5 Energiespartipps für den Klimaschutz

Energiesparen im Haushalt ist täglich gelebter Klimaschutz– selbst wenn ihr bereits LichtBlicker seid und 100 Prozent Ökostrom bezieht. Denn je weniger Energie wir alle verbrauchen, desto weniger muss insgesamt erzeugt werden. Wir haben fünf Energiespartipps für euch, mit denen ihr dem Klima helft und Geld spart.

von Anke

1. Tipp: Strom sparen mit energieeffizienten Geräten

Wenn ihr euch ein neues Haushaltsgerät kauft, hilft euch die Angabe der Energieeffizienzklasse bei der Auswahl eines stromsparenden Modells. Das EU-Label A+++ steht für die höchste Energieeffizienz. Diese Geräte sind in der Regel teurer in der Anschaffung, sparen jedoch über die Lebensdauer jede Menge Stromkosten. Besonders Elektrogeräte im Dauerbetrieb wie Kühlgeräte sind echte Energiefresser: Ein Fünftel des Stromverbrauchs in einer Wohnung geht allein auf ihr Konto. Prüft am besten, wie viel Strom eure alten, aber noch funktionstüchtigen Kühlgeräte benötigen – das geht ganz einfach mit einem Energiemessgerät. Ein neues Gerät mit einer höheren Energieeffizienz kann manchmal größere Vorteile für den Klimaschutz bringen, auch wenn das alte Kühlgerät noch funktionstüchtig war. Achtet beim Kauf immer auf die Herstellerangaben zum absoluten Verbrauch des Gerätes, also zum Jahresenergieverbrauch.

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Besonders energieeffiziente Geräte

Direct-LED-Fernseher: Ohnehin schon stromsparenden LED-Fernseher sind noch effizienter mit Local-Dimming-Technologie. Beim Direct-LED werden die LEDs einzeln gesteuert und sogar ausgeschaltet. Weiterer Pluspunkt: Die Kontraste des TV-Bildes wirken stärker.
Gefriertruhe statt -schrank: Gefriertruhen sind sparsamer als Gefrierschränke. Erst recht, wenn sie im Keller untergebracht sind und dort besonders kühl stehen. Achtet darauf, sie regelmäßig abzutauen – spätestens, wenn die Eisschicht dicker als ein Zentimeter ist. Diese verringert die Kühlleistung und lässt somit den Stromverbrauch steigen.
Gasherd: Moderne Gasherde verbrauchen durch eine elektrische Zündung Strom, können aber im Vergleich zum Elektroherd stolze 50 Prozent Stromkosten einsparen. Eine weitere energieeffiziente Alternative zum Elektroherd mit Cerankochfeldern ist der Induktionsherd. Eine Spule im Innern erzeugt ein elektromagnetisches Feld und erhitzt nicht die Kochfelder, sondern direkt das Kochgeschirr. Er schlägt jedoch mit höheren Anschaffungskosten zu Buche.
Notebook: Ein mobiler Computer ist bereits in der Herstellung deutlich ressourcenschonender als ein Desktop-Rechner. Bei der täglichen Nutzung kommt er zudem mit einem Bruchteil der Strommenge aus. Noch mehr Energie spart ihr, wenn ihr die Helligkeit des Bildschirms verringert.

2. Tipp: Beim Gerätekauf zählt das richtige Maß

Wenn ihr neue Elektrogeräte kauft, solltet ihr die passende Dimension wählen. Im Sinne der Umwelt ist weniger oft mehr: Hinterfragt beispielsweise die Bildschirmdiagonale des neuen Fernsehers – denn hier ist Größe an den Stromverbrauch gekoppelt. Auch das Zweit- oder Drittgerät schlägt sich in der persönlichen Strombilanz nieder. Die hat sich laut Bundesumweltamt von 1990 bis 2017 kaum verändert, trotz energiesparender Modelle. Schuld ist der Rebound-Effekt - Englisch für Rückprall: Wir betreiben immer mehr, leistungsstärkere und größere Geräte und sparen daher leider kaum Energie. Auch bei der Größe von Kühl- und Gefrierschränken solltet ihr euren Bedarf vor dem Kauf möglichst genau abwägen. Ungenutzter Platz treibt euren Stromverbrauch unnötig in die Höhe.

Auf die Größe kommt es an

Die ideale Größe eures Fernsehers: Messt den Abstand zwischen Sofa und TV – die Bildschirmdiagonale sollte maximal ein Drittel ausmachen. Ist euer Fernseher etwa drei Meter vom Sofa entfernt, sollte die Diagonale also bei maximal einem Meter liegen.
Faustregel für das Kühlschrank-Volumen: 100 bis 140 Liter für einen Single-Haushalt, weitere 50 Liter pro Person für Familien.
Empfohlenes Volumen für euer Gefriergerät: 20 bis 30 Liter pro Person, wenn ihr wenig auf Vorrat kauft, bis zu 100 Liter bei großer Vorratshaltung.

