Wie E-Autos mit SchwarmEnergie® die Stromnetze stabilisieren können

Stellen Sie sich vor, die Sonne scheint nicht, es weht kein Wind und der Strom aus erneuerbaren Energien wird trotzdem nicht knapp. Weil nämlich Ihr Elektroauto in der Garage Strom ins Netz einspeist – zusammen mit vielen anderen E-Mobilen, die gerade ebenfalls an eine Ladestation angeschlossen sind. Oder umgekehrt – es gibt mehr Wind- und Sonnenstrom als benötigt. Dann werden Ihre und viele andere Autobatterien zu einem großen Energiespeicher, der das Stromnetz entlastet. Dieser Speicher funktioniert wie eine Versicherung für stabile Stromnetze – er springt immer dann in die Bresche, wenn kurzfristig zu viel oder zu wenig Strom ins Netz fließt. Experten nennen diesen sehr flexiblen Strom „Regelenergie“.

Das Ganze ist zwar im Augenblick noch Zukunftsmusik, zeigt aber, wohin die Reise geht. Der Aufschwung der Elektromobilität eröffnet der Energiewende ganz neue Chancen. Denn mit dem innovativen SchwarmDirigent® von LichtBlick ist es zukünftig möglich, viele kleine Einheiten – etwa tausende Batterien in Elektroautos – intelligent zu vernetzen. Sie werden bedarfsgerecht als virtuelle SchwarmBatterie® ins Stromnetz eingebunden. Selbstverständlich berücksichtigt der SchwarmDirigent® dabei ganz individuell, wann und wo welches E-Mobil mit geladener Batterie für Fahrten zur Verfügung stehen muss.

Wie genau das geht, wurde in dem Forschungsprojekt INEES („Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen“) geklärt: Wie muss zum Beispiel der SchwarmDirigent® weiterentwickelt werden? Welche Anforderungen müssen an die Steuerung von Batterien gestellt werden? Wie sieht die Smartphone-App aus, mit der Autofahrer Informationen über die Nutzung ihres E-Fahrzeugs bereitstellen?

Technologie wurde erstmals in einem Feldtest erprobt

Für den Erfolg des Projektes sind kluge Köpfe und viel innovative Technologie erforderlich. Deshalb hat LichtBlick sich mit starken Partnern zusammengeschlossen. Der Volkswagen-Konzern entwickelte E-Mobile, die Strom nicht nur tanken, sondern auch wieder ins Netz einspeisen können. Das Unternehmen SMA Solar Technology steuerte eine intelligente Ladestation bei, die in der Garage dafür sorgt, dass der Strom zwischen Netz und Batterie hin- und herfließen kann. Und die Wissenschaftler von Fraunhofer IWES schauten sich gründlich an, wie genau sich das Zusammenspiel von SchwarmBatterie® und Stromnetz auswirkt.

Kern des Projektes war der Feldversuch in Berlin, in dem Testfahrer mit dem Volkswagen e-up! ganz praktische Alltagserfahrungen mit E-Mobilen in SchwarmEnergie® sammelten.

Das dreijährige Projekt (2012–2015) untersuchte übrigens nicht nur, wie das Stromnetz durch die intelligente Einbindung von E-Autos optimal profitieren und wie dies ohne Einbußen für den Fahrkomfort gelingen kann. Die Projektpartner erwarteten auch, dass ein solches System sich finanziell für die Besitzer von Elektroautos lohnt. Denn natürlich ist so eine Energiedienstleistung in der heimischen Garage bares Geld wert. Unmittelbarer Vorteil: Die Anschaffung eines Elektroautos würde sich zügiger rechnen.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Und weil es so zukunftsweisend ist, hat die Bundesregierung INEES auf dem Elektroauto-Gipfel 2013 zum „Leuchtturm der Elektromobilität“ erklärt.

Ergebnisse des Forschungsprojekts können Sie in Kürze hier einsehen.

Lichtblick_1114_Forschungsprojekt_INEES_bg_030.JPG (web)
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