Erdgas und aufbereitetes Biogas, auch als Biomethan bezeichnet, haben viel gemeinsam. Sie besitzen identische chemische und brenntechnische Eigenschaften und können das gleiche breite Spektrum von Verwendungsmöglichkeiten abdecken. Der entscheidende Unterschied liegt in der Klimabilanz.
Auch Biogas setzt bei seiner Verbrennung CO2 frei, allerdings nur so viel, wie die zur Erzeugung verwendete Biomasse der Atmosphäre zuvor entzogen und gespeichert hat. Aufgrund dieses geschlossenen CO2-Kreislaufs ist Biogas als klimaneutral zu bewerten.
Neben der Umweltfreundlichkeit hat die Nutzung von Biogas noch viele weitere Vorteile. Im Unterschied zu den fossilen Energieträgern ist Biogas zeitlich unbegrenzt verfügbar und kann einen Beitrag zur Lösung der Abfallproblematik leisten. Vor allem aber würde eine Erhöhung seines Anteils am Energiemix Deutschlands Abhängigkeit von Rohstoffimporten und von der Preisentwicklung auf den Weltenergiemärkten reduzieren. Nicht zuletzt kommt die Förderung dieses regenerativen Energieträgers auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland zugute. Da die Erzeugung von Biogas eine heimische Wertschöpfungskette ist, werden durch sie neue Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im Anlagenbau und im Anlagenbetrieb geschaffen.
Erdgas gehört zwar zu den konventionellen Energieträgern, ist seinen fossilen Konkurrenten jedoch in puncto Klimafreundlichkeit weit überlegen. Zum größten Teil (85–98 %) besteht es aus der Kohlenwasserstoffverbindung Methan, die sich entsprechend der chemischen Formel CH4 aus 1 Kohlenstoff- und 4 Wasserstoffatomen zusammensetzt. Aufgrund des günstigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Verhältnisses von 1:4 – zum Vergleich Erdöl 2:1 und Kohle ½ :1 – entsteht bei der Verbrennung von Erdgas in erster Linie Wasserdampf und vergleichsweise wenig CO2. Erdgas emittiert jedoch nicht nur deutlich weniger CO2 als andere fossile Energieträger. Bei seiner Verbrennung entstehen weder feste Rückstände wie Ruß oder Staub noch giftiges Schwefeldioxid und auch die Freisetzung von klimaschädlichen Stickoxiden kann heute fast vollständig vermieden werden.