Energiesparen durch die korrekte Größe des Fernsehers
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3. Tipp: Die Nutzung optimieren

Nicht nur bei der Anschaffung, auch mit der richtigen Nutzung eurer Elektrogeräte könnt ihr Strom und bares Geld sparen. Das beginnt schon beim Standort eurer Kühlgeräte. Sie sollten kühl und schattig stehen, also weder neben dem Herd noch neben dem Geschirrspüler, der im Betrieb Wärme produziert. Auch Sonneneinstrahlung solltet ihr vermeiden. Mit jedem Grad Raumtemperatur weniger spart euer Kühlgerät etwa sechs Prozent Strom. Öffnet Kühl- und Gefrierschrank möglichst kurz, damit so wenig warme Luft wie möglich hineinströmt, und tauscht undichte Türdichtungen aus. Bevorzugt zudem den Eco-Modus und stellt den Kühlschrank vor einem längeren Urlaub komplett aus. Besonders energieeffizient läuft übrigens ein Gefriergerät, das zu 70 Prozent befüllt ist.
Beim Waschen mit der Waschmaschine könnt ihr ein Drittel des Stromverbrauchs einsparen, indem ihr eure verschmutzte Wäsche bei 30 und 40 statt bei 60 Grad wascht. Einmal im Monat befreit eine 60-Gradwäsche mit Pulverwaschmittel die Maschine von Keimen. Die Trommel sollte übrigens immer maximal befüllt sein. Beim Kochen spart ihr Energie, wenn ihr den Deckel auf den Topf setzt und die Herdplatte passend zur Topfgröße wählst. Für Cerankochfelder gilt: Vorkochen von Wasser im Wasserkocher spart etwa 50 Prozent Strom.

4. Tipp: Komfort und Klimaschutz sind kein Widerspruch

Zugegeben, der Stand-by-Betrieb ist praktisch. Doch so manches Gerät verbraucht durch die Dauerbereitschaft sogar mehr Strom als im Betrieb. Mit einer schaltbaren Mehrfachsteckdose müsst ihr eure Komfortzone kaum verlassen: Mit einem Schalter könnt ihr gleich mehrere Geräte wie den Fernseher, den Receiver und den DVD-Player auf einmal vom Netz trennen. Außerdem solltet ihr vorsorglich bei so vielen Geräten in eurer Wohnung wie möglich den Netzstecker ziehen oder per WLAN-Steckdose ausschalten, denn viele sind auch dann heimliche Stromräuber, wenn sie eigentlich gar nicht in Betrieb sind. Zudem solltet ihr nach dem Laden eures Tablets, Notebooks oder Handys das Ladegerät gleich wieder von der Steckdose trennen.

5. Tipp: Macht euren Stromverbrauch transparent – mit unserer LichtBlick Energiespar-App

Die LichtBlick Energiespar App

Wenn ihr genau wissen möchtet, wie sich in eurem Haushalt eine bessere Strombilanz erzielen lässt, könnt ihr als LichtBlick-Kunden euren Stromverbrauch mit unserer Energiespar-App auf den Cent genau checken – für jedes eurer Elektrogeräte, in Echtzeit. So habt ihr genau im Blick, was ein Waschgang kostet und wie viel Strom euer Kühlschrank verbraucht. Ein intelligenter Algorithmus erkennt nach einer kurzen Lernphase automatisch eure Geräte und macht eure Kosten sichtbar.

So funktioniert die Energiespar-App:
Ihr meldet euch auf der Webseite unserer Energiespar-App an.
Wir schicken euch einen Link zum Download der App und die sogenannte „SmartBridge“, also die nötige Hardware, per Post zu. Diese befestigt ihr einfach am Stromzähler und ihr könnt loslegen!

Und das sind die Vorteile eines transparenten Stromverbrauchs:

• Ihr identifiziert Energieräuber in eurem Haushalt und könnt sie – sofern ökologisch vertretbar – durch energieeffizientere Geräte ersetzen
• Ihr habt jederzeit im Blick, wann ihr euren monatlichen Stromabschlag überschreitet
• Ihr erkennt direkt mit welchen Maßnahmen ihr euren Stromverbrauch gezielt senken und Kosten sparen könnt – beispielsweise auf den Stand-by-Modus verzichten und Lichtquellen einschränken
• Ihr seht, wie viel CO2 ihr mit LichtBlick-Strom einspart


Meldet euch jetzt auf unserer Seite an und wir schicken euch alle weiteren Informationen!

Unsere Energiespartipps auf einen Blick

  • Alte Haushalts- und Elektrogeräte gegebenenfalls gegen neue der Energieeffizienzklasse A+++ austauschen
  • Die Größe der Geräte genau im Blick haben - zu große verbrauchen unnötig Energie
  • Den Strom optimal nutzen
  • Stand-by ist ein Stromfresser - mit einfachen Mitteln, wie Mehrfachsteckdosen, lässt sich ein Gerät ganz leicht komplett ausschalten
  • Mit der LichtBlick Energiespar-App den eigenen Stromverbrauch immer im Blick haben

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