Effiziente Energienutzung im Haushalt

Lesen Sie, wie man in der Küche und im Bad viel Energie und damit Geld sparen kann.

Gerätekauf
Generelles

Mit dem Kauf eines Elektrogerätes entscheiden sie für Jahre über ihren Stromverbrauch in diesem Bereich. Ein Blick auf die Qualität des Geräts lohnt sich also.

Lebenskosten von Haushaltsgeräten vergleichen
  • Beim Kauf eines Großgerätes wie Waschmaschine oder Kühlschrank stehen die Ausstattung und der Anschaffungspreis in der Aufmerksamkeit der Käufer ganz oben. Doch der Energieverbrauch spielt gerade bei langlebigen Geräten eine große Rolle. So können zum Beispiel nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur dena die Gesamtkosten zweier 6-Kilo-Waschmaschinen über die Lebensdauer um mehr als 250 Euro auseinander liegen, obwohl beide auf dem EU-Label mit der Energieeffizienzklasse A ausgezeichnet sind.
  • Deshalb sollte man sich nicht ausschließlich auf die Effizienzklassen verlassen sondern auch immer die absoluten Werte beim Strom- und Wasserverbrauch vergleichen. Um diese Rechnung einfacher zu machen, hat die Initiative Energie Effizienz unter www.stromeffizienz.de -> Checks und Rechner -> Gerätecheck eine kostenlose Rechenhilfe für die Haushaltsgerätewahl ins Netz gestellt. Sortiert nach Gerätetypen kann man hier zwei Alternativen vergleichen oder schauen, was der Austausch eines Oldies spart, vorausgesetzt man hat die Verbrauchsangaben parat.
  • Oft macht sich ein höherer Einkaufspreis für ein Energiespar-Modell durch die eingesparten Stromkosten bezahlt.
Energielabel
  • Fast alle größeren Hausgeräte sind je nach Stromverbrauch in die Energieeffizienzklassen A–G und Kühlgeräte seit einiger Zeit zusätzlich mit A+, A++, A+++ unterteilt und mit entsprechenden Aufklebern versehen. Diese Erweiterung um die Pluszeichen wird schrittweise bis 2020 auch auf Spülmaschinen und Waschmaschinen ausgedehnt.
  • Geräte mit einem geringen Stromverbrauch sind mit A gekennzeichnet, Geräte mit besonders hohem Verbrauch mit einem G. Da die Klassen A bis G nur relativ zum Durchschnittsverbrauch eingeteilt werden, sagt diese Kennzeichnung nicht unbedingt etwas darüber aus, ob das Gerät wirklich zu den sparsamsten seiner Klasse gehört. Achten Sie deshalb auch auf den absoluten Verbrauch pro Jahr/pro Durchgang, der ebenfalls auf dem Energielabel angebracht ist.
  • Darüber hinaus enthält das Label noch weitere Angaben. Zum Beispiel zur Geräuschentwicklung.
Waschmaschine
  • Größe ist nicht alles. Waschmaschinen mit sieben oder acht Kilo Fassungsvermögen lohnen sich nur für wirklich große Familien. Wer seine Wäsche nach Waschtemperatur und/oder Farbe sortiert bekommt solche Großmodelle kaum voll. Der Effekt: Je Kilo Wäsche steigt der Verbrauch von Strom und Wasser. Für vierköpfige Familien mit viel Wäsche sind 6-Kilo-Modelle ideal. Hier spart man gegenüber den Megamodellen auch bei der Anschaffung. Kleinere Haushalte sind auch mit der klassischen 5-Kilo-Maschine gut bedient.
  • Waschmaschinen mit maximal 1.600 oder 1.800 Umdrehungen pro Minute schleudern zwar mehr Wasser aus der Wäsche als solche mit 1.400 Umdrehungen, sie sind aber meist auch deutlich teurer in der Anschaffung. Und da der Spar-Effekt durch die höheren Drehzahlen nicht besonders kräftig ausfällt, ist eine Maschine mit 1.400 Umdrehungen oft die bessere Wahl. Das gesparte Geld kann man ja in andere Stromsparideen stecken.
