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Tschüss Kohle

25.04.2018

Keine Kohle mehr für Hamburg

Das große Kohlekraftwerk Moorburg ist fast vom Millerntor-Stadion aus zu sehen. Daneben drehen sich im Hafen zwar auch tapfer einige Windräder, doch Hamburg ist tatsächlich eine Kohlestadt: 94 Prozent der erzeugten Energie stammen aus fossilen Energien – nur 4,6Prozent des Stroms erzeugen erneuerbare. Allein die drei Kohlekraftwerke Wedel, Tiefstack und Moorburg sind für neun bis elf Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr verantwortlich – mehr als der gesamte Hamburger Verkehr. Jedes weitere Jahr heizt den Klimawandel weiter an und behindert die Energiewende.

Kohleausstieg in Hamburg

KiezStrom unterstützt daher die Hamburger Volksinitiative „Tschüss Kohle“. Die Initiative will erreichen, dass die drei Kohlekraftwerke in Hamburg spätestens 2025 bzw. 2030 abgeschaltet werden. Der schnelle Kohleausstieg ist dringend notwendig, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. „Wir wollen in Hamburg Verantwortung übernehmen, damit Menschen in aller Welt heute und in Zukunft die Chance auf einen lebenswerten Planeten bekommen. Die Zeit drängt, wenn es darum geht, zu verhindern, dass das Weltklima unumkehrbar kippt“, erklärt Wiebke Hansen, Vertrauensfrau von „Tschüss Kohle“, die Motivation der mehr als 40 Hamburger und internationalen Organisationen und vieler Aktivisten in Hamburg.

Ein Ausstieg ist möglich

Die Alternativen für die Strom- und Wärmeproduktion sind längst vorhanden. Erst wenn der Kohleausstieg feststeht, werden sie auch konsequent aufgebaut.

„Tschüss Kohle“ hat zusammen mit Energierechtsanwälten einen Gesetzentwurf für den Ausstieg aus der Kohle in der Fernwärme bis 2025 und das Ende aller Kohleverbrennung in Hamburg bis 2030 entwickelt. Diesen können die Hamburger Wahlberechtigten l mit einem „Ja!“ beim Volksentscheid direkt demokratisch beschließen. Dafür braucht „Tschüss Kohle“ jetzt 10.000 gültige Unterschriften für die Volksinitiative.

Mehr als 12.000 Unterschriften

Die Initiative hat bis Anfang April bereits mehr als 12.000 Unterschriften gesammelt. Doch sie will weitere Unterschriften sammeln, um so den Druck auf die Bürgerschaft zu erhöhen, sich schon vor dem Volksentscheid gegen Kohle zu stemmen. Daher seid ihr jetzt gefragt: Am besten unterschreibt ihr als Erstes natürlich selbst. Eine Übersicht, wo die Listen ausliegen bzw. Unterschriften gesammelt werden, findet ihr hier. Zudem unterstützen wir von KiezStrom natürlich die Aktion und ihr findet die Listen an den KiezStrom-Infoständen auf dem Vorplatz zum Heimspiel am 28.04. gegen Greuther Fürth. Ihr könnt darüber hinaus auch selbst aktiv werden und Unterschriften sammeln. Alles Wichtige dazu erfahrt ihr auf der Website von „Tschüss Kohle“.

Euer persönlicher Kohleausstieg!

Das Wichtigste ist natürlich, nicht nur eine Unterschrift zu leisten, sondern selbst aktiv zu werden. Wenn ihr also noch Kohlekunde seid oder euren Ökostrom von einem Kohlekonzern wie Vattenfall bezieht, dann wechselt jetzt schnell und einfach zu KiezStrom. Das sind nicht nur 100 Prozent Ökostrom, sondern ihr unterstützt auch noch soziale Kiezhelden-Projekte in und um St. Pauli.