetzung: Die Heizung muss mindestens zwei Jahre alt sein.
Direkt bei der KfW-Bank könnt ihr euch darüber informieren, ob noch weitere Förderprogramme für euch infrage kommen.

Förderung von Wärmepumpen: Das ist wichtig

Das BAFA fördert Wärmepumpen sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden durch Zuschüsse.

  • Die KfW-Bank vergibt zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse für Wärmepumpen.
  • Die Anträge müssen sowohl bei BAFA als auch bei der KfW vor dem Vorhabensbeginn gestellt werden.

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