Wäschetrockner
  • Auf einen Wäschetrockner sollte man am besten verzichten, doch das ist nicht in allen Wohnungen oder Familien möglich. Und oft nicht sinnvoll: Denn wenn im Winter die durchs Wäschetrocknen feuchte Raumluft häufiger weggelüftet werden muss, benötigt das mehr Energie als ein Wäschetrockner.
  • Am sparsamsten ist ein mit Gas betriebener Trockner, allerdings ist nur ein Modell am Markt. Die Anschaffung lohnt nur, wenn bereits ein Gasanschluss vorhanden ist.
  • Bei den elektrischen Modellen erreichen Geräte mit Wärmepumpe die Effizienzklasse A, normale Abluft- oder Kondenstrockner nur die Klasse B oder C. Pro Trockenzyklus spart ein Wärmepumpentrockner etwa 1,5 Kilowattstunden Strom. Die Geräte sind allerdings in der Anschaffung teurer, auf die Lebensdauer gerechnet dennoch sparsamer.
  • Wichtig ist das Zusammenspiel mit einer Waschmaschine mit hoher Schleuderzahl (1.400 Umdrehungen). Denn trockenere Wäsche braucht weniger Strom zum Trocknen.
  • Bei normalen Geräten arbeiten Ablufttrockner etwas sparsamer als Kondenstrockner, deren Abwärme allerdings im Haus bleibt. Bei schlecht gedämmten Wänden und schlechter Lüftung besteht durch die in den Innenraum geblasene feuchte Luft der Kondenstrockner Schimmelgefahr.
Kühlgeräte
  • Achtung beim Kühlgerätekauf ab 1.7. 2010!
    Ab diesem Datum dürfen nur noch Kühl- und Gefriergeräte verkauft werden, deren Stromverbrauch der Klasse A genügt. Geräte der heutigen Energieklassen "B" bis "G" werden künftig vom Markt verschwinden. Die neue Kennzeichnung "A+", "A++" und sogar "A+++" soll es Käufern erleichtern, den Verbrauch der Geräte zu vergleichen und Stromfresser zu erkennen. Das Problem dabei: Verbraucher werden beim Kauf in die Irre geführt, weil sie ein ‚A’-Gerät für energieeffizient halten, sofern sie die spezielle Einstufung bei Kühl- und Gefriergeräten nicht kennen. Bis mindestens 2014 dürfen die Technik-Oldies weiterhin als vermeintlich sparsame A-Geräte angeboten werden. Ein falscher Kauf geht da schnell ins Geld. Denn der Unterschied im Stromverbrauch zwischen den einzelnen Pluszeichen liegt pauschal bei 20 %. Ein A+++-Gerät benötigt also zirka 60 % weniger Strom als ein simples A-Gerät. Ab 1.7.2012 dürfen A-Geräte nicht mehr verkauft werden. Darüber hinaus zeigt das EU-Energiesparlabel neue Symbole. Die Milchtüte steht für das Kühlvolumen und die Schneeflocke für das Gefriervolumen. Unverändert bleibt die Angabe des jährlichen Energieverbrauchs. Verbindlich werden die neuen Angaben ab 1.1.2012.
  • Bei einer Kombination von Kühl- und Gefrierschrank erkundigen Sie sich nach Geräten, die sich getrennt öffnen und abtauen lassen. Falls Sie schon ein Gefriergerät besitzen, können Sie beim Neukauf eines Kühlschranks auf das Tiefkühlfach verzichten und damit 20 % Strom einsparen.
  • Kaufen Sie Kühl- und Gefriergeräte nicht zu groß. Für einen Single-Haushalt sind 100 bis 140 Liter Volumen ausreichend. Familien rechnen mit 50 Liter pro Person.
  • Seit 1990 ist der Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten um 60 % und mehr gesunken, die Strompreise gestiegen. Die Anschaffung eines neuen Gerätes lohnt sich also schneller. Mit einem Strommessgerät, das Sie bei Kommunen, Verbraucherzentralen oder Baumärkten ausleihen können, kommen Sie Energiefressern auf die Spur.
Geschirrspüler
  • Geschirrspüler sind aus deutschen Küchen kaum noch wegzudenken. Sie sind nicht nur bequem, sondern sparen gegenüber dem Abspülen von Hand auch Wasser und Strom. Das liegt daran, dass aktuelle Sparmodelle das Wasser mehrfach über das Geschirr schicken, bevor es in den Abfluss gepumpt wird. Dazu messen bei den Automatikprogrammen Sensoren, wie verschmutzt das Wasser ist. Lange Einweichzeiten verringern den Wasserverbrauch und senken damit zusätzlich die Stromkosten.
