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Klimafreundlich heizen mit der Wärmepumpe

Ihr möchtet CO2-neutral heizen? Dann solltet ihr über die Anschaffung einer umweltfreundlichen Wärmepumpe nachdenken. Diese Heizung hält euer Zuhause dank eines ausgeklügelten Systems mollig warm. Aber wie funktioniert so ein Heizsystem eigentlich genau? Hier erfahrt ihr es.

von Kristina

Wärmepumpe: Die Umwelt als Wärmequelle

Das Prinzip der Wärmepumpe: Sie pumpt Wärme aus der Umwelt ins Haus, bringt sie auf ein höheres Temperaturniveau und macht sie für die Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar. Dabei braucht es draußen nicht einmal besonders warm zu sein. Es reichen Temperaturen knapp über dem Null Grad Celsius.

Grundsätzlich gibt es drei Varianten der Wärmepumpe. In ihrer Funktion unterscheiden sie sich kaum voneinander, gewinnen aber aus drei verschiedenen Umweltquellen ihre Energie:

  • Luft
  • Grundwasser
  • Erdwärme

Funktion nach Kreislauf-Prinzip

Doch wie funktioniert eine Wärmepumpe genau? Ihr technisches Verfahren wird häufig mit dem eines Kühlschranks verglichen – nur umgekehrt. Vier wesentliche technische Elemente helfen bei der Gewinnung von Wärme aus der Umwelt, die nach einem Kreislauf-Prinzip erfolgt:

  • Verdampfer: In diesem Teil der Anlage befindet sich ein flüssiges Kältemittel. Es nimmt die Wärme aus der Umgebung auf und verdampft schon bei niedriger Temperatur.
  • Verdichter: Der Dampf wird anschließend in einem mechanisch betriebenen Kompressor verdichtet. Auf diese Weise wird der Druck erhöht, die Temperatur des gasförmigen Kältemittels steigt.
  • Verflüssiger: Im Kondensator gibt das erwärmte Kältemittel seine Wärme an das Heizungssystem für das Gebäude ab und wird wieder flüssig.
  • Entspannungsventil: Dank dieses Ventils sinkt der Druck des Kältemittels zurück auf das ursprüngliche Niveau, das Mittel gelangt weiter zum Verdampfer – wo der Kreislauf von Neuem beginnt.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von ihrer Leistung ab. Grundsätzlich ist der Stromverbrauch von Erdwärme- und Wasser-Wärmepumpen niedriger als der von Luft-Wärmepumpen. Diese benötigen gerade bei kalten Außentemperaturen mehr Strom, um die benötigte Wärmeenergie zur Verfügung zu stellen. Allerdings sind die laufenden Kosten bei einer Wärmepumpenheizung grundsätzlich günstiger als bei Öl- oder Gasheizungen.

Damit eure Wärmepumpe zu 100 Prozent umweltfreundlich ist, betreibt ihr sie am besten mit grünem Strom – wie dem von LichtBlick. Für Heizstrom gibt es sogar besonders attraktive Wärmepumpen-Tarife.

Luft-Wärmepumpe neben Haus
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Wärmepumpe: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Um CO2-neutral zu heizen, ist eine Wärmepumpe erste Wahl.
  • Die Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Umwelt auf, erhöht die Temperatur und gibt sie ans Heizungssystem ab.
  • Der Stromverbrauch von Erdwärme- und Wasser-Wärmepumpen ist niedriger als der von Luft-Wärmepumpen.

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