  • Der Erfolg: Mit sieben bis zehn Litern Wasser und 0,73 bis 1 Kilowattstunden Strom werden rund 140 Geschirr- und Besteckteile sauber. Abspülen von Hand benötigt drei bis fünf Mal so viel Wasser und Strom. Der Nachteil: Die Spülgänge laufen sehr lange, zwei bis drei Stunden sind keine Seltenheit. Deshalb lohnt es sich, auf leise Geräte zu achten. Angegeben wird das Geräusch in Dezibel. Rund 42 bis 44 dB sind zurzeit die Bestmarke. Beim Kauf lohnt es sich zudem, die Angebote zu vergleichen. Denn gerade bei Markengeräten gibt es erhebliche Preisunterschiede, bis zu 1.000 Euro hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Übersichten über aktuelle Geräte und Tests finden Sie unter www.spargeraete.de und unter www.test.de.
Herd und Backofen
  • Wenn Sie sich einen neuen Herd anschaffen, lassen Sie sich im Fachgeschäft über dessen Stromverbrauch informieren. Auch für Backöfen gilt das EU-Label mit den Einteilungen von A – G, das für unterschiedliche Backofengrößen vergeben wird.
  • Wenn Sie zwischen Gas- oder Elektroherd wählen können, ist das Kochen und Backen mit Gas vorzuziehen, da es rund 50 % weniger Energie benötigt. Der Umstieg kann allerdings gewöhnungsbedürftig sein.
  • Beim Elektroherd ist zu beachten, dass die Wärme bei Herdplatten aus Glaskeramik effizienter übertragen wird als bei gusseisernen Platten. Am sparsamsten sind Induktionskochfelder. Dafür kann allerdings die Anschaffung neuen Kochgeschirrs nötig sein.
  • Umluftbacköfen sind sparsamer als herkömmliche Backöfen.
Kaffeemaschine
  • Anregend ist eine Tasse Kaffee immer, ob es das auch für die Stromrechnung gilt, entscheidet sich bei Kauf der Kaffeemaschine. Bei den klassischen Brühmaschinen verursachen vor allem die Warmhalteplatten unnötigen Verbrauch. Deshalb ist es besser eine Maschine mit Thermoskanne zu kaufen oder den fertigen Kaffee in eine solche Warmhaltekanne umzuschütten – was auch dem Kaffeegeschmack zugutekommt.
  • Aber auch die beliebten Vollautomaten brauchen im Ruhezustand häufig unnötig Strom. Deshalb sollte die Maschine nach 15 oder spätestens 30 Minuten von alleine abschalten (Auto-Power-off) und über einen Netzschalter verfügen um sie vollständig vom Stromnetz trennen zu können. Informieren Sie sich deshalb beim Kauf auch über den Stand-by-Verbrauch. Immerhin spart ein effizienter Vollautomat gegenüber einem schlechten Modell ohne Abschaltung im Durchschnitt glatte 32 Euro pro Jahr an Stromkosten. Bei einer Lebensdauer von acht Jahren sind das mehr als 250 Euro.
Elektrische Warmwasserbereitung
  • Rund 20 % aller Haushalte nutzen Strom zur Warmwasserbereitung, häufig in dezentralen Boilern oder Warmwasserspeichern. Das ist meist weniger effizient als eine Zentralheizung mit Warmwasserbereitung oder eine Solaranlage, aber gerade Mieter können sich die Technik nicht aussuchen. Bei langen Leitungswegen zwischen Heizkessel und Zapfstelle kann eine elektrische Warmwasserbereitung allerdings sinnvoll sein.
Heizungs- und Zirkulationspumpe
  • Einer der größten Stromverbraucher im Haus sind Pumpen, die das Wasser in der Zentralheizung oder im Warmwassernetz umwälzen. Denn viele Heizungspumpen sind veraltet, überdimensioniert und arbeiten rund um die Uhr, obwohl nachts nicht geheizt wird. Gegenüber einer alten Standardpumpe mit 90 Watt Leistung sparen moderne Hocheffizienzpumpen der Effizienzklasse A zum Beispiel bis zu 90 % Strom und damit in einem Einfamilienhaus rund 80 bis 100 Euro Stromkosten pro Jahr. Die Anschaffung einer neuen Pumpe kostet inklusive Einbau zirka 350 Euro. Die Förderung der staatlichen KfW-Förderbank wurde zum 1. 9. 2010 eingestellt.
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Strom sparen bei der Bedienung
Wäsche waschen
  • Versuchen Sie erst dann zu waschen, wenn die Waschmaschine wirklich voll ist aber stopfen Sie nicht zu viel Wäsche in die Maschine.
  • Nur bei sehr stark verschmutzter Kleidung ist eine Vorwäsche erforderlich.
  • Bei nicht so stark verschmutzter Wäsche reichen 40°C aus. 60°C sind für weiße Wäsche, Unterwäsche und gegebenenfalls Bettwäsche richtig. Das Programm für 90°-Kochwäsche brauchen Sie nur für sehr stark verschmutzte Wäsche (Waschempfehlung auf dem Etikett beachten) und zum Beispiel für Bettwäsche kranker Personen.
  • Wenn Sie kleinere Mengen waschen müssen, benutzen Sie das Spar- oder 1/2 –Programm. In Wirklichkeit sparen diese Einstellungen aber nicht die Hälfte sondern nur 15 bis etwa 40 % des Stroms. Wasser wird nur zu 25 bis 40 % eingespart. Der Verbrauch pro Wäschestück ist also höher als im Normalprogramm.
  • Die Zeitschaltuhr von Waschmaschinen und Trocknern ist zwar praktisch, verursacht aber vor allem bei älteren Geräten häufig erstaunlich hohe Stromverbräuche. Also nur nutzen, wenn es wirklich nötig ist und die Maschine gleich nach dem Ablauf des Waschprogramms ausschalten.
Wäsche trocknen
  • Achten Sie darauf, möglichst eine ganze Waschmaschinenfüllung in den Trockner zu geben. Zweimal die halbe Menge kostet zirka 30 % mehr Strom.
  • Reinigen Sie jedes Mal den Luftfilter bzw. das Flusensieb des Trockners. Eine starke Verschmutzung verlängert die Trocknungszeiten.
  • „Extratrocken“ muss nicht immer sein. Bei niedrigeren Temperaturen knittert die Wäsche weniger. Soll sie anschließend gebügelt werden, ist sie „Bügelfeucht“ am schnellsten glatt. Am besten ausprobieren!
Lebensmittel kühlen und einfrieren
  • Die Kühl- bzw. Gefriergeräte machen durchschnittlich rund ein Fünftel des Gesamtstromverbrauchs im Haushalt aus.
  • Wichtig ist der richtige Standort: Senkt man die Umgebungstemperatur schon um ein Grad, verbraucht ein Kühlgerät 6 % weniger Strom! Schlecht steht der Kühlschrank neben Herd, Spülmaschine, Waschmaschine, Heizung oder an einem sehr sonnigen Ort. Steht kein geeigneterer Platz zur Verfügung, ist es ratsam, die Seitenwände mit Styropor zu isolieren. Dies gilt natürlich auch für die Gefriertruhe bzw. für den Gefrierschrank. Je kühler der Raum, umso geringer ist der Stromverbrauch. Das Gefriergerät sollte in einem unbeheizten Raum stehen, am besten im Keller.
  • Eine Kühlschrank-Temperatur von 8°C ist ausreichend. Diese wird meist schon auf der niedrigsten Stufe des Temperaturreglers erreicht.
  • Schadhafte Türdichtungen im Kühlschrank zügig auswechseln.
  • Halten Sie die Lüftungsgitter frei und sauber, um einen Wärmestau zu verhindern.
  • Denken Sie an das regelmäßige Abtauen des Kühlschranks und des Gefriergerätes, spätestens wenn die Eisschicht dicker als einen Zentimeter ist.
  • Sind Sie längere Zeit nicht zu Hause, lohnt es sich, den Kühlschrank abzutauen und auszuschalten. Lassen Sie die Tür dann offen stehen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • In Gefriergeräten genügt eine Lagertemperatur von –18º C. Überprüfen Sie die Temperatur mit einem Thermometer.
  • Ist Ihr Gefriergerät zu 70 % gefüllt, arbeitet es am sparsamsten. Achten Sie bei halber Füllung auf eine Sparschaltung, die einige Hersteller anbieten.
  • Eine gute Ordnung im Gefriergerät macht sich bezahlt, da Sie bei geöffneter Tür nicht lange suchen müssen.
Geschirr abwaschen
  • Bei optimaler Nutzung verbrauchen moderne Geschirrspüler etwa 50–80 % weniger Energie und Wasser, als würde die gleiche Menge schmutzigen Geschirrs von Hand gespült.
  • Schalten Sie den Geschirrspüler nur voll beladen an.
  • Das Vorspülen von Hand ist meist unnötig, Essensreste und festgeklebte Soßen einfach abkratzen.
  • Das Kurz- oder Sparprogramm mit 50 Grad Wassertemperatur reicht aus, wenn das Geschirr leicht bis normal verschmutzt ist. Die Ersparnis von Energie und Wasser beträgt zirka 20 %.
    Der meiste Strom wird bei einem Spülwaschgang zum Aufheizen des Wassers benötigt. Achten Sie deshalb beim Neukauf einer Geschirrspülmaschine auch auf den Wasserverbrauch.
  • Moderne Spülmaschinen drücken mithilfe von Sensoren den Wasser- und damit den Stromverbrauch: Solange das Wasser noch klar ist, wird es erneut über das Geschirr gesprüht und erst ausgetauscht, wenn es dreckig ist. Lange Einweichzeiten verringern den Wasserverbrauch zusätzlich. Kleiner Nachteil: Ein Spülgang dauert nicht selten 2–3 Stunden, für die schnellere Reinigung gibt es aber Normalprogramme.
  • Schließen Sie die Spülmaschine an die Warmwasserleitung an, wenn Sie eine moderne Zentralheizung, einen Fernwärmeanschluss oder eine Solaranlage besitzen. Die Leitungswege sollten möglichst kurz sein, spätestens nach einem Liter sollte warmes Wasser fließen. Wenn Sie vor dem Einschalten der Spülmaschine an der Spüle zum Beispiel Töpfe oder Backbleche reinigen, steht der Spülmaschine sofort warmes Wasser zur Verfügung. Bis auf Geräte mit Wärmerückgewinnung sind fast alle Modelle für den Anschluss ans Warmwassernetz geeignet (Bedienungsanleitung).
  • Wenn Sie keinen Geschirrspüler besitzen, spülen Sie Ihr Geschirr am besten gleich nach dem Essen nicht unter laufendem Warmwasser, sondern mit eingelassenem Wasser im Spülbecken.
  • Ist ein elektrischer Kleinspeicher bei der Spüle installiert, schalten Sie ihn nach dem Aufheizen auf die niedrigste Stufe oder am besten ganz ab. Je höher die Temperatur im Warmwasserspeicher, desto größer ist der Wärmeverlust. Ein kleines Zusatzgerät (Thermo-Stopp) heizt das Wasser auf Knopfdruck auf und schaltet den Strom nach Erreichen der eingestellten Wassertemperatur wieder ab.
Kochen und Backen
  • Der Durchmesser des Pfannen- oder Topfbodens sollte mit dem Durchmesser der Herdplatte übereinstimmen, damit Sie die Wärme optimal ausnutzen.
  • Töpfe und Pfannen sollten immer mit einem genau passenden Deckel verschlossen sein.
  • Trennen Sie sich von Töpfen und Pfannen mit unebenen Böden. Es geht viel Energie verloren, wenn sie nicht optimal auf der Herdplatte aufliegen. Am besten eignen sich Kochtöpfe aus Edelstahl.
  • Nicht zuviel Wasser beim Kochen von Kartoffeln oder Gemüse verwenden – eine Tasse Wasser reicht bei einem mittelgroßen Topf aus und schont zudem Vitamine und Nährstoffe.
  • Nutzen Sie zum Erhitzen von Wasser einen extra Wasserkocher. Darin kann man zum Beispiel auch Nudelwasser erhitzen und dann in den Topf umschütten. Wer noch mehr Strom sparen will, nutzt von einer effizienten Zentralheizung erwärmtes Wasser aus der Leitung, sofern dieses gleich aus dem Hahn kommt. Literweise Wasser in den Ausguss laufen zu lassen lohnt sich nicht.
  • Lassen Sie den Deckel so lange wie möglich auf dem Topf, häufiges Öffnen kostet Energie.
  • Die Restwärme von Kochplatten hält noch einige Minuten an. Stellen Sie die Kochplatten deshalb bereits kurz vor Ende der Garzeit ab.
  • Für lange Garzeiten, zum Beispiel bei Kartoffeln oder Getreide, empfiehlt sich ein Schnellkochtopf: Er spart 70 % Zeit und 30–60 % Strom. Oder kochen Sie mit einem Thermokochtopf: Nach der Hälfte der Kochzeit stellt man den Topf in eine Styroporkiste. Die verbleibende Wärme reicht aus, um das Getreide fertig zu garen. Thermokochtöpfe sind im Haushaltswarenfachhandel erhältlich.
  • Nutzen Sie den Backofen möglichst voll aus, eventuell können Sie bei Ober- und Unterhitze auf einer Ebene zwei Kuchen gleichzeitig backen. Bei Umlufthitze können Sie mehrere Ebenen parallel belegen.
  • Heizen Sie den Backofen möglichst nicht vor.
  • Öffnen Sie die Backofentür so selten wie möglich.
  • Einzelne Brötchen möglichst nicht im Backofen aufbacken – der Toaster mit Brötchenaufsatz hilft Ihnen, bis zu 70 % Energie zu sparen.
  • Häufig ist die Mikrowelle im Energieverbrauch günstiger als eine Kochplatte. Dies ist bei Gerichten zum Erwärmen oder Garen bis zu 400 Gramm der Fall.
  • Für Kurzgebratenes lohnt es nicht, die Mikrowelle zu benutzen. Die Pfanne ist dafür die bessere Alternative.
  • Eine Kaffeemaschine verbraucht 50 % weniger Strom als die Zubereitung von Kaffee durch Aufkochen von heißem Wasser. Lassen Sie den Kaffee nicht auf der Warmhalteplatte stehen sondern gießen Sie ihn in eine Thermoskanne um oder Sie schaffen sich gleich eine Kaffeemaschine mit Thermoskanne an.
  • Der Eierkocher spart im Verhältnis zum Kochtopf 50 % Strom.
Wasser erhitzen

Der Anteil der Warmwasserbereitung am Stromverbrauch ist oft erheblich. So lässt er sich senken:

  • Schalten Sie Warmwasserspeicher während längerer Abwesenheit, etwa im Urlaub, ganz ab.
  • Schalten Sie Untertisch-Warmwasserspeicher (5 – 10-LiterGeräte) mit einer Zeitschaltuhr über Nacht oder in Büros übers Wochenende ab.
  • Ein kleines Zusatzgerät (Thermo-Stopp) schaltet solche Untertischgeräte auf Knopfdruck ein und bei Erreichen der Temperatur wieder komplett aus. Nachteil: Wird warmes Wasser benötigt, muss man rechtzeitig dran denken.
  • Stellen Sie bei elektronischen Durchlauferhitzern nur die Temperatur ein, die tatsächlich benötigt wird z.B. 38 °C zum Duschen. So wird an der Armatur kein Kaltwasser beigemischt und unnötiger Strom- und Wasserverbrauch bis zum Erreichen der Wunschtemperatur vermieden.
  • Stellen Sie bei Warmwasserspeichern die Temperatur nicht zu hoch ein. 55 bis 60 °C sind völlig ausreichend. Meist entspricht dies der Stellung „E“ auf dem Geräteregler. Eine Legionellen-Gefahr besteht bei dieser Temperatur nicht, die Verkalkung des Geräts wird verringert.
Wasserverbrauch
  • Hätten Sie gedacht, dass bei einem tropfenden Wasserhahn 170 Liter Wasser monatlich verschwendet werden (bei 10 Tropfen pro Minute)? Also: Defekte Wasserhähne schnellstmöglich reparieren.
  • Gehen Sie sparsam mit Wasser um. Ein Vollbad benötigt ca. 3-mal soviel Energie wie eine 5-minütige Dusche.
  • Das meiste Wasser verbraucht die Toilettenspülung. Spülkästen mit Spartaste und eine Regenwassernutzungsanlage dämmen den Verbrauch ein.
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